- 07.10.2005, 10:34:30
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ÖAMTC: Zweiter Roppener Tunnel weiterer Schritt zur Tunnelsicherheit
Europaweit 150 Tunnels auf Prüfstand
Wien (OTS) - "Wir müssen die Gegenverkehrstunnels aus dem
Autobahnnetz eliminieren", formuliert ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy
Matzke die dringlichste Forderung des Clubs in Sachen
Tunnelsicherheit. Im heutigen Spatenstich zum Bau der zweiten Röhre
des Roppener Tunnels im Zuge der Inntal Autobahn sieht Matzke seine
Arbeit bestätigt. Dabei geht es dem Verkehrsexperten nicht nur um die
lokale Entschärfung eines als besonders gefährlich ausgewiesenen
Autobahnabschnittes. Als Vorreiter in Sachen Tunnelsicherheit trägt
der ÖAMTC die Verantwortung zur Einhaltung von Tunnelrichtlinien in
ganz Europa. Die Ergebnisse des Eurotest-Programms konnten im April
präsentiert und die Empfehlungen in der Politik verankert werden . So
wurde der Baubeginn der zweiten Röhre des Roppener Tunnels mit der
Unterstützung von Verkehrsminister Hubert Gorbach und der Asfinag
vorgezogen.
Die generelle Forcierung des Tunnelbaus in Österreich wird vom
ÖAMTC überaus positiv aufgenommen. Neue Tunnels werden durch die
Clubinitiative nur noch mit zwei Röhren geplant - wie der
Lückenschluss auf der S 35, Brucker Schnellstraße, zwischen Bruck und
Graz. Der Bau einer zweiten Röhre für den Ganzsteintunnel auf der S
6, Semmering Schnellstraße, bei Mürzzuschlag wurde auf Grund des
schlechten Tunneltestergebnisses forciert. Der Stadttunnels
Bindermichl im Zuge der A 7, Mühlkreis Autobahn, in Linz steht mit
Einhaltung aller Sicherheitskriterien vor der Fertigstellung. "Für
die Verzögerung beim Bau der zweiten Röhre des Tauerntunnels habe ich
kein Verständnis", besteht Matzke auf die Bescheunigung des
Bauvorhabens auf der Tauern Autobahn. "Insbesondere weil man am
Katschbergtunnel sieht, dass es schneller geht. Der ist schon in zwei
Jahren fertig."
Sechs österreichische Tunnels sind 2006 Teil des
Eurotest-Programms. Europaweit werden bis zum Jahr 2007 150 Tunnels
geprüft. Kriterien der Tests bilden: Tunnelsystem, Beleuchtung und
Energieversorgung, Verkehr und Verkehrsüberwachung, Kommunikation,
Flucht- und Rettungswege, Brandschutz, Lüftung und Notfallmanagement.
In die Beurteilungen fließt außerdem das Risikopotenzial der Tunnels,
z.B. Verkehrsmenge und Lkw-Anteil, ein. Mit der Ergebnis-Datenbank
sind die Experten in der Lage, verlässliche Aussagen über die
Sicherheit in den wichtigsten europäischen Straßentunnels zu machen.
Das Programm wird von der Generaldirektion Verkehr der EU und der FIA
Foundation unterstützt.
SERVICE:
ÖAMTC-Tunneltest 2005: http://www.oeamtc.at/tests/tunnel/
(Schluss)
Alfred Obermayr
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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