• 07.10.2005, 12:41:56
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Schnell: Werbung des Vereins Neustart ist ein Affront gegen die Opfer - Justizministerin muss Konsequenzen ziehen und ihren Rücktritt erklären

Skandalöse Werbekampagne des Justizministeriums

Salzburg, 07.10.2005 (fpd) - Die laufende Werbekampagne des
Vereins Neustart stelle einen Affront für die Opfer von Gewalttätern
dar. Der Verein hat erst kürzlich eine Kampagne gestartet, in der
Hilfe für die Täter beworben wird. "Die Hilfe brauchen die Opfer und
nicht die Täter. Die Opfer werden im Stich gelassen und der Täter
wird auf Händen getragen. Das kann es wohl nicht sein. Die Kampagne
muss unverzüglich eingestellt werden", forderte heute
FPÖ-Landesparteiobmann Karl Schnell. Ferner müsse auch
Justizministerin Gastinger Konsequenzen ziehen und zurücktreten.
Immerhin werde der Verein zu 85 Prozent vom Justizministerium
unterstützt.

"Wenn die Justizministerin den Verein einfach so gewähren lässt,
stellt sie ihre Position selbst in Frage", so Schnell. In Zeiten
steigender Kriminalität einen Verein zu unterstützen, der anscheinend
sein Ziel in der Unterstützung der Täter und nicht jener der Opfer
sieht, habe jegliche Daseinsberechtigung verloren. "Menschen, die
vergewaltigt, bestohlen oder niedergeschlagen werden, müssen geradezu
um jede Hilfe betteln und den Tätern wird problemlos geholfen. Das
ist wohl ein riesiger Skandal. Jeder mit einem normalen Hausverstand
wird mir zustimmen, dass dies ein Auswuchs einer dekadenten
Entwicklung ist", so der FPÖ-Landeschef.

Wenn Justizministerin Gastinger nicht die Notbremse ziehe, müssten es
eben andere tun und das wiederum könne geschehen, wenn sie für einen
Nachfolger Platz machen würde. "Anstatt den Verein Neustart zu
unterstützen, sollte die finanzielle Unterstützung jenen Vereinen
zukommen, die sich tatsächlich um die Opfer kümmern", so Schnell.
Sollten nicht Konsequenzen gezogen werden, dränge sich die Frage auf
ob wir noch in einem Rechtsstaat leben oder in einer Bananenrepublik.
Ein Verein, der Täterhilfe betreibt hat in unserer Gesellschaft
nichts zu suchen", unterstreicht Schnell abschließend.(Schluß)

Rückfragehinweis:
LPO Dr. Karl Schnell 0664/ 30 45 559

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