Hör mal wer da heimwerkt!

Hämmern, Sägen, Hobeln und Basteln bleiben nicht immer unfallfrei. Das Institut Sicher Leben erwartet allein für den Oktober 3.600 verletzte Heimwerker.

Wien (OTS) - Der Herbst ist da und der Winter lässt auch nicht
mehr allzu lang auf sich warten. Da ist es höchste Zeit, das Haus winterfest zu machen und kleine Arbeiten im und ums Haus noch schnell zu erledigen, bevor es unwirtlich kalt wird. Doch die selbsternannten Heimwerker-Profis schauen oft recht unglücklich aus ihrem Arbeitsgewand. Vor allem der Oktober ist eine unfallträchtige Heimwerkerzeit. "Wir erwarten, dass sich allein im Oktober rund 3.600 Menschen beim Heimwerken so schwer verletzen werden, dass sie im Spital behandelt werden müssen", berichtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben.

Rund fünf verletzte Hobbybastler stündlich

Heimwerken ist nach wie vor eine Männerdomäne: Das wird sich voraussichtlich auch in den Unfallzahlen niederschlagen: Denn von den rund 3.600 verunglückten Heimwerkern werden etwa 80 Prozent Männer und etwa 20 Prozent Frauen sein. In erster Linie werden sich die bastelnden Pechvögel in der Umgebung des Hauses - also in Garten, Garage oder Werkstatt - verletzen (rund 60%). Denn so lang es das Wetter zulässt, ist Heimwerken in Hof und Garten angesagt. Nur etwa 30 Prozent der verletzten Hobbybastler werden sich innerhalb des Hauses oder der Wohnung Verletzungen zuziehen. Am häufigsten wird die Heimwerkerei durch Einklemmen, Quetschungen oder Schnittwunden beendet werden. Ganz oben auf der Hitliste der Verletzungen: Offene Wunden - vor allem an Hand und Fingern, Prellungen und Knochenbrüche. Im schlimmsten Fall müssen sogar Amputationen vorgenommen werden. Sehr oft ist die falsche Handhabung der Geräte schuld an der Verletzung - denn der richtige Umgang mit Kreissäge, Schleifmaschine oder Schlagbohrer sollte gelernt sein.

Sicheres Heimwerken

Beim Holz zuschneiden oder Bohren neuer Löcher sollte man ein paar grundlegende Dinge beachten. Besonders wichtig ist eine feste Arbeitsunterlage. Denn wenn der Untergrund wackelt oder wegkippt, ist eventuell auch ein Finger weg. Empfehlenswert ist darüber hinaus eng anliegende Kleidung. Weite Ärmel können sich leicht in bewegten Maschinenteilen verfangen. Handschuhe - bei einigen Arbeiten zwar ein guter Schutz, beim Arbeiten mit der Kreissäge oder dem Bohrer hingegen gefährlich: Gerät der Handschuh ins Sägeblatt, könnte die ganze Hand dabei sein. Wird der Handschuh vom Bohrer erfasst und von der Hand gerissen, droht der Verlust eines oder mehrerer Finger. Hingegen bieten Arbeitsbrille und Gehörschutz guten Schutz vor fliegenden Holzteilen und lauten Geräten.

Das richtige Gerät

Über ein Schnäppchen freut sich jeder. Dennoch sollte man gerade bei Elektrogeräten auf Qualität achten und sich vom Fachmann beraten lassen. Geräte mit dem CE-Zeichen entsprechen jedenfalls den Mindestanforderungen der EU-Sicherheitsrichtlinien. Hat man sich für ein Gerät entschieden, ist es wichtig, die Bedienungsanleitung genau zu studieren, denn die falsche Anwendung einer Säge oder eines Bohrers haben schon so manche Fahrt ins Spital verursacht. "In den meisten Anleitungen findet man leider - teils aus rechtlichen Gründen - keine Anwendungsempfehlungen", bedauert Kisser. "Da sind Hersteller und Händler gefragt, den Konsumenten in Fragen der Sicherheit zu beraten und ihnen Informationen zur Verfügung zu stellen, z.B. im Internet." Überdies ist Konzentration angesagt: Merkt man, dass man müde wird, ist es Zeit für eine Pause.

Die Freude über den neuen, selbst gebastelten Gartenzaun oder das eigene selbst gezimmerte Gartenhaus, ist vor allem dann besonders groß, wenn alle Körperteile noch vorhanden und unverletzt sind.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Katharina Kaschel
Institut Sicher Leben, Marketing und Kommunikation
Tel.: 01-717 70 373
E-mail: katharina.kaschel@kfv.at
www.sicherleben.at

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