ÖAMTC: Zweiter Roppener Tunnel weiterer Schritt zur Tunnelsicherheit

Europaweit 150 Tunnels auf Prüfstand

Wien (OTS) - "Wir müssen die Gegenverkehrstunnels aus dem Autobahnnetz eliminieren", formuliert ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke die dringlichste Forderung des Clubs in Sachen Tunnelsicherheit. Im heutigen Spatenstich zum Bau der zweiten Röhre des Roppener Tunnels im Zuge der Inntal Autobahn sieht Matzke seine Arbeit bestätigt. Dabei geht es dem Verkehrsexperten nicht nur um die lokale Entschärfung eines als besonders gefährlich ausgewiesenen Autobahnabschnittes. Als Vorreiter in Sachen Tunnelsicherheit trägt der ÖAMTC die Verantwortung zur Einhaltung von Tunnelrichtlinien in ganz Europa. Die Ergebnisse des Eurotest-Programms konnten im April präsentiert und die Empfehlungen in der Politik verankert werden . So wurde der Baubeginn der zweiten Röhre des Roppener Tunnels mit der Unterstützung von Verkehrsminister Hubert Gorbach und der Asfinag vorgezogen.

Die generelle Forcierung des Tunnelbaus in Österreich wird vom ÖAMTC überaus positiv aufgenommen. Neue Tunnels werden durch die Clubinitiative nur noch mit zwei Röhren geplant - wie der Lückenschluss auf der S 35, Brucker Schnellstraße, zwischen Bruck und Graz. Der Bau einer zweiten Röhre für den Ganzsteintunnel auf der S 6, Semmering Schnellstraße, bei Mürzzuschlag wurde auf Grund des schlechten Tunneltestergebnisses forciert. Der Stadttunnels Bindermichl im Zuge der A 7, Mühlkreis Autobahn, in Linz steht mit Einhaltung aller Sicherheitskriterien vor der Fertigstellung. "Für die Verzögerung beim Bau der zweiten Röhre des Tauerntunnels habe ich kein Verständnis", besteht Matzke auf die Bescheunigung des Bauvorhabens auf der Tauern Autobahn. "Insbesondere weil man am Katschbergtunnel sieht, dass es schneller geht. Der ist schon in zwei Jahren fertig."

Sechs österreichische Tunnels sind 2006 Teil des Eurotest-Programms. Europaweit werden bis zum Jahr 2007 150 Tunnels geprüft. Kriterien der Tests bilden: Tunnelsystem, Beleuchtung und Energieversorgung, Verkehr und Verkehrsüberwachung, Kommunikation, Flucht- und Rettungswege, Brandschutz, Lüftung und Notfallmanagement. In die Beurteilungen fließt außerdem das Risikopotenzial der Tunnels, z.B. Verkehrsmenge und Lkw-Anteil, ein. Mit der Ergebnis-Datenbank sind die Experten in der Lage, verlässliche Aussagen über die Sicherheit in den wichtigsten europäischen Straßentunnels zu machen. Das Programm wird von der Generaldirektion Verkehr der EU und der FIA Foundation unterstützt.

SERVICE:
ÖAMTC-Tunneltest 2005: http://www.oeamtc.at/tests/tunnel/

(Schluss)
Alfred Obermayr

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