• 14.10.2005, 20:57:28
  • /
  • OTS0285 OTW0285

Ausgewähltes vom World Winter Forum

das vom 12. - 14. Oktober 2005 im Austria Center Vienna erstmals stattgefunden hat

Wien (OTS) -
Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ischgl

Bei Schauspielstar Tobias Moretti hatte Ischgl am Donnerstag noch
sein Fett wegbekommen, am Freitag schon durfte Andreas Steibl,
Geschäftsführer des Tourismusverbands Ischgl, seine Sicht der Dinge
darlegen. "Der Gast wird zur Kasse gebeten, deshalb muss man auch
etwas bieten. Dazu gehört eine Topausstattung von Liftanlagen und
Hotels aber auch das Spektakel", betonte Steibl. "Die Inszenierung
beginnt damit, dass der Gast mit dem Porsche vor dem Hotel vorfahren
kann. Er ist schließlich Teil dieser Inszenierung, in der er seinen
Status zeigen kann. Über die Skipiste zieht sich diese Inszenierung
weiter bis zum Apre Ski und dem Nachtleben", so Steibl unter Verweis
auf die verschiedenen Gastronomie- und Unterhaltungskonzepte
innerhalb des Orts. "Wir zielen allerdings auf ein sehr kleines
Marktsegment ab", gestand Steibl. "Das sind Touristen, die sich vor
allem amüsieren wollen, die die Action brauchen. Für uns reicht's."
Das mag zwar nicht dem authentischen Tirol-Bild entsprechen, aber man
hätte sich für diesen Weg entschieden und werde ihn auch weitergehen.

Moshe Tessel, Manager bei IDE technologies

"Unsere Anlagen können Schnee bis zu 35 Grad über Null produzieren",
verspricht Moshe Tessel, Manager der israelischen Firma IDE
technologies, die sich ursprünglich der Entsalzung von Meerwasser und
der industriellen Kühlung widmete. Das Ganze sei auch billiger, weil
wasser- und stromschonender als die Schneekanonen hiesiger
Provenienz. Dabei wird nicht einfach mit Chemikalien angereichertes
Wasser in der Luft versprüht, sondern beruht die Kühlung auf
Verdampfung, die Mittels Vakuum herbeigeführt wird. Pro Einheit
können bis zu 1.000 Tonnen Schnee am Tag erzeugt werden. Von einer
stationären Anlage aus wird der Schnee dann über ein pneumatisches
Pumpsystem entlang der Piste an die gewünschten Auslassungen
befördert. Zum ökonomischen Höhenflug ansetzen will IDE in Europa und
die USA. Dort will man die Pistenbettreiber überzeugen, dass die
Maschine auch unterstützend zu den vorhandenen Geräten eingesetzt
werden kann.

Gernot Patzelt, Gletscher- und Klimageschichtsforscher

Am Beispiel des Ötztaler Gletschers will Patzelt zeigen, dass das,
"was wir heute erleben, sich schon über Jahrtausende hinweg
abgespielt" habe - auch, wenn sich das Volumen der Gletscher in den
letzten 150 Jahren um rund 60% verkleinert hätte. Anhand eines
Baumfundes (Alter ca. 2600 Jahre) in einer Zone, die vor 100 Jahren
noch vergletschert war, sei nachweisbar, dass der Gletscher 1600
Jahre v.Chr. kleiner war als heute. Auch der Fund von "Ötzi" könne
dies belegen, wurde sein mumifizierter Körper im Eis gefunden -
allerdings direkt auf Felsgestein liegend. "Zwei Drittel der letzten
10.000 Jahre waren so warm wie oder wärmer als heute. Die lineare
Fortsetzung gegenwärtiger Trends ist in Frage gestellt." Die in den
Medien kolportieren Katastrophenszenarien hält er für
kontraproduktiv, aber: "Ich will nicht als Verharmloser verstanden
werden".

Bruno Rambaudi, Vize-OK-Chef der Olympischen Winterspiele von Turin
2006

Nicht fehlen durfte beim ersten World Winter Forum im Austria Center
Vienna das größte Forum, das der Weltsport zu bieten hat: die
Olympischen Winterspiele. Bruno Rambaudi, Vize-OK-Chef von Turin
2006, gab dem WWF am Freitag die Ehre und Einblicke in die
Gigantomanie des nächsten olympischen Spektakels, das summa summarum
4 Milliarden Euro kostet. Darin inkludiert sind u.a. auch Kosten für
infrastrukturelle Baumaßnahmen. Budgetprobleme hin oder her, sind die
Winterspiele für die Wirtschaft der Region ein Segen. Rambaudi:
"Durch die zahlreichen Investitionen ist sogar die Arbeitslosigkeit
gesunken - von 10 auf 6,5 Prozent."

Nähre Informationen unter www.worldwinterforum.com, honorarfreies
GEPA-Bildmaterial finden Sie unter
http://wwwx.gepa-pictures.com/download/winterforum.

Rückfragehinweis:
Telefon: +43 1 714 88 77 22
Fax: + 43 1 714 88 77 10
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.worldwinterforum.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel