- 17.10.2005, 17:37:43
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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "BZÖ und KPÖ" (Von Johannes Huber)
Ausgabe vom 18. Oktober 2005
Wien (OTS) - Vor der letzten Gemeinderatswahl hatte sich Jörg
Haider noch mit Bürgermeister Michael Häupl duellieren dürfen. Heute
muss er sich mit einer gewissen Melina Klaus begnügen; sie ist es
jedenfalls, die seiner Bedeutung am nächsten kommt.
Von wegen "Schlacht um Wien": 2001 war Jörg Haider noch ein
ernstzunehmender Faktor im Wiener Wahlkampf gewesen. Seine Partei,
die FPÖ, hatte damals noch über 28 Prozent verfügt. Häupl war denn
auch nicht umhin gekommen, sich mit ihm auseinanderzusetzen.
Mittlerweile hat sich Haider aber von den Freiheitlichen
verabschiedet und ein "Bündnis Zukunft Österreich" gegründet. Nach
der Steiermark will es die orangefarbene Organisation nun auch in der
Bundeshauptstadt wissen. Und auch dort mischt Haider kräftig mit.
Allein, er wird nicht einmal mehr wahrgenommen.
Wenn Jörg Haider in Wien einen Achtungserfolg erzielen möchte, dann
muss er sich den Einzug in den Gemeinderat als Ziel dafür
abschminken; daraus wird nichts. Viel mehr muss er schon glücklich
darüber sein, wenn er die KPÖ unter der eingangs erwähnten
Spitzenkandidatin namens Melina Klaus hinter sich lassen kann;
immerhin.
Noch ist übrigens nichts entschieden, alles ist möglich: Zumindest in
den Umfragen liegen BZÖ und KPÖ derzeit Kopf-an-Kopf, sie halten
jeweils ein Prozent.
Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Wiener Redaktion, 01/317 78 340
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