• 13.10.2005, 12:39:06
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Bartenstein: Neue Unternehmen schaffen Arbeitsplätze

Regierung will am 20.10. mit einem "Gründertag" zum Schritt in die Selbstständigkeit motivieren

Wien (BMWA-OTS) - "Jedes neu gegründete Unternehmen schafft im
Durchschnitt zwei Arbeitsplätze. Für heuer erwarten wir über 31.000
Neugründungen, die somit über 60.000 Arbeitsplätze schaffen werden".
Das sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein
heute anlässlich der Präsentation des Gründertages bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser in
den Räumen der austria wirtschaftsservice Ges.m.b.H. (aws).

Im Rahmen des Gründertages werden am 20.10. von 09.00 bis 19.00
Uhr erstmals sämtliche Beratungs- und Förderstellen von Finanz- und
Wirtschaftsministerium, aws, Wirtschaftskammer, Österreichische
Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) an insgesamt 34
Beratungsstellen gleichzeitig in ganz Österreich zur Verfügung
stehen. Das Motto lautet: "Unternehmen Sie was!"

Der Gründertag, so Bartenstein, soll teilweise bestehende
Informationslücken schließen und noch mehr Menschen motivieren, den
Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. An den Beratungsstellen
werde es ein "Komplettservice aus einer Hand" mit Experten aus allen
beteiligten Institutionen geben. Ziel sei es, die Anzahl der
Firmengründungen weiter zu steigern. In den letzten zehn Jahren habe
sich die Zahl der Gründungen schon mehr als verdoppelt (von rund
14.000 im Jahr 1995 auf knapp 30.000 im Vorjahr, für 2005
prognostiziert die Wirtschaftskammer rund 31.000 Neugründungen),
immer noch liege aber die Selbstständigenquote in Österreich mit
einem Wert von 8% unter dem EU-Durchschnitt von 12%.

Neuordnung der Förderlandschaft

Bartenstein nannte die Neuordnung der Förderlandschaft - "Es wurde
zusammengeführt, was zusammengehört" - als eines der wichtigen
Elemente für Neugründungen: Für KMU sei die aws der wichtigste
Ansprechpartner, für Tourismusbetriebe die ÖHT, für den Bereich
Forschung und Entwicklung die FFG. Die Junge Wirtschaft der WKÖ biete
mit dem Programm "Junge Wirtschaft" ein Businessportal im Internet
und eine Nachfolgebörse. Insgesamt habe es in den Jahren 2002 bis
2004 rund 7.000 Gründungsprojekte mit Bundesförderung gegeben, mit
einem Projektvolumen von rund 700 Millionen Euro und einem
Fördervolumen von rund 200 Millionen Euro.

Bartenstein verwies auch auf das erfolgreiche
Unternehmensgründungsprogramm des Arbeitsmarktservice. Jedes Jahr
betreue das AMS rund 5.000 Arbeit suchende Personen, rund 4.000 davon
gründen dann tatsächlich ein Unternehmen. Insgesamt erfolgen 13 - 14%
aller Unternehmensgründungen in Österreich über dieses Programm.

Reformen sollen administrative Hürden beseitigen und Kosten
reduzieren

Die Bundesregierung wolle den Schritt in die Selbstständigkeit
noch weiter erleichtern, setzte Bartenstein fort. Mit der jüngsten
Gewerbereform sei bereits die Bürokratie abgebaut und der Zugang zu
bestimmten Berufen erleichtert worden. Die Bezirkshauptmannschaften
seien zu zentralen Anlaufstellen für alle Behördenkontakte geworden,
außerdem werde mit Hochdruck an der flächendeckenden elektronischen
Gewerbeanmeldung gearbeitet.
Die Befreiung von Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben und
Gerichtsgebühren, ein reduzierter Kammer- und
Krankenversicherungsbeitrag reduzieren die Kosten einer
Betriebsgründung.
Die Reduzierung der Körperschaftssteuer bzw. der Steuer auf nicht
entnommene Gewinne, die neue Gruppenbesteuerung, die Streichung der
dreizehnten Umsatzsteuer-Vorauszahlung und Forschungsfreibeträge
steigern die Attraktivität, in Österreich ein Unternehmen zu gründen.

Nähere Informationen zum Gründertag finden Sie unter
www.bmwa.gv.at oder www.awsg.at/gruendertag

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: DI Holger Fürst, Tel: (++43-1) 71100-5193
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
mailto:[email protected]
http://www.bmwa.gv.at

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