• 13.10.2005, 12:04:38
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"Nachbar in Not - Erdbeben in Südasien": Die Hilfe aus Österreich ist angelaufen

Österreichische Katastrophenhelfer im Erdbebengebiet - Erste Hilfslieferungen unterwegs

Wien (OTS) - Die Nothilfemaßnahmen von "Nachbar in Not" laufen auf
Hochtouren - zum einen in Zusammenarbeit mit den lokalen Netzwerken
der "Nachbar in Not"-Trägerorganisationen, zum anderen sind auch
österreichische Katastrophenhelfer bereits im Krisengebiet im
Einsatz.
Die beiden Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl und Silke
Ruprechtsberger waren gestern, Mittwoch, den 12. Oktober 2005, bei
der Abfertigung eines ersten Hilfstransports von Islamabad nach
Muzaffarabad mit dabei. Der Transport ist beladen mit Lebensmitteln
wie Reis, Öl, Babynahrung sowie Decken für 700 Menschen. Die
Soforthilfeverteilung über die lokale Caritas hat bereits begonnen.
Auch wurde in Zusammenarbeit mit der deutschen Lepra-Ärztin Dr. Ruth
Pfau und ihrem Hilfswerk, deren langjähriger Partner die Caritas ist,
ein erstes Versorgungscamp mit medizinischer Notversorgung eröffnet.
Die 37 nach dem Beben noch bestehenden Leprastationen werden derzeit
in Nothilfezentren umfunktioniert. Hierfür wird bereits - auch mit
Hilfe der Spenden aus "Nachbar in Not" - eingekauft und Logistik
organisiert. Über die Nothilfezentren von Dr. Ruth Pfau sollen in den
nächsten Wochen 3.000 Familien mit Zelten, Decken und Lebensmitteln
für ein halbes Jahr versorgt werden. Weiters wird die Caritas
Pakistan bei der Nothilfeversorgung unterstützt. Gemeinsam mit dem
internationalen Caritas-Netzwerk und auch den Spenden aus Österreich
baut die Caritas Pakistan die Nothilfeversorgung für 10.000 Familien
auf.

Den Überlebenden über den Winter helfen

"Wir müssen den Menschen, die das Beben überlebt haben, jetzt das
weitere Überleben sichern", sagt Caritas-Katastrophenhelferin Silke
Ruprechtsperger. "Vor allen Dingen in den Bergen sinken die
Temperaturen in der Nacht jetzt bereits bis auf null Grad. Gefährdet
sind daher besonders Kinder und ältere Menschen. Neben der Gefahr des
Ausbruchs von Seuchen - vor allem in jenen Gebieten, die bisher noch
überhaupt nicht erreicht wurden und daher ohne sauberes Wasser sind -
rechnen wir auch mit einem Anstieg der Fälle von Lungenentzündungen",
so Ruprechtsberger. "Außerdem braucht es derzeit in den gebirgigen
Regionen viele freiwillige Helfer, die die Hilfslieferungen zu Fuß zu
den Betroffenen bringen müssen."

Seitens des Österreichischen Roten Kreuzes sind bereits 300 Zelte -
das entspricht einem Kleindorf, in dem 1.500 Personen untergebracht
werden können - in Karatschi eingekauft worden. Diese werden nun über
das Rotkreuz-Netzwerk an die Betroffenen geliefert. Werner Kerschbaum
vom Roten Kreuz appelliert an alle Österreicherinnen und
Österreicher: "Für die Helfer von 'Nachbar in Not' kommen jetzt
Herausforderungen, die wir nur mit Ihrer Unterstützung bewältigen
können!"

So zum Beispiel helfen die Spenden aus Österreich:

20 Euro: ein Lebensmittelpaket (Grundnahrungsmittel) für eine Familie
(fünf Personen) für eine Woche
50 Euro: ein Wärmepaket (Decken, Matratzen, warme Kleidung) für eine
Familie (fünf Personen)
200 Euro: ein Familienzelt mit einem Kerosinofen und Heizmaterial

Auch die Auslandshilfe der Diakonie Österreich organisiert bereits in
Zusammenarbeit mit dem CWS (Church World Service) aus dem Netzwerk
der protestantischen Hilfsorganisationen Diakonie-ACT für "Nachbar in
Not" erste Hilfslieferungen. Diese ersten Transporte liefern
Lebensmittelpakete in die Regionen Manshera und Murree. In beiden
Orten verfügt CWS über intakte Verteilungsstrukturen. Derzeit wird
das Team von CWS in Pakistan von Robert Lehrenfeld, dem
Nothilfekoordinator der Diakonie Katastrophenhilfe, unterstützt.
Weitere Aktivitäten der Diakonie betreffen die medizinische
Versorgung der betroffenen Bevölkerung sowie die Verteilung von
Plastikplanen, Decken und Zelten, um zumindest eine rudimentäre
Unterkunft für die obdachlos gewordenen Menschen zu gewährleisten.

Auch "Nachbar in Not"-Partner Care arbeitet eng mit seinen lokalen
Partnern in Pakistan und Indien zusammen. Der Nothilfekoordinator von
Care International, Carsten Völz, ist in der Katastrophenregion. In
Pakistan arbeitet Care primär in Manshera und Muzaffarabad, wo
bereits Lastwagen mit Generatoren, Zelten, Shawls (pakistanische
Umhänge) sowie Plastikplanen beladen werden.

"ZiB"-Reporter Jörg Winter berichtet seit Tagen aus dem Krisengebiet
und auch über das Anlaufen erster Hilfsmaßnahmen. Wolfgang Böhmer von
Hitradio Ö3 ist heute eingetroffen und liefert Live-Berichte aus der
Bebenregion. Der ORF unterstützt die Aktion "Nachbar in Not -
Erdbeben in Südasien" in all seinen Medien und bittet in TV- und
Radiospots um Spenden auf das PSK-Konto 91 30 1000.

Spendenmöglichkeiten:
PSK 91 30 1000 (PSK 60 000) - Erlagscheine in allen Postämtern
Oder online
http://nachbarinnot.ORF.at
Infos
Teletext Seite 681

Rückfragehinweis:
ORF - Humanitarian Broadcasting
Christine Kaiser
Tel.: +43 (0)1/87878 - DW 12422
http://nachbarinnot.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

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