Ausgewähltes vom World Winter Forum

das vom 12. - 14. Oktober 2005 im Austria Center Vienna erstmals stattgefunden hat

Wien (OTS) - Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ischgl

Bei Schauspielstar Tobias Moretti hatte Ischgl am Donnerstag noch sein Fett wegbekommen, am Freitag schon durfte Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ischgl, seine Sicht der Dinge darlegen. "Der Gast wird zur Kasse gebeten, deshalb muss man auch etwas bieten. Dazu gehört eine Topausstattung von Liftanlagen und Hotels aber auch das Spektakel", betonte Steibl. "Die Inszenierung beginnt damit, dass der Gast mit dem Porsche vor dem Hotel vorfahren kann. Er ist schließlich Teil dieser Inszenierung, in der er seinen Status zeigen kann. Über die Skipiste zieht sich diese Inszenierung weiter bis zum Apre Ski und dem Nachtleben", so Steibl unter Verweis auf die verschiedenen Gastronomie- und Unterhaltungskonzepte innerhalb des Orts. "Wir zielen allerdings auf ein sehr kleines Marktsegment ab", gestand Steibl. "Das sind Touristen, die sich vor allem amüsieren wollen, die die Action brauchen. Für uns reicht's." Das mag zwar nicht dem authentischen Tirol-Bild entsprechen, aber man hätte sich für diesen Weg entschieden und werde ihn auch weitergehen.

Moshe Tessel, Manager bei IDE technologies

"Unsere Anlagen können Schnee bis zu 35 Grad über Null produzieren", verspricht Moshe Tessel, Manager der israelischen Firma IDE technologies, die sich ursprünglich der Entsalzung von Meerwasser und der industriellen Kühlung widmete. Das Ganze sei auch billiger, weil wasser- und stromschonender als die Schneekanonen hiesiger Provenienz. Dabei wird nicht einfach mit Chemikalien angereichertes Wasser in der Luft versprüht, sondern beruht die Kühlung auf Verdampfung, die Mittels Vakuum herbeigeführt wird. Pro Einheit können bis zu 1.000 Tonnen Schnee am Tag erzeugt werden. Von einer stationären Anlage aus wird der Schnee dann über ein pneumatisches Pumpsystem entlang der Piste an die gewünschten Auslassungen befördert. Zum ökonomischen Höhenflug ansetzen will IDE in Europa und die USA. Dort will man die Pistenbettreiber überzeugen, dass die Maschine auch unterstützend zu den vorhandenen Geräten eingesetzt werden kann.

Gernot Patzelt, Gletscher- und Klimageschichtsforscher

Am Beispiel des Ötztaler Gletschers will Patzelt zeigen, dass das, "was wir heute erleben, sich schon über Jahrtausende hinweg abgespielt" habe - auch, wenn sich das Volumen der Gletscher in den letzten 150 Jahren um rund 60% verkleinert hätte. Anhand eines Baumfundes (Alter ca. 2600 Jahre) in einer Zone, die vor 100 Jahren noch vergletschert war, sei nachweisbar, dass der Gletscher 1600 Jahre v.Chr. kleiner war als heute. Auch der Fund von "Ötzi" könne dies belegen, wurde sein mumifizierter Körper im Eis gefunden -allerdings direkt auf Felsgestein liegend. "Zwei Drittel der letzten 10.000 Jahre waren so warm wie oder wärmer als heute. Die lineare Fortsetzung gegenwärtiger Trends ist in Frage gestellt." Die in den Medien kolportieren Katastrophenszenarien hält er für kontraproduktiv, aber: "Ich will nicht als Verharmloser verstanden werden".

Bruno Rambaudi, Vize-OK-Chef der Olympischen Winterspiele von Turin 2006

Nicht fehlen durfte beim ersten World Winter Forum im Austria Center Vienna das größte Forum, das der Weltsport zu bieten hat: die Olympischen Winterspiele. Bruno Rambaudi, Vize-OK-Chef von Turin 2006, gab dem WWF am Freitag die Ehre und Einblicke in die Gigantomanie des nächsten olympischen Spektakels, das summa summarum 4 Milliarden Euro kostet. Darin inkludiert sind u.a. auch Kosten für infrastrukturelle Baumaßnahmen. Budgetprobleme hin oder her, sind die Winterspiele für die Wirtschaft der Region ein Segen. Rambaudi:
"Durch die zahlreichen Investitionen ist sogar die Arbeitslosigkeit gesunken - von 10 auf 6,5 Prozent."

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