Seeber: Regionalpolitik ist Genialpolitik!

Jeder EU-Bürger soll von EU-Regionalpolitik profitieren

Strassburg, 28. September 2005 (ÖVP-PD) "Wir brauchen eine rasche und realistische Einigung bei der Finanziellen Vorausschau. Es kann nicht ein Europa mit immer mehr Regionen und immer weniger Geld geben. Besonderes Augenmerk gebührt dabei den Regionen mit Benachteiligungen, wie den ländlichen Gebieten und den Berggebieten. Für diese müssen wir geeignete Indikatoren erarbeiten, die die konkreten Benachteiligungen besser abbilden. Die bisherigen Modelle und Berechnungsmethoden wie beispielsweise das BIP pro Kopf sind in dieser Hinsicht unzureichend", kritisiert der ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber nach der Abstimmung zur Rolle des territorialen Zusammenhalts bei der regionalen Entwicklung im Europäischen Parlament in Strassburg. ****

Der Bericht an sich enthält die wichtigen Forderungen des Ausbaus der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion um den Faktor des territorialen Zusammenhalts. Jeder EU-Bürger soll auf möglichst optimierte staatliche und politische Grundlagen zurückgreifen und sein Leben erfolgreich gestalten können. "Der EU kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Sie muss zum einen den Rahmen für eine ausgewogene wirtschaftliche, soziale und territoriale Entwicklung des gesamten Gemeinschaftsgebietes schaffen, zum anderen sind die Sektor-Politiken der EU um diese territoriale Komponente zu ergänzen. Nur so kann der europäische Mehrwert erhöht werden. Außerdem ist die Vielfalt der Gemeinschaft zu fördern und auch die spezifischen Interessen, Stärken und Schwächen der verschiedenen Gebiete sind im Sinne einer polyzentrischen Regionalpolitik zu unterstützen", so Seeber weiter.

"Durch einen gesamthaften Ansatz der EU-Politik, verstärkt durch die territoriale Komponente und unter Wahrung der Subsidiarität, wird die Union somit eine echte Union aller Bürger. Wir müssen aber auch verstärkt auf die Einfachheit und Praktikabilität der Gemeinschaftspolitik Wert legen, wenn ihre wirkungsvolle Umsetzung und Anwendung in allen Regionen der EU gewährleistet sein soll. Der Grundsatz: Weniger ist mehr trifft hier im Besonderen zu", so Seeber abschließend.

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