LH-Stv. Erich Haider: Klares Zeichen für Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sowie gegen Intoleranz und Menschenverachtung

Erich Haider und Botschafter Wolfgang Petritsch verliehen INTER-KULTUR-PREIS 2005

Linz (OTS) - Der INTER-KULTUR-PREIS 2005 wird von der OÖ. Gesellschaft für Kulturpolitik der SPÖ OÖ. und der Volkshilfe Flüchtlingsbetreuung für das kulturelle, soziale und wissenschaftliche Engagement aus- und inländischer Menschen verliehen.

Landeshauptmann-Stv. Dipl.- Ing. Erich Haider und Jury-Vorsitzender Dr. Wolfgang Petritsch überreichten den Preis am Freitag, 7. Oktober im Rahmen von "FEST ohne GRENZEN" im Linzer Theater Phönix.

Erich Haider: "Gemeinsamkeit und sozialer Zusammenhalt sind die Schlüssel für eine positive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Der Interkulturpreis trägt dazu bei das Bewußtsein für diese wichtige Tatsache zu stärken. Es freut mich sehr, dass es dieses Jahr 55 Projekteinreichungen gab. Weiteres Ziel dieses Preises ist die Förderung von Arbeiten, Projekten und Konzeptionen, die Integration, Menschenrechte und soziale Sicherheit in den Vordergrund stellen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und zur öffentlichen Wahrnehmung leisten. Der INTER-KULTUR-PREIS versteht sich als Aufforderung zum Engagement gegen sozialen Zynismus und gesellschaftliche Ausgrenzung. Er will ein Zeichen setzen gegen Intoleranz und Menschenverachtung und versteht sich als Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft. Wir werben mit diesem Preis für unser soziales Modell des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Muts zur Gemeinsamkeit. Der neoliberale Gegenpol der allumfassenden Individualisierung nach dem Motto 'jeder ist in allen Lebensbereichen für sich selbst verantwortlich' ist ein gesellschaftspolitischer Irrweg".

Besonders erfreulich sei auch, dass mit Botschafter Wolfgang Petritsch eine Persönlichkeit für diese Veranstaltung gewonnen werden konnte, die wie kaum eine andere für eine der wichtigsten sicherheitspolitischen Stärken Österreichs steht, nämlich der aktiven Friedenspolitik.

Botschafter Wolfgang Petritsch unterstützte in seiner Festrede diese wichtigen Anliegen. "Aktive Friedenspolitik stärkt die Rolle Österreichs in der Welt. Was mit der Außenpolitik eines Bruno Kreisky begann, findet mit der heutigen Verleihung des Friedensnobelpreises an die in Wien beheimatete internationale Atomenergiebehörde mit ihrem Chef El Baradei weiter große Anerkennung. Österreich ist ein hervorragender Ort für den Dialog", nahm Petritsch auf die aktuellen Ereignisse Bezug.

Und weiter: "Preise wie der heute verliehene Interkulturpreis in Oberösterreich bringen zum Ausdruck, wie wichtig die Vielfalt der Kulturen für die Gesellschaft ist. Diese Vielfalt ist ein ausgezeichnetes Mittel zur Konfliktverhinderung," steht für Petritsch fest.

PreisträgerInnen des Inter-Kultur- Preises 2005

Verein Pangea (Linz)
Act.Against.Racism - Euro 2.500,-

Als interkulturelle Medienwerkstatt wird PANGEA von Jugendlichen diverser ethnischer Herkunft (über 35 Nationen) besucht, die täglich mit Diskriminierung, Rassismus und sozialer Benachteiligung zu kämpfen haben. Jugendliche bzw. Betroffene aus verschiedenen Kulturkreisen mit verschiedener Herkunft, treten gemeinsam gegen Rassismus und Vorurteile an die Öffentlichkeit um ein positives Zeichen zu setzen. Im Rahmen der Layout-Workshop-Reihe des Vereins PANGEA werden vier Plakate kreiert, die sich mit den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzen.

Verein SOHO in Ottakring (Wien)
Art in Migration - Die spektakuläre transkulturelle Kunstzeitschrift - Euro 2.000,-

Transkulturelle Kunstzeitschrift, die von KünstlerInnen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund gestaltet und verkauft wird. Das Magazin nimmt in inspirierender und frischer Weise die verschiedenen Einflüsse, die heutzutage die Kunstwelt formen, unter die Lupe. Das Magazin stellt eine Möglichkeit dar, über das für die Kunst typische A4 Format hinaus zu denken und mit Hilfe der Werke von konventionellen und unkonventionellen KünstlerInnen Demo-kratie und Arbeitsmodelle durch die Brille der Migration zu betrachten.

Simon Inou / Ossiri Ngnaore (Wien)
Arikanet - Erstes Internetportal für MitbürgerInnen afrikanischer Herkunft in Österreich.
http://www.afrikanet.info - Euro 2.500,-

Das Bild von AfrikanerInnen ist in den Medien geprägt von negativen Schlagzeilen. Afrikanet bemüht sich dieses Bild langfristig zu ändern. Im medialen Bereich ist die Bemühung um ausgewogene, gut recherchierte und nicht-diskriminierende Berichterstattung. Afrikanet ist eine Informationsplattform im Internet für/von AfrikanerInnen in den verschiedensten Rubri-ken wie Tagesnews, 2. Generation, Kultur,....

Frauensolidarität (Wien)
Zeitschrift Frauensolidarität - Euro 2.000,-

Die Zeitschrift Frauensolidarität erscheint seit 1982 vierteljährlich. Sie informiert über Frauenrechte, Frauenbewegungen und Frauenkultur in den Ländern des Südens und reflektiert das Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht. Sie trägt mit ihrer Arbeit zur Durchsetzung von Frauenrechten bei und engagiert sich für eine Welt frei von Sexismus und Rassismus. Als entwicklungspolitische Organisation steht sie im Dialog mit Frauenbewegungen aus dem Süden und stärkt durch Vernetzung das solidarische Handeln.

Besondere Anerkennung: (kein Preisträger)
Radio FRO GmbH (Linz) / Migration@Eu

Die Akzeptanz der Europäischen Union und der Entwicklung ihrer Politiken setzt die aktive Mitwirkung der Menschen, die in ihr leben, voraus. Dies erfordert vor allem Information sowohl über die offizielle Politik als auch über das Alltagsleben in der Union. Mit dem Projekt "Migration@EU" wird einerseits umfassende Information zum Themenkreis Migration / Asyl / Integration in der EU angestrebt. Gleichzeitig werden herrschende Politiken und Entwicklungen kritisch hinterfragt. Durch die Gegenüberstellung der Praxen in verschiedenen EU-Ländern bzw. den Beitrittskandidatenländern werden Richtlinien und Vorgaben von seiten der EU, die darauf abzielen, diese Regelungen zu vereinheitlichen, analysiert. Die Produzierten Radiosendungen werden über das Audioarchiv der Freien Radios Österreich, das Cultural Broadcasting Archive (CBA http://cba.fro.at ), den Freien Radios in Österreich und Deutschland zur Verfügung gestellt.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001