- 17.10.2005, 13:08:29
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OÖ: Eltern wollen mehr LehrerInnen und kleinere Klassen
Aktuelle Ergebnisse einer Befragung von 400 Eltern schulpflichtiger Kinder
Linz (OTS) - In einer Reihe von wichtigen Schul- und
Bildungsfragen orten die oberösterreichischen Eltern Handlungsbedarf.
Die "Alles-in-Ordnung-Haltung" der ÖVP-Bildungsministerin Gehrer ist
nach Meinung der oö Sozialdemokratie meilenweit von den Wünschen von
Eltern und Kindern entfernt. Gerade vor dem Hintergrund der
Entlassungen von PflichtschullehrerInnen auch in Oberösterreich,
sieht sich die SPÖ in ihrer Haltung durch die Ergebnisse der
Elternbefragung bestätigt: "Wir brauchen MEHR statt WENIGER
LehrerInnen in den Schulen!"
93% der befragten Eltern wollen eine Senkung der
Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25 SchülerInnen pro Klasse!
Ganz besonders ausgeprägt ist dieser Elternwunsch (97,8%) in kleinen
Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern.
Generell gilt, dass der Wunsch von fast 100% der Eltern ein klarer
Auftrag für die Politik ist!
Kinderfreunde-Landesvorsitzender Bernd Dobesberger: "Wie Kinder in
Klassen mit 30 und mehr Kindern oder Jugendlichen gut lernen sollen
wissen wohl nur Frau Ministerin Gehrer und Herr Präsident Enzenhofer
vom Landesschulrat! Eltern wünschen sich auf jeden Fall und zu Recht
eine stärkere und individuellere Förderung ihrer Kinder in den
Schulklassen."
70% der oberösterreichischen Eltern sprechen sich für eine gemeinsame
Schule der 6- bis 15-jährigen aus!
Eine große Mehrheit der Eltern unabhängig vom Alter ihrer Kinder, der
Einwohnerzahl ihres Wohnortes und auch der besuchten Schulform der
Kinder spricht sich für die gemeinsame Schule aus. Auffallend dabei
ist, dass auch fast 60% (genau 57,1%) der Eltern von GymnasiastInnen
diese Forderung unterstützen. Darüber hinaus meinen über 60% (genau
61,1%) der Eltern, dass die Schullaufbahnentscheidung im Alter von 10
Jahren zu früh gefällt werden muss.
Kinderfreunde-Landesvorsitzender Bernd Dobesberger weist darauf hin,
dass damit "die Eltern der Meinung von BildungsexpertInnen mehr
vertrauen, als der Ideologie der Volkspartei."
Knapp über 40% (genau 40,9%) der Eltern befürworten
ganztägige Schulformen!
Die Zustimmung für ganztägige Schulformen ist bei Eltern von
Volksschulkindern höher als bei Eltern von Kindern zwischen 11 und 13
Jahren. Eltern mit Kindern im Alter von 14 bzw. 15 Jahren wünschen
sich wieder stärker eine ganztägige Schulform. Die Zustimmung für
ganztägige Schulformen steigt auch mit der Größe des Wohnortes.
Eltern aus Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern fordern zu fast
47% ganztägige Schulformen.
SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger: "Ganztägige Schulformen
sind auch im Interesse berufstätiger Frauen, die ihre Kinder gut
betreut wissen wollen. Ganztägige Schulen mit verschränkten Angeboten
entsprechen den Bedürfnissen der Kinder und ermöglichen vor allem
Müttern eigenständige und Existenz sichernde Erwerbstätigkeit ohne
sich täglich nach Arbeitsschluss durchs Einkaufszentrum, dann nach
Hause hetzen zu müssen und ständig das Gefühl zu haben, für nichts
wirklich genug Zeit zu haben!"
Weitere Wünsche der Eltern an das Betreuungsangebot an Schulen:
• verstärkte Individualförderung der SchülerInnen (24%)
• vermehrte Nachmittagsbetreuung bzw. ein besseres Hortangebot (14%)
• eine bessere Aus- und Weiterbildung der PädagogInnen (12%).
• Erfreulicherweise an letzter Stelle: nur 1,4 Prozent der Eltern
sagen,
dass zu viele AusländerInnen an den Schulen sind
Schulreform statt Paperlapap!
Die SPÖ verlangt daher von der Bundesregierung in einer Koalition mit
der Mehrheit der Eltern von Schulkindern im Bildungsbereich
tiefgehende Reformen. Sonja Ablinger: "Gehrers
Paperlapap-Schulpolitik steht im klaren Widerspruch zu den Wünschen
der Eltern, den Bedürfnissen der Kinder und auch zur positiven
Zukunft des Landes!"
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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