Schicker: Der neue Volkertplatz ist ein Platz für alle

Ein wichtiges Grätzelprojekt im 2. Bezirk ist fertig und schafft mehr Lebensqualität

Wien (OTS) - Heute eröffnen Wiens Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker, der Bezirksvorsteher für den 2. Bezirk, Gerhard Kubik; und der für den Umbau verantwortliche Gruppenleiter in der MA 28, Harald Schlee, den neu gestalteten Volkertplatz. Der Volkertplatz soll "ein Platz für Alle" werden, war das einhellige Motto während des Planungsprozesses gemeinsam mit den Bewohner/innen und Gewerbetreibenden des Grätzels.

Hochwertige Architektur für neues Grätzelzentrum

Der Volkertplatz hat für den Bezirksteil zwischen Heinestraße, Taborstraße und Nordbahnstraße - das Volkert- und Alliiertenviertel -zentrale Bedeutung. Seit Verkleinerung des Marktes im Jahr 1999 ist der Volkertplatz Ort der Begegnung, Platz für Veranstaltungen und Feste. Dabei hatte der Volkertplatz gestalterisch wenig zu bieten. "Der Volkertplatz war für die Wienerinnen und Wiener sicher kein beliebter Treffpunkt", ist Wiens Planungsstadtrat Rudi Schicker überzeugt und ergänzt: "Der Platz wurde vom Asphalt beherrscht. Es fehlten sowohl Spielgeräte für die Kinder, als auch Bänke zum Verschnaufen". Eine Plakatwand war die Grenze zwischen Platz und Markt. Lediglich ein einzelner Baum und ein Trinkbrunnen standen auf dem Volkertplatz. Somit wollten nicht nur die BewohnerInnen des Grätzels einen neuen Volkertplatz. Auch die Europäische Union hat sich an den anfallenden Planungs- und Baukosten beteiligt. Damit stand einer qualitativ hochwertigen Ausgestaltung des Volkertplatzes nichts mehr im Weg. "Aus Bezirksmitteln alleine wäre es nicht möglich gewesen, das 1,22 Mio. Euro teure Bauvorhaben umzusetzen", ist Bezirksvorsteher Kubik überzeugt und Stadtrat Schicker betont. "Es freut mich ganz besonders, dass der Platz jetzt allen was bietet. Mit den neuen Bäumen, Bänken und Spielgeräten wird der Volkertplatz heiß begehrt. Von den Menschen unterschiedlicher Kulturkreise ebenso, wie von vielen Gewerbetreibenden. Dank dem neuen Volkertplatz ist die Lebensqualität im Grätzel deutlich gestiegen".

Die Bewohner/innen haben selbst mitbestimmt, wie der neue Platz aussehen soll

"Im Volkert- und Alliiertenviertel leben viele Menschen, mit unterschiedlichstem religiösen und kulturellen Hintergrund. Mir ist es wichtig, dass sie alle das Gefühl haben, dass hier Platz für sie ist und ihren Wünschen und Bedürfnissen entgegengekommen worden ist .", betont Bezirksvorsteher Kubik.

Das Grätzelmanagement Volkert- und Alliiertenviertel hat deshalb gemeinsam mit den Bewohner/innen und Unternehmer/innen des Grätzels Ideen ausgearbeitet, wie der neue Platz aussehen soll. Man war sich darüber einig, dass der Volkertplatz zukünftig ein Platz für alle mit genügend Sitzmöglichkeiten, Schatten spendenden Bäumen, einem (Trink-)Brunnen und einer ausreichenden Beleuchtung sein soll. Zusätzlich wurde entschieden, dass eine Abgrenzung zum Marktbereich erforderlich ist, die Rueppgasse zwischen Volkertstraße und Lessinggasse zur Fußgängerzone und auch eine Variante mit Ballspielplatz überlegt werden soll. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde von der MA 19 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die Kriterien, die gemeinsam mit der Bevölkerung und den Gewerbetreibenden ausgearbeitet wurden, dienten dabei als Wettbewerbsbedingungen. Eine namhafte Jury, in der neben Fachleuten auch Personen aus dem Grätzel waren, bewertete die eingereichten Projekte. Der Gestaltungsentwurf von Anna Detzlhofer & Karin Zwerger wurde von der Jury einstimmig ausgewählt.

Multikulturelles Musikprogramm am Eröffnungstag

Das Musikprogramm am Eröffnungstag ist multikulturell - wie die Bewohner/innen und Gewerbetreibenden rund um den Volkertplatz:
Urwienerisches im Stil von Piron und Knapp bieten die D’Scherzbuam, die Gruppe Danica bringt Traditionelles vom Balkan auf den Volkertplatz und die türkische Sängerin Azra macht mit ihren drei Instumentalisten türkische Popmusik. Frei nach dem Motto "Zeichen wahrnehmen" präsentieren und übergeben das Alltag/Kunst/Raum/ Forschungs- & Expeditionsteam Pamela Bartar und Michael C. Niki Knopp ein Fahnenobjekt, entstanden in den Wochen der Platzumgestaltung. Das flickflagg/e genannte Fahnenobjekt versteht sich gleichzeitig als Anregung der Anrainer/innen gemeinsam weitere (Flaggen) Projekte zu starten. Bei der Volkertplatz-Olympiade lösen die Mitspieler/innen aus allen Bevölkerungsgruppen verschiedenster Generationen gemeinsam Aufgaben. Und, wenn alle Aufgaben gelöst sind, reicht die Volkertplatztorte hoffentlich auch für alle.

In drei Monaten von Betonwüste zur neuen Attraktion im Grätzel

Mitte Juli 2005 haben die Umbauarbeiten zur Neugestaltung des Volkertplatzes begonnen. Die intensive Begleitung durch das Grätzelmanagement ermöglichte eine weitgehend konfliktfreie Abwicklung der Baustelle. "Wir würden uns neben jedem Straßenbauvorhaben ein Grätzelmanagement als Informationsdrehscheibe wünschen", äußert sich DI Harald Schlee, für den Straßenumbau verantwortlicher Baugruppenleiter der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau begeistert, "Die Kommunikation der Baustelle und aller damit verbundenen Beeinträchtigungen war dank des Grätzelmanagements hervorragend. Die intensive Zusammenarbeit hat sich sehr bewährt."

Als besondere Herausforderung dieser Baustelle sind die ungewöhnlichen Asphaltausführungen mit Schimmereffekt und die Übergänge zwischen den verschiedenen Oberflächenmaterialien zu werten, die hier als optische Effekte zum Einsatz gekommen sind. Die sorgfältige Verarbeitung ist hier besonders wichtig. Dies vor allem auch deshalb, weil sich Asphalt, Beton und Steinplatten bzw. Pflastersteine bei Hitze oder Kälte unterschiedlich verhalten.

Die Bauarbeiten selbst wurden auf einen Zeitraum von nur drei Monaten konzentriert. "Damit können die 2.850 m2 neue Aufenthaltsfläche schon heute an die künftigen Nutzerinnen des Platzes übergeben werden", schließt Schlee zufrieden.

Mehr Informationen zur Neugestaltung des Volkertplatzes finden Sie unter http://www.strassen.wien.at/ . (Schluss) kel

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