- 06.10.2005, 14:18:24
- /
- OTS0205 OTW0205
"ensemble für städtebewohner" stellt Programm vor
Vierjahresförderung für 16 Freie Gruppen
Wien (OTS) - Neue Impulse für die Wiener Freie Szene zu initiieren
war eines der Ziele der Theaterreform der Stadt Wien, so
Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny am Donnerstag bei der
Programmpräsentation des "ensembles für städtebewohner" - der ersten
von insgesamt 16 Gruppen, die seitens der Stadt eine
Vierjahresförderung erhalten. Zehn dieser Gruppen erhalten erstmals
länger befristete Verträge. Die Dotation beträgt insgesamt 3,7
Millionen Euro jährlich. Weitere acht Gruppen, davon fünf erstmals,
erhalten Förderungen auf zwei Jahre, womit sich der Rahmenbetrag für
längerfristige Förderungen auf 4,4 Millionen Euro im Jahr erhöht. Das
"ensemble für städtebewohner", eine international zusammengesetzte
Gruppe, wird von der Stadt mit 275.000 Euro jährlich dotiert. Der
künstlerische Direktor Christoph Coburger sieht darin einen adäquaten
finanziellen Rahmen für die Arbeit der Gruppe, generell sei in Wien
der künstlerische Freiraum für Theatergruppen zu 100 Prozent
gewährleistet.****
Suche nach "Betrachtungslücken"
Die Suche nach "Betrachtungslücken", politisch,
gesellschaftlich, privat gab Coburger als Richtlinie der Programmatik
der Gruppe an. Wiedererkennbarkeit, laute Statements, "Logos" sollen
vermieden werden. Quer durch alle Sparten will sich die Gruppe mit
Musik, Theater, Oper etc. beschäftigen. So gibt es in der ersten
Saison auch ein Auftaktkonzert mit einem Programm von Barock bis
Ligeti am 23. Oktober im dietheater und ein Programm "Schöne Lieder"
von Charles Ives mit dem Ensemble für neue Musik Zürich im
Jugendstiltheater am 18. Dezember, beides unter Beteiligung bzw
Leitung des musikalischen Leiters der gruppe, Sebastian Gottschick.
Als erste "Opera mono", die jährlich geplant sind, bringt die Gruppe
am 29. Oktober im dietheater "Herr K und Frau N" von Christoph
Coburger nach einer Geschichte des russischen Autors Alexandr
Vvedenskij als Uraufführung heraus. Das Beziehungsdrama wird von
einer realen Bühnenfigur, der Frau, dargestellt, ihr Widerpart ist in
filmischer Darstellung präsent. "Switch Echo" von Adriano Shaplin
kommt am 9. Dezember im WUK zur deutschsprachigen Uraufführung.
Übersetzer und Regisseur Alexander Leiffheidt überträgt das im New
York des Jahres 1919 spielende Stück um die für die Menschen oft
destruktive Kraft des Forschritts am Beispiel der Automatisierung der
Telefonie in das Wien dieser Zeit. Im Jugendstiltheater erlebt
"Puppen" von Franzobel am 16. Dezember seine österreichische
Erstaufführung - eine freie Assoziation zum Thema Puppen, rund um
eine dominante Spielorgel choreografiert. Das "ensemble für
städtebewohner" ist in diesem Fall Koproduzent vom theateramneumarkt
in Zürich. In Zusammenarbeit mit dem Klangforum Wien bringt die
Gruppe schließlich Ende Februar 2006 die Kammeroper "idiot" von
Johannes Harneit nach Texten von Konrad Bayer im Schauspielhaus
heraus. Bayers verbale Gewalt wird dabei von Harneit in der 1987
geschriebene Oper in adäquate Musik übertragen.
rk-Fotoservice: www.wien.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) gab
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ ensemble für städtebewohner Martina Grillhofer Tel.: 0676 - 34 92 31 mailto:[email protected] Dr. Martin Gabriel Tel.: 4000/81 842 mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK






