• 21.09.2005, 09:41:27
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Jüdisches Museum Wien: "Mahleriana - Vom Werden einer Ikone"

Wien (OTS) - "Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eigentlich
nicht der Komponist und Musiker Gustav Mahler sondern jene
Institution, die nunmehr seit fünfzig Jahren daran arbeitet, dass
Gustav Mahler heute die internationale Anerkennung und Aufmerksamkeit
auch einer breiteren Öffentlichkeit zuteil wird, die seiner Bedeutung
für das Musikleben entspricht", sagte Museumsdirektor Karl
Albrecht-Weinberger in seinem Eröffnungsstatement. Er verwies darauf,
dass die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft (IGMG) 1955 auf
Betreiben der Wiener Philharmoniker in einer Zeit gegründet wurde,
als es immer noch vehemente antisemitische Vorbehalte und
ästhetisches Unverständnis gegenüber dem Schaffen Mahlers gab. Durch
eine Kritische Gesamtausgabe seiner Werke und den Erhalt seiner drei
Komponierhäuschen als Zeugnisse zu fast seinem gesamten Oeuvre sei
die IGMG zur weltweit führenden Mahler-Forschungsstelle geworden,
deren Arbeit das Jüdische Museum mit der Ausstellung "Mahleriana -Vom
Werden einer Ikone" würdigen wolle. Im anschließenden Podiumsgespräch
diskutierten die Repräsentanten der Mahlergesellschaft - Rainer
Bischof, Reinhold Kubik, Erich Wolfgang Partsch und Thomas Hampson
(er ist einer der drei Vizepräsidenten und maßgeblichen Förderer der
Gesellschaft) - unter dem Titel "Der Kampf um Mahler" über den
aktuellen Stand der Mahler-Rezeption.

"Mahleriana - Vom Werden einer Ikone" ist bis 8. Jänner 2006 im
Palais Eskeles zu sehen. Das Jüdische Museum Wien (1., Dorotheergasse
11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10
bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,- Euro/ 2,90 Euro ermäßigt.
Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und
eine kostenlose Führung.

Zahlreiche, bisher nie gezeigte Raritäten

Unter dem Titel "Mahleriana - Vom Werden einer Ikone" würdigt
das Jüdische Museum Wien bis 8. Jänner 2006 die Arbeit einer
wissenschaftlichen Forschungsgesellschaft, die wesentlich dazu
beigetragen hat, dass Gustav Mahler heute die internationale
Anerkennung und Aufmerksamkeit auch einer breiteren Öffentlichkeit
zuteil wird, die seiner Bedeutung für das Musikleben entspricht: Vor
fünfzig Jahren wurde die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft
(IGMG) gegründet, zu einer Zeit, als der Antisemitismus der ersten
Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts noch weiterhin wirksam und die
Akzeptanz von Mahlers Musik auch aus ästhetischem Unverständnis sehr
schwierig war. Ziel der Mahler-Gesellschaft war der Kampf für die
Anerkennung und Verbreitung der Musik Gustav Mahlers, u. a. auch
durch eine Kritische Gesamtausgabe seiner Werke. Mit viel Mühe und
Aufwand gelang es ihr, Mahlers drei Komponierhäuschen am Attersee, am
Wörthersee und in Südtirol zu retten und als Gedenkstätten zugänglich
zu machen. Heute ist die IGMG die weltweit führende Forschungsstelle
zu Leben und Werk Mahlers.

Die Ausstellung "Mahleriana - Vom Werden einer Ikone" im
Jüdischen Museum dokumentiert aber nicht nur das Engagement der IGMG
für die Anerkennung von Mahlers Musik, sie zeichnet auch anhand
ausgewählter, großteils noch nie gezeigter Dokumente aus ihrem Archiv
die wichtigsten Momente aus dem Leben Mahlers nach. Ein Audioguide
macht sein Schaffen nachvollziehbar und lässt auch Familienangehörige
zu Wort kommen. Wie sehr Mahler heute als Ikone wahrgenommen wird,
verdeutlichen neben der künstlerischen Auseinandersetzung eines Anton
Hanak oder Fritz Wotruba vor allem die Büsten von Auguste Rodin, von
denen Studien in Gips und Terrakotta und die Marmorbüste Mozart,
Porträt Gustav Mahler erstmals in Wien gezeigt werden. Die
vielschichtige Präsentation wird von einem umfangreichen Katalog
(Mandelbaum Verlag) mit zwei CDs zum Preis von 29,90 Euro begleitet.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) sta

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Dr. Alfred Stalzer 
   Pressebüro des Jüdischen Museums der Stadt Wien
   Telefon: +43-1-505 31 00
   Mobiltel.: +43-664-506 49 00, 
   Telefax: +43-1-505 31 10, 
   mailto:[email protected] oder mailto:[email protected]
   Pressefotos zum Download unter: ftp://ftp.jmw.at/press/exhibits

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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