- 06.10.2005, 15:03:35
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Häupl: Wir werden den Wienerwald für unsere Enkelkinder erhalten
Wiens Bürgermeister, Stadträtin Ulli Sima und Stadtrat Rudi Schicker bei Podiumsdiskussion zum Biosphärenpark Wienerwald
Wien (SPW) - "Der Biosphärenpark Wienerwald ist mehr als nur ein
Naturschutzgebiet, er ist auch ein Kulturschutzgebiet, konzipiert die
Wechselbeziehung Mensch - Natur, die den Wienerwald kennzeichnet, zu
erhalten", erklärte Wiens Bürgermeister Michael Häupl, heute,
Donnerstag zum Abschluss einer Podiumsdiskussion, die unter dem Titel
"Walk and Talk im Biosphärenpark Wienerwald", von den Naturfreunden
Österreich im Schutzhaus Rosental veranstaltet wurde. Anwesend waren
neben dem Bürgermeister, auch Wiens Stadtrat für Stadtentwicklung und
Verkehr, Rudi Schicker und die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima,
sowie mehrere Expertinnen und Experten. "Ich weiß aus eigener
Erfahrung, wie wichtig der Wienerwald ist. Für alle die in ihm leben,
genauso wie für alle die ihn als Naherholungsgebiet oder
landwirtschaftlich nutzen. Wir werden daher alles Notwendige dafür
tun, damit er auch für unsere Enkelkinder in seiner einzigartigen
Form und Vielfalt erhalten bleibt ", so der Bürgermeister weiter.****
Ulli Sima verwies zu Beginn ihrer Ausführungen auf den bereits
erreichten Erfolg, dass der Wienerwald nach nur zweieinhalb Jahren
intensiver Vorbereitung von der UNESCO international als
Biosphärenpark anerkannt wurde. "Diese Anerkennung ist eine
Auszeichnung für den Wienerwald. Sie zeigt, dass es gelungen ist,
ökonomische, ökologische und kulturelle Entwicklungen in Einklang zu
bringen und sie unterstreicht einmal mehr die Besonderheit Wiens, das
nun nicht nur als einzige Millionenstadt einen eigenen Nationalpark,
die Donauauen, sondern auch Teile des international anerkannten
Biosphärenpark Wienerwald innerhalb ihrer Stadtgrenzen hat. Wien ist
und bleibt eine Umweltmusterstadt mit einer ausgezeichneten
Lebensqualität", so die Stadträtin und verwies weiteres darauf, dass
durch den Biosphärenpark mehr Wald in Wien geschützt werde als
bisher, insgesamt 372 ha, und auf den verbesserten Schutz von
Sonderbiotopen durch die Einrichtung von Pflegezonen. Aber nicht nur
der Schutz sei beim Biosphärenpark wichtig, es gehe auch um die
richtige und nachhaltige Nutzung des Wienerwaldes. "Schützen und
Nutzen", so die Stadträtin, "ist mein Motto für den Biosphärenpark,
der viele Komponenten in sich vereint. Deswegen ist es ja so ein
spannendes und wichtiges Projekt: Es geht um nachhaltige
Landwirtschaft, genauso wie Erholung und Freizeit, ob in Form von
Wandern oder Mountainbiken." Ein besonderes Anliegen ist Sima aber
auch die Umweltbildung, und die neuen Chancen die sich hier durch den
Biosphärenpark ergeben. Schon bisher sei Wien bei Bildungsaktivitäten
für Kinder vorbildhaft. Diese Arbeit sei wichtig für die Zukunft, da
aus umweltbewussten Kindern die umweltbewussten Erwachsenen von
morgen werden. "Insgesamt erwarte ich mir von diesem Projekt, dass es
sich zu einer Modellregion weiter entwickelt", so Sima zum Abschluss
ihres Redebeitrages.
"Es gibt in keiner anderen europäischen Hauptstadt so viel
öffentliches Grün, wie in Wien mit seinen insgesamt 12.000 ha Wald-
und Wiesenfläche. Der Biosphärenpark unterstreicht eindrucksvoll, wie
in Wien nachhaltig in die Lebensqualität und den Umweltschutz
investiert wird", erklärte Stadtrat Rudi Schicker. Schicker gab aber
auch zu bedenken, dass es nicht immer leicht sei, verschiedene
Vorstellungen und Wünsche bei derartigen Projekten, wie dem
Biosphärenpark mit einander zu verbinden: "Eines ist klar, der
Wienerwald soll Erholung für alle bieten, für jene die dort leben,
aber auch für diejenigen die ihn als Naherholungsgebiet nutzen. Hier
gibt es verschiedene Interessen, die ausgeglichen werden müssen, und
wie die bisherige Erfahrung zeigt, auch zu einem für alle positiven
Ergebnis gebracht werden können. Weiters ist es auch besonders
wichtig, den öffentlichen Verkehr zu stärken und auszubauen, damit
man nicht notwendigerweise mit dem eigenen Auto in den Biosphärenpark
fahren muss. Schließlich ist es Ziel des Biosphärenpark, die Natur
nachhaltig zu schützen." (Schluss)gs
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-704
mailto:[email protected]
http://www.waehlenwirwien.at
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