- 13.10.2005, 12:16:19
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Niederwieser: SN-Bericht zum Uni-Zugang weiterer Beleg für Gehrers Ignoranz
Wichtige Studie zum Uni-Zugang wurde schubladisiert - Uni-Chaos wäre vermeidbar gewesen
Wien (SK) - Kritik an der "Ignoranz" Bildungsministerin Gehrers
übt SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser: "Ob bei PISA oder beim
Uni-Zugang: Gehrer hat es sich zur Regel gemacht, die Warnungen und
Vorschläge von eigenen Experten einfach zu ignorieren bzw. kritische
Experten zu diskreditieren." Jüngstes Beispiel ist der heutige
Bericht der "Salzburger Nachrichten", wonach die juristische Studie
zum Uni-Zugang, die das Ministerium selbst in Auftrag gegeben hat,
ohne Reaktion in der Schublade verschwunden ist. Gehrers eigene
Berater hatten darin schon im Frühjahr dargelegt, wie das heurige
Uni-Chaos hätte vermieden werden können. "Die Studie wurde von Gehrer
monatelang ignoriert, das Chaos ist so eingetreten, wie die
Studienautoren gewarnt haben - die Zeche zahlen die österreichischen
Studierenden", so Niederwieser. ****
SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser: "Wie schon bei der
Zukunftskommission, die Gehrer ja selber eingesetzt hat und deren
Vorschläge sie jetzt ignoriert bzw. deren Leiter Günther Haider sogar
persönlich diskreditiert, hat die Ministerin auch beim Uni-Zugang
alle Warnungen und Vorschläge ihrer eigenen Experten in den Wind
geschlagen. Das sommerliche Uni-Chaos wäre jedenfalls vermeidbar
gewesen." Gehrer habe aber alle Expertisen beiseite geschoben, um
Zulassungsbeschränkungen und Numerus clausus einführen zu können.
Das Bildungsministerium hatte schon im Frühjahr bei zwei
prominenten Juristen ein Gutachten zum Hochschulzugang bestellt, das
"ohne Reaktion beseitige" gelegt wurde. In dem Gutachten wurde schon
im Frühjahr massiv davor gewarnt, die Zulassung in die Autonomie der
Universitäten zu geben. Und es wurde vor "Hüftschüssen gewarnt, die
mehr kaputt machen als sie bringen", wird der Studienautor Christian
Brünner, ehemaliger Wissenschaftssprecher der ÖVP, zitiert. Die
Studienautoren machten in ihrem Gutachten auch einen Vorschlag, wie
auf das EuGH-Urteil zu reagieren sei. Das Gutachten verschwand in den
Schubladen von Gehrers Ministerium, Studienautor Brünner fühlt sich
durch die Ereignisse des Sommers "leider bestätigt". (Schluss) ah
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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