Abfallzerkleinerungsanlagen sind nicht zulässig

LR Egger: Nachteile überwiegen

Bregenz (VLK) - Die Entsorgung von Bioabfällen über das Kanalnetz ist in Vorarlberg auch bei Verwendung von Abfallzerkleinerungsanlagen nicht erlaubt, informiert Abfallwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger. Es dürfen keinerlei Abfälle in das Kanalnetz eingebracht werden. In einer Aussendung an die Gemeinden, Bauämter und die Fachgruppe Gastronomie und Hotellerie der Wirtschaftskammer wird die rechtliche Situation in Erinnerung gerufen.

Hersteller von Abfallzerkleinerungsanlagen bieten immer wieder ihre Systeme Gastronomiebetrieben und auch privaten Haushalten an. Mit Hilfe der Abfallzerkleinerer sollen anfallende Küchenabfälle über das Kanalnetz entsorgt werden. "Leider wissen viele nicht", so Landesrat Egger, "dass dies aufgrund des Vorarlberger Kanalgesetzes verboten und zudem fachlich gesehen ein Unfug ist." Für den Betrieb einer Abfallzerkleinerungsanlage wäre zudem eine abfallrechtliche Genehmigung erforderlich.

Die Kläranlagenkapazität im Lande ist weder auf eine punktuelle noch auf eine flächendeckende Einleitung biogener Abfälle aus Haushalten und Gastronomie ausgelegt. Neben der mangelnden Wirtschaftlichkeit brächte die Einleitung biogener Abfälle in die Kanalisation auch andere massive Nachteile mit sich. So würden bedingt durch die Vergärung verstärkt Geruchsbelästigungen, kostenintensive Korrosionsschäden am Leitungsnetz, erhöhte Verstopfungsgefahr sowie verstärktes Aufkommen von Ratten auftreten.

Insgesamt überwiegen die Nachteile die vermeintlichen Vorteile deutlich. Der Einsatz derartiger Anlagen ist nicht nur illegal, sondern abwassertechnisch und abfallwirtschaftlich kurzsichtig, so Egger abschließend.

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