• 14.10.2005, 11:41:12
  • /
  • OTS0149 OTW0149

Schicker: Der neue Volkertplatz ist ein Platz für alle

Ein wichtiges Grätzelprojekt im 2. Bezirk ist fertig und schafft mehr Lebensqualität

Wien (OTS) - Heute eröffnen Wiens Planungs- und Verkehrsstadtrat
Rudi Schicker, der Bezirksvorsteher für den 2. Bezirk, Gerhard
Kubik; und der für den Umbau verantwortliche Gruppenleiter in der MA
28, Harald Schlee, den neu gestalteten Volkertplatz. Der Volkertplatz
soll "ein Platz für Alle" werden, war das einhellige Motto während
des Planungsprozesses gemeinsam mit den Bewohner/innen und
Gewerbetreibenden des Grätzels.

Hochwertige Architektur für neues Grätzelzentrum

Der Volkertplatz hat für den Bezirksteil zwischen Heinestraße,
Taborstraße und Nordbahnstraße - das Volkert- und Alliiertenviertel -
zentrale Bedeutung. Seit Verkleinerung des Marktes im Jahr 1999 ist
der Volkertplatz Ort der Begegnung, Platz für Veranstaltungen und
Feste. Dabei hatte der Volkertplatz gestalterisch wenig zu bieten.
"Der Volkertplatz war für die Wienerinnen und Wiener sicher kein
beliebter Treffpunkt", ist Wiens Planungsstadtrat Rudi Schicker
überzeugt und ergänzt: "Der Platz wurde vom Asphalt beherrscht. Es
fehlten sowohl Spielgeräte für die Kinder, als auch Bänke zum
Verschnaufen". Eine Plakatwand war die Grenze zwischen Platz und
Markt. Lediglich ein einzelner Baum und ein Trinkbrunnen standen auf
dem Volkertplatz. Somit wollten nicht nur die BewohnerInnen des
Grätzels einen neuen Volkertplatz. Auch die Europäische Union hat
sich an den anfallenden Planungs- und Baukosten beteiligt. Damit
stand einer qualitativ hochwertigen Ausgestaltung des Volkertplatzes
nichts mehr im Weg. "Aus Bezirksmitteln alleine wäre es nicht möglich
gewesen, das 1,22 Mio. Euro teure Bauvorhaben umzusetzen", ist
Bezirksvorsteher Kubik überzeugt und Stadtrat Schicker betont. "Es
freut mich ganz besonders, dass der Platz jetzt allen was bietet. Mit
den neuen Bäumen, Bänken und Spielgeräten wird der Volkertplatz heiß
begehrt. Von den Menschen unterschiedlicher Kulturkreise ebenso, wie
von vielen Gewerbetreibenden. Dank dem neuen Volkertplatz ist die
Lebensqualität im Grätzel deutlich gestiegen".

Die Bewohner/innen haben selbst mitbestimmt, wie der neue
Platz aussehen soll

"Im Volkert- und Alliiertenviertel leben viele Menschen, mit
unterschiedlichstem religiösen und kulturellen Hintergrund. Mir ist
es wichtig, dass sie alle das Gefühl haben, dass hier Platz für sie
ist und ihren Wünschen und Bedürfnissen entgegengekommen worden ist
.", betont Bezirksvorsteher Kubik.

