- 13.10.2005, 15:23:06
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Kabas: Vogelgrippe im Vormarsch - EU spricht von der Gefahr einer Pandemie
Bürgermeister Häupl hat dringenden Handlungsbedarf
Wien, 13-10-2005 (fpd) - Seit Donnerstag, 13. Oktober 2005, ist es
Gewißheit: Die Vogelgrippe in der Türkei hat den Virustyp H5N1 und
ist damit ebenso ansteckend wie lebensgefährlich. Daß auch die
Infektionsfälle im rumänischen Donaudelta vom selben Virustyp sind,
wird damit immer wahrscheinlicher. Von der vormaligen
Beruhigungstaktik der EU ist nun nichts mehr zu merken. Totale
Importstopps wurden verhängt, Europäer zu Impfungen aufgerufen. Auch
in Brüssel gesteht man ein, daß das Virus sich über die Flugrouten
der Zugvögel verbreitet. An diesem Virustyp sind in Südasien
Millionen Tiere und etwa 60 Menschen gestorben. Die EU spricht von
der Gefahr einer Pandemie, einer Epidemie größeren Ausmaßes, so heute
der Klubobmann der Wiener FPÖ, Mag. Hilmar Kabas.
Gleichzeitig sind immer mehr Menschen in Österreich verunsichert. Zum
einen gibt es keine Impfung gegen die Vogelgrippe, zum anderen ist
das gegen die Influenza wirkende Medikamente - "Tamiflu" (Roche) - im
ganzen Land ausverkauft. Das Medikament ist in Österreich streng
rezeptpflichtig. Es kann derzeit nur auf Privatrezept verschrieben
werden. Nur wenn während einer Influenza-Welle im Winter das Institut
für Virologie in Wien das Vorliegen solcher Erkrankungen mitteilt,
wird das Medikament auch auf Kassenkosten zur Behandlung einer
Influenza verschreibbar. Das war bis jetzt gesichert nicht der Fall.
Um so mehr aber könnte die derzeitige Knappheit die Notwendigkeit
einer Bevorratung durch die öffentliche Hand für eine Pandemie
belegen, so Kabas.
Schon vor Wochen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der
Ausbreitung der Vogelgrippe gewarnt und die Länder zu raschen
Vorbereitungen gemahnt. Jetzt müssen der Bund durch einheitliche
Krisenpläne, sofern sie noch nicht getroffen wurden, und die Länder
umgehend Maßnahmen ergreifen, so Kabas.
Bürgermeister Häupl spielt die Hauptrolle im Tierseuchengesetz. Er
hat sofort, daß heißt ohne ein besonderes Verfahren durchzuführen,
Maßnahmen zur Verhinderung einer Verbreitung der Seuche zu treffen.
Dazu gehören Betriebssperren, Verkehrsverbote oder gar die
Einschränkung der persönlichen Freiheit. Der Bürgermeister muß sofort
die Einsetzung einer Seuchenkommission veranlassen, die die Art der
Ausbreitung und die Entstehungsursachen der Seuche erhebt und
entsprechende Maßnahmen anordnet und einleitet, so Kabas
abschließend. (Schluß) jen
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
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Tel.: (01) 4000 / 81 798
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