RÜBENBAUERN fordern: Österreichischen Zucker für österreichische Ministerien

Wien (OTS) - Entrüstung unter Österreichs Rübenbauern wegen der Entscheidung von Außenministerin Ursula Plassnik, in den Ministerien ausschließlich ausländischen Zucker einzusetzen. RÜBENBAUERN-Präsident Ernst Karpfinger fordert die Außenministerin auf, den Plan aufzugeben, der eine Diskriminierung der österreichischen Bauern bedeutet.

Zu einem Sturm der Entrüstung unter Österreichs Rübenbauern hat die Aussage von Außenministerin Ursula Plassnik geführt, dass alle Ministerien auf ausländischen Zucker umgestellt werden sollen. Der Präsident der RÜBENBAUERN, Ernst Karpfinger sieht in dieser Entscheidung einen Schlag gegen die österreichischen Bauern just zu einem Zeitpunkt, wo sie durch überzogene Liberalisierungsbeschlüsse der Europäischen Union ohnehin in großer Bedrängnis sind.

"Jetzt zu sagen, man wolle auf ausländischen fair gehandelten Rohrzucker umsteigen, geht völlig an der Tatsache vorbei, dass die österreichischen Rübenbauern immer schon fair arbeiten, produzieren und handeln," so Karpfinger, "und hilft mit, die Existenzbasis der heimischen Bauern weiter zu unterhöhlen."

Die RÜBENBAUERN haben seit zwei Jahren eine Kooperation mit "Fairtrade," um zu einem gerechten Miteinander von österreichischem Zucker und solchem aus fairer Produktion aus den Ländern des Südens zu kommen. Das könne aber nicht bedeuten, dass die österreichischen Bauern völlig auf den Rübenanbau verzichteten.
Die Entscheidung für Rohrzucker aus weit entfernten Ländern sei auch ein ökologisches Problem, so Karpfinger, weil damit lange Transportwege mit entsprechender Umweltbelastung entstehen, während der österreichische Zucker vor Ort vorhanden ist.

Ernst Karpfinger fordert Außenministerin Ursula Plassnik auf, die Entscheidung zurückzuziehen, ausschließlich ausländischen Zucker in den österreichischen Ministerien einzuführen. "Setzen wir uns gemeinsam an einen Tisch und besprechen wir, wie wir sicherstellen können, dass die österreichischen Ministerien dem Konzept >schwarz-weiß< folgen, nämlich der Verwendung von fair gehandelten Kaffee aus den Ländern des Südens und fair produzierten Zucker aus Österreich."

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