Das Grätzelmanagement Volkert- und Alliiertenviertel hat deshalb
gemeinsam mit den Bewohner/innen und Unternehmer/innen des Grätzels
Ideen ausgearbeitet, wie der neue Platz aussehen soll. Man war sich
darüber einig, dass der Volkertplatz zukünftig ein Platz für alle mit
genügend Sitzmöglichkeiten, Schatten spendenden Bäumen, einem
(Trink-)Brunnen und einer ausreichenden Beleuchtung sein soll.
Zusätzlich wurde entschieden, dass eine Abgrenzung zum Marktbereich
erforderlich ist, die Rueppgasse zwischen Volkertstraße und
Lessinggasse zur Fußgängerzone und auch eine Variante mit
Ballspielplatz überlegt werden soll. Auf Basis dieser Ergebnisse
wurde von der MA 19 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die
Kriterien, die gemeinsam mit der Bevölkerung und den
Gewerbetreibenden ausgearbeitet wurden, dienten dabei als
Wettbewerbsbedingungen. Eine namhafte Jury, in der neben Fachleuten
auch Personen aus dem Grätzel waren, bewertete die eingereichten
Projekte. Der Gestaltungsentwurf von Anna Detzlhofer & Karin Zwerger
wurde von der Jury einstimmig ausgewählt.

Multikulturelles Musikprogramm am Eröffnungstag

Das Musikprogramm am Eröffnungstag ist multikulturell - wie die
Bewohner/innen und Gewerbetreibenden rund um den Volkertplatz:
Urwienerisches im Stil von Piron und Knapp bieten die D’Scherzbuam,
die Gruppe Danica bringt Traditionelles vom Balkan auf den
Volkertplatz und die türkische Sängerin Azra macht mit ihren drei
Instumentalisten türkische Popmusik. Frei nach dem Motto "Zeichen
wahrnehmen" präsentieren und übergeben das Alltag/Kunst/Raum/
Forschungs- & Expeditionsteam Pamela Bartar und Michael C. Niki Knopp
ein Fahnenobjekt, entstanden in den Wochen der Platzumgestaltung.
Das flickflagg/e genannte Fahnenobjekt versteht sich gleichzeitig
als Anregung der Anrainer/innen gemeinsam weitere (Flaggen) Projekte
zu starten. Bei der Volkertplatz-Olympiade lösen die Mitspieler/innen
aus allen Bevölkerungsgruppen verschiedenster Generationen gemeinsam
Aufgaben. Und, wenn alle Aufgaben gelöst sind, reicht die
Volkertplatztorte hoffentlich auch für alle.

In drei Monaten von Betonwüste zur neuen Attraktion im Grätzel

Mitte Juli 2005 haben die Umbauarbeiten zur Neugestaltung des
Volkertplatzes begonnen. Die intensive Begleitung durch das
Grätzelmanagement ermöglichte eine weitgehend konfliktfreie
Abwicklung der Baustelle. "Wir würden uns neben jedem
Straßenbauvorhaben ein Grätzelmanagement als Informationsdrehscheibe
wünschen", äußert sich DI Harald Schlee, für den Straßenumbau
verantwortlicher Baugruppenleiter der MA 28 - Straßenverwaltung und
Straßenbau begeistert, "Die Kommunikation der Baustelle und aller
damit verbundenen Beeinträchtigungen war dank des Grätzelmanagements
hervorragend. Die intensive Zusammenarbeit hat sich sehr bewährt."

Als besondere Herausforderung dieser Baustelle sind die
ungewöhnlichen Asphaltausführungen mit Schimmereffekt und die
Übergänge zwischen den verschiedenen Oberflächenmaterialien zu
werten, die hier als optische Effekte zum Einsatz gekommen sind. Die
sorgfältige Verarbeitung ist hier besonders wichtig. Dies vor allem
auch deshalb, weil sich Asphalt, Beton und Steinplatten bzw.
Pflastersteine bei Hitze oder Kälte unterschiedlich verhalten.

Die Bauarbeiten selbst wurden auf einen Zeitraum von nur drei
Monaten konzentriert. "Damit können die 2.850 m2 neue
Aufenthaltsfläche schon heute an die künftigen Nutzerinnen des
Platzes übergeben werden", schließt Schlee zufrieden.

Mehr Informationen zur Neugestaltung des Volkertplatzes finden
Sie unter http://www.strassen.wien.at/ . (Schluss) kel

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
DI Thomas Keller
Tel.: 4000/81 420
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel