• 19.09.2005, 10:05:34
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Kraftwerksgruppe Kaprun liefert seit 50 Jahren Strom

Neues Projekt "Limberg II" wird Leistung verdoppeln

Kaprun (OTS) - Die Speicherkraftwerksgruppe Kaprun feiert ihr
"50-Jahre-Jubiläum": Am 23. September 1955, im Jahr des
Staatsvertrags, wurde mit einer "Gleichenfeier" am Mooserboden der
für die damalige Zeit gigantische Bau offiziell abgeschlossen. Heute
arbeitet der Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen,
am Kraftwerksprojekt "Limberg II", mit dem sich die Leistung der
gesamten Kraftwerksgruppe Kaprun verdoppeln wird.

Nicht vergessen bleibt beim diesjährigen Jubiläum, daß für das
Vorläuferprojekt unter dem NS-Regime ab 1938 Tausende
Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und zivile ausländische Arbeitskräfte
eingesetzt wurden. Vor drei Jahren hat eine unabhängige
Historiker-Kommission im Auftrag des Verbund das Schicksal dieser
Menschen umfassend dokumentiert. Auf Basis dieser Erkenntnisse
leistete der Verbund seinen Beitrag zum Versöhnungsfonds.

Kaprun wurde bis Kriegsende nur in kleinen Teilen fertiggestellt.
In den Jahren ab 1945 herrschte in Österreich extremer Strommangel;
tageweise fiel vor allem in Ostösterreich der Strom aus. Viele
Österreicher hofften auf einen Weiterbau des Tauernkraftwerkes.

1947 wurde die neugegründete "Tauernkraftwerke AG" mit dem
Weiterbau beauftragt. Kaprun wurde innerhalb weniger Monate zur
größten und berühmtesten Baustelle Österreichs mit rund 2.600
Arbeitern. Filme wie "Weißes Gold" oder "Das Lied von Kaprun"
widmeten sich dem "Mythos von Kaprun"; Reportagen schwelgten in
Superlativen über "Titanenarbeit" an der "größten Energiemaschine
Österreichs".

Mit Geld aus dem US-amerikanischen "Marshall-Plan" wurde die
Kraftwerksgruppe vollendet: Am 23. September 1955 waren nach
17jähriger Bautätigkeit die beiden jeweils über 100 Meter hohen
Staumauern am Mooserboden fertiggestellt.

Heute betreibt die Verbund-Tochter VERBUND-Austrian Hydro Power AG
(AHP) mit rund 80 Mitarbeitern die Speicherkraftwerksgruppe Kaprun.
Deren maximale Leistung beträgt 505 Megawatt (MW), die
durchschnittliche Jahreserzeugung 670 Millionen Kilowattstunden
Spitzenstrom.

Aufgrund des kontinuierlich wachsenden Stromverbrauchs in
Österreich plant die AHP, mit dem Projekt "Limberg II" in Kaprun ein
modernes Pumpspeicherkraftwerk in einer Bauzeit von sechs Jahren zu
errichten. Es nutzt die vorhandenen Stauseen Mooserboden und
Wasserfallboden und wird - landschaftlich sehr verträglich - komplett
unterirdisch in einer 60 Meter langen Kaverne entstehen. Mit Limberg
II wird sich die Leistung der gesamten Kraftwerksgruppe auf knapp
1000 MW verdoppeln. Die Investitionssumme beläuft sich auf 365
Millionen Euro. Aus dem Beschäftigungseffekt von 5.000 Mannjahren
ergeben sich pro Baujahr 800 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region
Pinzgau.

Rückfragehinweis:
Mag. Gerald Schulze
Verbund/Holding Kommunikation
Tel.: (++43-1) 531 13/53 702
Fax: (++43-1) 531 13/53 848
mailto:[email protected]

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