- 26.09.2005, 10:09:57
- /
- OTS0049 OTW0049
"trend/Bestseller": Kofler kritisiert ORF
Premiere-Chef Georg Kofler wirft dem ORF vor, sich ständig in rechtlichen Grauzonen zu bewegen
Wien (OTS) - "Die Rahmenbedingungen für Privatfernsehen in
Österreich sind denkbar schlecht", kritisiert Georg Kofler, der
Vorstandsvorsitzende der deutschen Premiere AG, die heimische
Medienpolitik. In einem Interview für das am Dienstag erscheinende
"trend/Bestseller"-Medienspezial, ein Gemeinschaftsprodukt des
Wirtschaftsmagazins "trend" mit dem Branchenmagazin "Bestseller",
sagt Kofler weiter: "Private stehen in Konkurrenz zu einem
öffentlich-rechtlichen Sender, der mit fast unerschöpflichen Mitteln
aus Gebührengeldern alle Segmente des TV-Geschäfts dominiert:
Programm, Produktion und Werbung. Obendrein bewegt sich der ORF
permanent in rechtlichen Grauzonen, um seine Einnahmen aus Werbung
auszubauen - der einzigen Einnahmequelle für private Free-TV-Sender."
Zu den Ambitionen des ORF, in Zukunft auch digitale terrestrische
Spartenkanäle für Information, Sport und Kultur oder möglicherweise
auch einen Wettkanal betreiben zu wollen, erklärt Kofler: "Das sind
sehr ambitionierte Pläne, zu denen ich dem ORF leider nicht alles
Gute wünschen kann, denn er verletzt in weiteren Bereichen seinen
öffentlich-rechtlichen Auftrag und betreibt präventive
Marktverstopfung auf Kosten der Gebührenzahler und des Marktes."
Auch zu der Erklärung von ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel,
wonach er die Ausstrahlungsrechte für heimische Ski-Weltcup-Rennen
nicht Premiere, sondern weiterhin dem ORF verkaufen wolle, nimmt
Kofler erstmals Stellung und erklärt, in dieser Causa nicht
kapitulieren zu wollen: "Ganz im Gegenteil, ich bin überzeugt, dass
die österreichische Wettbewerbsbehörde die Aussagen von Herrn
Schröcksnadel mit Interesse zur Kenntnis genommen hat."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRE






