- 07.10.2005, 11:57:46
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Franz Morak: Gugginger Künstler - wichtiger Beitrag zur internationalen zeitgenössischen Kunstszene
Ausstellung im Sigmund Freud Museum "Meisterwerke aus Gugging" eröffnet
Wien (OTS) - "Die Gugginger Künstler gehören heute auf ihre Art zu
unserem Beitrag zur internationalen zeitgenössischen Kunst. Primarius
Leo Navratil hat mit seinem Engagement maßgeblich dazu beigetragen,
die Verstrickungen zwischen Psychiatrie und Kunst aufzulösen", so
Kunststaatssekretär Franz Morak, gestern Abend, anlässlich der
Eröffnung der Ausstellung "Meisterwerke aus Gugging" im Sigmund Freud
Museum in Wien.
Der Gugginger Psychiater habe erkannt, "dass die Zeichnungen seiner
Patienten auch einen künstlerischen Eigenwert haben. Seine Arbeit,
die Analyse der Werke der Künstler und seine darüber verfassten
Bücher wären am besten durch das Wort der Gleichberechtigung zu
charakterisieren. Im Alltag mag ein Mensch gehandicapt sein, aber das
diskreditiert ihn nicht in seinen künstlerischen Ausdrucksformen und
als Kreativen", so Morak, der darauf verwies, dass Galeristen wie
Otto Mauer diese Kunst eben als gleichberechtigt ausgestellt und
gesammelt und auch Arnulf Rainer, Gerhard Roth und André Heller sich
ebenfalls diesem Thema gewidmet haben. "So ist allmählich vom Haus
der Künstler in Gugging ein wichtiger Impuls ausgegangen. Nicht nur
heimische, sondern auch internationale Museen und Sammler haben sich
für die Arbeiten der Vertreter der so genannten "Art Brut"
interessiert", betonte der Staatssekretär.
"Ich danke dem Freud Museum für die Initiative, Werke der Gugginger
Künstler zu zeigen. Zweifellos besteht ein enger Zusammenhang
zwischen den bahnbrechenden Errungenschaften der Psychoanalyse in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der schöpferischen Tätigkeit
von Menschen, die mit dem Etikett der "Geisteskrankheit" abgestempelt
waren. Die Geschichte der Verwandlung diskreditierter Außenseiter in
Weltkünstler ist eine außerordentliche Entwicklung, die in dieser
Ausstellung einmal mehr eindrucksvoll gezeigt wird", so der
Staatssekretär abschließend.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Kunst und Medien
Mag. Katharina Stourzh
Tel.: (++43-1) 53115/2228
mailto:[email protected]
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