- 12.10.2005, 13:50:36
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Med Austron: Ausschreibung gestartet - BILD

Wien (OTS) - MedAustron geht in die heiße Phase. Internationale
Forschungsteams wollen Projekte am Standort Wiener Neustadt umsetzen.
Aus Anlass des Ausschreibungsbeginns im Oktober informierte sich
Bildungsministerin Gehrer vor Ort vom Stand des Projekts.
Im Rahmen des Niederösterreich-Tages der Österreichischen
Bundesregierung war BM Elisabeth Gehrer in der Fotec in Wiener
Neustadt zu Gast. Sie überzeugte sich vor Ort von den aktuellen
Entwicklungen bezüglich MedAustron und besprach mit Projektleitung
und Wissenschaftern das Thema.
Das Österreichische Krebsforschungs- und Therapiezentrum
MedAustron nimmt immer konkretere Formen an. Die EU-weite
Ausschreibungsphase hat bereits begonnen, die diesbezüglichen
Unterlagen wurden an die entsprechenden Stellen nach Brüssel
weitergeleitet.
Nahziel ist es nun, einen privatwirtschaftlichen Investor zur
Umsetzung des Projekts zu gewinnen. Im Oktober 2005 wurde die
EU-weite Ausschreibung gestartet, das diesbezügliche Verfahren
eingeleitet. Bereits 2006 soll die Vergabe erfolgen und der
Spatenstich als offizieller Startschuss vorgenommen werden. Die
Inbetriebnahme des Zentrums ist für 2009 angesetzt.
Die Gesamtinvestitionskosten des Projekts MedAustron werden mit
116,6 Mio. Euro veranschlagt. Davon bringt ein Investorenkonsortium
70 Mio. Euro, der Bund 41 Mio. Euro, Stadt und Land 5,6 Mio. Euro
auf. Darüber hinaus stellt die Stadt Wiener Neustadt ein Grundstück
in der Größe von 32.600 m2 bereit. Die laufenden Betriebskosten des
Forschungsbereiches werden vom Bund mit maximal 5,5 Mio. Euro pro
Jahr auf eine Laufzeit, die vorläufig auf 15 Jahre begrenzt ist,
anteilig finanziert. Der erste Patient soll 2009 behandelt werden.
Forscher-Symposium
Vor allem der Forschungsbereich durchläuft derzeit eine intensive
Phase der Ideenfindung konkreter Projekte am Standort Wiener
Neustadt. Auf Initiative des BMBWK organisierte
MedAustron-Projektleiter Prof. (FH) Univ.-Doz. DI Dr. Erich
Griesmayer kürzlich einen hochkarätig besetzten Workshop zu diesem
Thema. Rund 30 österreichische (so die medizinischen Universitäten
Wien, Innsbruck und Graz, die Universität Wien, die Technische
Universität Wien, die Akademie der Wissenschaften, die Ludwig
Bolzmann Gesellschaft, Christian Doppler Gesellschaft, FFG, etc.) und
internationale (CERN, ESA, Internationale Atomenergiebehörde, etc.)
Forschungsinstitutionen nahmen daran teil oder brachten konkrete
Beiträge ein. Der allgemeine Tenor: Sowohl in Österreich, als auch in
ganz Europa besteht eine enorme Nachfrage zur forschungstechnischen
Nutzung des Teilchenbeschleunigers MedAustron. Konkret geht es um die
Fachgebiete Krebsforschung, Mikrobiologie, Weltraum- und
Materialforschung. Hier soll in Wiener Neustadt - in Zusammenarbeit
mit dem privatwirtschaftlichen Investor für MedAustron - ein "Center
of Exellence", ein Forschungszentrum internationalen Zuschnitts
entstehen.
Prof. Griesmayer: "10 Jahre haben wir für MedAustron gekämpft, nun
wird auch die Umsetzung greifbar. Wir haben hier die Chance im
Forschungsbereich zur internationalen Spitze aufzuschließen, die
Marke MedAustron zu einem Welterfolg zu machen. Wie der Workshop
wieder bestätigt hat, stehen diesbezüglich alle Möglichkeiten offen."
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Rückfragehinweis:
Büro der Frau Bundesministerin Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Anita Kloiber Tel.: ++43-1/531 20-5021 Fax: ++43-1/533 77 97 mailto:[email protected] http://www.bmbwk.gv.at
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