- 06.10.2005, 09:36:53
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VP-Korosec: SPÖ-Stadtregierung muss Pflegepersonal endlich entlasten
Brauner muss sicherstellen, dass tatsächlich ausreichend Personal vor Ort ist
Wien (VP-Klub) - "Erst unter massivem Druck der
Oppositionsparteien hat sich die Wiener SP-Alleinregierung zu bewegen
begonnen und erste kleine Schrittchen zur Verbesserung der Situation
im Pflegebereich gesetzt. Von der Theorie zur Umsetzung in der Praxis
scheint es aber noch ein langer Weg zu sein. Mit dem Ausmalen von
Zimmern in Pflegeheimen und dem Austausch von Nachtkästchen wird es
ja wohl nicht getan sein", kommentiert die Gesundheits- und
Sozialsprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, zum wiederholten
Male die Schwerfälligkeit der roten Stadtregierung.
Nachdem auf Bundesebene ein Heimaufenthaltsgesetz beschlossen wurde,
das vor allem auch die Rechte der PflegeheimbewohnerInnern
sicherstellt, hat Wien das längst überfällige Wiener Wohn- und
Pflegeheimgesetz verabschiedet. Dies regelt unter anderem auch die
Personalausstattung und fordert eine von der Pflegestufe abhängige
Personal-Mindestausstattung.
Berufsfremde Tätigkeiten sind nicht Aufgabe von Pflegerinnen
und Pflegern
"Aber was nützen alle diese rechtlichen Bestimmungen, wenn die
zuständige SP-Stadträtin Brauner zu wenig unternimmt, um den
Personalstand wenigstens den Mindestanforderungen anzupassen. Der
tatsächliche Personalstand muss dem theoretisch notwendigen und
gesetzlich festgeschriebenen auch entsprechen", kritisiert Korosec
die mangelnde Umsetzung der von Brauner selbst gesetzten
Rahmenbedingungen. "Zudem müssen die Pflegebediensteten zu ihrem
eigenen und zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner endlich von
berufsfremden Tätigkeiten entlastet werden", fordert Korosec.
"Der letzte tödliche Unfall einer Bewohnerin rückte Lainz wieder in
den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Öffentlichkeit
registriert nur die ’Skandale’, aber kaum jemand die Strukturmängel,
die sich dahinter verbergen. Die MitarbeiterInnen in Geriatriezentren
stehen durch die permanente Beanspruchung durch die BewohnerInnen
sehr unter Stress und die Stadträtin unternimmt zu wenig, um das
Personal zu entlasten", meint Korosec.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
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