- 08.10.2005, 09:48:29
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LH-Stv. Erich Haider: Klares Zeichen für Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sowie gegen Intoleranz und Menschenverachtung
Erich Haider und Botschafter Wolfgang Petritsch verliehen INTER-KULTUR-PREIS 2005
Linz (OTS) - Der INTER-KULTUR-PREIS 2005 wird von der OÖ.
Gesellschaft für Kulturpolitik der SPÖ OÖ. und der Volkshilfe
Flüchtlingsbetreuung für das kulturelle, soziale und
wissenschaftliche Engagement aus- und inländischer Menschen
verliehen.
Landeshauptmann-Stv. Dipl.- Ing. Erich Haider und Jury-Vorsitzender
Dr. Wolfgang Petritsch überreichten den Preis am Freitag, 7. Oktober
im Rahmen von "FEST ohne GRENZEN" im Linzer Theater Phönix.
Erich Haider: "Gemeinsamkeit und sozialer Zusammenhalt sind die
Schlüssel für eine positive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.
Der Interkulturpreis trägt dazu bei das Bewußtsein für diese wichtige
Tatsache zu stärken. Es freut mich sehr, dass es dieses Jahr 55
Projekteinreichungen gab. Weiteres Ziel dieses Preises ist die
Förderung von Arbeiten, Projekten und Konzeptionen, die Integration,
Menschenrechte und soziale Sicherheit in den Vordergrund stellen, und
damit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und zur öffentlichen
Wahrnehmung leisten. Der INTER-KULTUR-PREIS versteht sich als
Aufforderung zum Engagement gegen sozialen Zynismus und
gesellschaftliche Ausgrenzung. Er will ein Zeichen setzen gegen
Intoleranz und Menschenverachtung und versteht sich als Beitrag zu
einer demokratischen Gesellschaft. Wir werben mit diesem Preis für
unser soziales Modell des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Muts
zur Gemeinsamkeit. Der neoliberale Gegenpol der allumfassenden
Individualisierung nach dem Motto 'jeder ist in allen Lebensbereichen
für sich selbst verantwortlich' ist ein gesellschaftspolitischer
Irrweg".
Besonders erfreulich sei auch, dass mit Botschafter Wolfgang
Petritsch eine Persönlichkeit für diese Veranstaltung gewonnen werden
konnte, die wie kaum eine andere für eine der wichtigsten
sicherheitspolitischen Stärken Österreichs steht, nämlich der aktiven
Friedenspolitik.
Botschafter Wolfgang Petritsch unterstützte in seiner Festrede diese
wichtigen Anliegen. "Aktive Friedenspolitik stärkt die Rolle
Österreichs in der Welt. Was mit der Außenpolitik eines Bruno Kreisky
begann, findet mit der heutigen Verleihung des Friedensnobelpreises
an die in Wien beheimatete internationale Atomenergiebehörde mit
ihrem Chef El Baradei weiter große Anerkennung. Österreich ist ein
hervorragender Ort für den Dialog", nahm Petritsch auf die aktuellen
Ereignisse Bezug.
Und weiter: "Preise wie der heute verliehene Interkulturpreis in
Oberösterreich bringen zum Ausdruck, wie wichtig die Vielfalt der
Kulturen für die Gesellschaft ist. Diese Vielfalt ist ein
ausgezeichnetes Mittel zur Konfliktverhinderung," steht für Petritsch
fest.
PreisträgerInnen des Inter-Kultur- Preises 2005
Verein Pangea (Linz)
Act.Against.Racism - Euro 2.500,-
Als interkulturelle Medienwerkstatt wird PANGEA von Jugendlichen
diverser ethnischer Herkunft (über 35 Nationen) besucht, die täglich
mit Diskriminierung, Rassismus und sozialer Benachteiligung zu
kämpfen haben. Jugendliche bzw. Betroffene aus verschiedenen
Kulturkreisen mit verschiedener Herkunft, treten gemeinsam gegen
Rassismus und Vorurteile an die Öffentlichkeit um ein positives
Zeichen zu setzen. Im Rahmen der Layout-Workshop-Reihe des Vereins
PANGEA werden vier Plakate kreiert, die sich mit den Themen
Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzen.
Verein SOHO in Ottakring (Wien)
Art in Migration - Die spektakuläre transkulturelle Kunstzeitschrift
- Euro 2.000,-
Transkulturelle Kunstzeitschrift, die von KünstlerInnen mit
Migrations- und Flüchtlingshintergrund gestaltet und verkauft wird.
Das Magazin nimmt in inspirierender und frischer Weise die
verschiedenen Einflüsse, die heutzutage die Kunstwelt formen, unter
die Lupe. Das Magazin stellt eine Möglichkeit dar, über das für die
Kunst typische A4 Format hinaus zu denken und mit Hilfe der Werke von
konventionellen und unkonventionellen KünstlerInnen Demo-kratie und
Arbeitsmodelle durch die Brille der Migration zu betrachten.
Simon Inou / Ossiri Ngnaore (Wien)
Arikanet - Erstes Internetportal für MitbürgerInnen afrikanischer
Herkunft in Österreich.
http://www.afrikanet.info - Euro 2.500,-
Das Bild von AfrikanerInnen ist in den Medien geprägt von negativen
Schlagzeilen. Afrikanet bemüht sich dieses Bild langfristig zu
ändern. Im medialen Bereich ist die Bemühung um ausgewogene, gut
recherchierte und nicht-diskriminierende Berichterstattung. Afrikanet
ist eine Informationsplattform im Internet für/von AfrikanerInnen in
den verschiedensten Rubri-ken wie Tagesnews, 2. Generation,
Kultur,....
Frauensolidarität (Wien)
Zeitschrift Frauensolidarität - Euro 2.000,-
Die Zeitschrift Frauensolidarität erscheint seit 1982
vierteljährlich. Sie informiert über Frauenrechte, Frauenbewegungen
und Frauenkultur in den Ländern des Südens und reflektiert das
Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht. Sie trägt mit ihrer
Arbeit zur Durchsetzung von Frauenrechten bei und engagiert sich für
eine Welt frei von Sexismus und Rassismus. Als entwicklungspolitische
Organisation steht sie im Dialog mit Frauenbewegungen aus dem Süden
und stärkt durch Vernetzung das solidarische Handeln.
Besondere Anerkennung: (kein Preisträger)
Radio FRO GmbH (Linz) / Migration@Eu
Die Akzeptanz der Europäischen Union und der Entwicklung ihrer
Politiken setzt die aktive Mitwirkung der Menschen, die in ihr leben,
voraus. Dies erfordert vor allem Information sowohl über die
offizielle Politik als auch über das Alltagsleben in der Union. Mit
dem Projekt "Migration@EU" wird einerseits umfassende Information zum
Themenkreis Migration / Asyl / Integration in der EU angestrebt.
Gleichzeitig werden herrschende Politiken und Entwicklungen kritisch
hinterfragt. Durch die Gegenüberstellung der Praxen in verschiedenen
EU-Ländern bzw. den Beitrittskandidatenländern werden Richtlinien und
Vorgaben von seiten der EU, die darauf abzielen, diese Regelungen zu
vereinheitlichen, analysiert. Die Produzierten Radiosendungen werden
über das Audioarchiv der Freien Radios Österreich, das Cultural
Broadcasting Archive (CBA http://cba.fro.at ), den Freien Radios in
Österreich und Deutschland zur Verfügung gestellt.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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