OÖ: Eltern wollen mehr LehrerInnen und kleinere Klassen

Aktuelle Ergebnisse einer Befragung von 400 Eltern schulpflichtiger Kinder

Linz (OTS) - In einer Reihe von wichtigen Schul- und
Bildungsfragen orten die oberösterreichischen Eltern Handlungsbedarf. Die "Alles-in-Ordnung-Haltung" der ÖVP-Bildungsministerin Gehrer ist nach Meinung der oö Sozialdemokratie meilenweit von den Wünschen von Eltern und Kindern entfernt. Gerade vor dem Hintergrund der Entlassungen von PflichtschullehrerInnen auch in Oberösterreich, sieht sich die SPÖ in ihrer Haltung durch die Ergebnisse der Elternbefragung bestätigt: "Wir brauchen MEHR statt WENIGER LehrerInnen in den Schulen!"

93% der befragten Eltern wollen eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25 SchülerInnen pro Klasse! Ganz besonders ausgeprägt ist dieser Elternwunsch (97,8%) in kleinen Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern.
Generell gilt, dass der Wunsch von fast 100% der Eltern ein klarer Auftrag für die Politik ist!

Kinderfreunde-Landesvorsitzender Bernd Dobesberger: "Wie Kinder in Klassen mit 30 und mehr Kindern oder Jugendlichen gut lernen sollen wissen wohl nur Frau Ministerin Gehrer und Herr Präsident Enzenhofer vom Landesschulrat! Eltern wünschen sich auf jeden Fall und zu Recht eine stärkere und individuellere Förderung ihrer Kinder in den Schulklassen."

70% der oberösterreichischen Eltern sprechen sich für eine gemeinsame Schule der 6- bis 15-jährigen aus!

Eine große Mehrheit der Eltern unabhängig vom Alter ihrer Kinder, der Einwohnerzahl ihres Wohnortes und auch der besuchten Schulform der Kinder spricht sich für die gemeinsame Schule aus. Auffallend dabei ist, dass auch fast 60% (genau 57,1%) der Eltern von GymnasiastInnen diese Forderung unterstützen. Darüber hinaus meinen über 60% (genau 61,1%) der Eltern, dass die Schullaufbahnentscheidung im Alter von 10 Jahren zu früh gefällt werden muss.

Kinderfreunde-Landesvorsitzender Bernd Dobesberger weist darauf hin, dass damit "die Eltern der Meinung von BildungsexpertInnen mehr vertrauen, als der Ideologie der Volkspartei."

Knapp über 40% (genau 40,9%) der Eltern befürworten
ganztägige Schulformen!

Die Zustimmung für ganztägige Schulformen ist bei Eltern von Volksschulkindern höher als bei Eltern von Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Eltern mit Kindern im Alter von 14 bzw. 15 Jahren wünschen sich wieder stärker eine ganztägige Schulform. Die Zustimmung für ganztägige Schulformen steigt auch mit der Größe des Wohnortes. Eltern aus Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern fordern zu fast 47% ganztägige Schulformen.

SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger: "Ganztägige Schulformen sind auch im Interesse berufstätiger Frauen, die ihre Kinder gut betreut wissen wollen. Ganztägige Schulen mit verschränkten Angeboten entsprechen den Bedürfnissen der Kinder und ermöglichen vor allem Müttern eigenständige und Existenz sichernde Erwerbstätigkeit ohne sich täglich nach Arbeitsschluss durchs Einkaufszentrum, dann nach Hause hetzen zu müssen und ständig das Gefühl zu haben, für nichts wirklich genug Zeit zu haben!"

Weitere Wünsche der Eltern an das Betreuungsangebot an Schulen:

  • verstärkte Individualförderung der SchülerInnen (24%)
  • vermehrte Nachmittagsbetreuung bzw. ein besseres Hortangebot (14%)
  • eine bessere Aus- und Weiterbildung der PädagogInnen (12%).
  • Erfreulicherweise an letzter Stelle: nur 1,4 Prozent der Eltern sagen, dass zu viele AusländerInnen an den Schulen sind

Schulreform statt Paperlapap!

Die SPÖ verlangt daher von der Bundesregierung in einer Koalition mit der Mehrheit der Eltern von Schulkindern im Bildungsbereich tiefgehende Reformen. Sonja Ablinger: "Gehrers Paperlapap-Schulpolitik steht im klaren Widerspruch zu den Wünschen der Eltern, den Bedürfnissen der Kinder und auch zur positiven Zukunft des Landes!"

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