- 05.10.2005, 12:17:15
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Ein (neuer) Ort für Frauen: Das FrauenWohnZentrum Springergasse
Wien (OTS) - "Oberstes Ziel des Frauenwohnzentrums ist es,
wohnungslosen Frauen Schutzräume zum Wohnen anzubieten und ein
Angebot bereitzustellen, das ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen
entspricht. Dadurch wollen wir verhindern, dass sich deren psychische
und physische Situation verschlimmert. Zugleich können die Frauen
erste Schritte zur Verbesserung ihrer Situation setzen", so
Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner und
Caritasdirektor Dr. Michael Landau im Rahmen des heutigen
Pressegespräches zum neuen FrauenWohnZentrum der Caritas der
Erzdiözese Wien.
"Die Stadt Wien hat sich auch in der Wohnungslosenhilfe zum Ziel
gesetzt, dass jede und jeder die individuelle Unterstützung bekommt,
die sie oder er braucht. Mit diesem neuartigen Wohnprojekt für Frauen
in Wohnungsnot helfen wir gezielt, den weiteren sozialen Abstieg zu
vermeiden und den Teufelskreis der Wohnungslosigkeit zu
durchbrechen", so Brauner weiter.
Das Angebot des FrauenWohnZentrums
Der Fonds Soziales Wien (FSW) und die Caritas der Erzdiözese
Wien stellen ab November 2005 im neuen FrauenWohnZentrum in der
Springergasse im 2. Bezirk ein spezielles Angebot für wohnungslose
Frauen zur Verfügung. Die Stadt Wien finanziert die Sanierung des
Objekts in der Springergasse und den laufenden Betrieb der
Wohneinrichtung.
Das FrauenWohnzentrum bietet auf vier Stockwerken insgesamt 32
Wohnplätze. Ein Teil davon ist für Frauen in akuter Wohnungsnot und
bietet kurzfristig ein Dach über dem Kopf. Diese Plätze werden
"niederschwellig" angeboten, d.h. dass die Frauen keine
Betreuungsvereinbarung eingehen und auch keiner sozialarbeiterischen
Betreuung zustimmen müssen. Die restlichen Wohnplätze bieten eine
längerfristige Wohnplatzsicherung und sind für Frauen, für die völlig
selbstständiges Wohnen im Augenblick nicht möglich ist und die
sozialarbeiterische Hilfestellung und Begleitung bewusst annehmen.
Darüber hinaus wird das bestehende FrauenWohnzimmer in die
Springergasse übersiedeln und dort für bis zu 80 Frauen weiterhin als
Tageszentrum zur Verfügung stehen. Die Liegen des Tageszentrums
können Frauen in der Nacht als Notquartiere nutzen.
Bei der Rezeption finden die Aufnahmen ins Haus (und in das
Notquartier) statt, die BewohnerInnen bekommen alle notwendigen
Informationen und natürlich auch sofortige Unterstützung durch eine
zuständige Betreuerin oder Sozialarbeiterin. Die Rezeption ist von 0
bis 24 Uhr besetzt.
Stärkung der Selbsthilfekräfte der Frauen
"Das Angebot des FrauenWohnZentrums ist so gestaltet, dass die
Frauen ihre eigenen Potentiale erkennen und nutzen können, um daraus
Mut und Zuversicht für eine unabhängige Lebensgestaltung zu bekommen.
Dazu ist es notwendig den Frauen Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten
zu bieten, und sie möglichst individuell zu unterstützen", sagt
Caritas-Direktor Landau. Einzelzimmer sorgen für diese
Rückzugsmöglichkeiten. Die Mitarbeiterinnen des FrauenWohnZentrums
stehen auf Wunsch für Gespräche zur Verfügung.
Kooperation und Vernetzung
Das FrauenWohnZentrum kooperiert mit Einrichtungen und
Institutionen innerhalb und außerhalb der Wohnungslosenhilfe. Durch
die Vernetzung und enge Kooperation mit anderen Beratungsstellen und
Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe für Frauen wird eine optimale
Vermittlung an andere Hilfsangebote sichergestellt. Zuweisende
Einrichtungen für die Wohnplätze sind die niederschwelligen
Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe (die beiden
Caritas-Einrichtungen Gruft und FrauenWohnzimmer, sowie das
Tageszentrum Josefstädterstraße) und das Wiener Service für
Wohnungslose P7. Auch aus den Notquartieren vom Haus Gänsbachergasse
und Caritas-Haus Miriam können Frauen aufgenommen werden.
Um die Bewohnerinnen des FrauenWohnZentrums bei Bedarf in anderen
adäquaten Wohnangeboten unterzubringen, wird mit dem Fachbereich
"Betreutes Wohnen" im FSW zusammen gearbeitet. (Schluss) hir
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Mag.a Doris Becker Pressesprecherin der Caritas Erzdiözese Wien Tel.: 01/878 12-221 Handy: 0664/848 26 18 mailto:[email protected] Mag. Stefan Hirsch Mediensprecher Stadträtin Mag.a Renate Brauner Tel.: 4000/81231 Handy: 0664/431 10 13 mailto:[email protected]
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