FSG: Spanische Hofreitschule und Bundesgestüt Piber

Schwerer Managementfehler

Wien (FSG) - In einigen Medien wurde der Eindruck erweckt dass das Defizit von 3,7 Mio. Euro auch auf besonders hohe Personalkosten zurückzuführen sei. Weiters wurde darauf hingewiesen dass es sich hier um "praktisch unkündbare" Personen handelt. Dies stellt aus meiner Sicht eine völlige Verdrehung der Tatsachen dar und kann daher nicht unwidersprochen hingenommen werden.++++

Tatsache ist dass es sich bei den angesprochenen Mitarbeitern um hoch qualifizierte Spezialisten handelt, deren Entlohnung sich im Rahmen des Bundesschemas bewegt.

Wer rechnen kann wird unschwer herausfinden dass 18 Beamte und 33 Vertragsbedienstete wohl kaum Mehrkosten von 3,7 Mio Euro verursacht haben können.

Der Verdacht dass hier der Versuch unternommen wird, schwere Managementfehler auf das Personal abzuwälzen ist also mehr als nahe liegend.
Interessant ist auch die Aussage über die Unkündbarkeit. Hier wirft sich die Frage auf: Hätte Herr Pohl statt der bestens ausgebildeten Bereiter etwa chinesische Billigarbeitskräfte einstellen wollen? Da wäre allerdings die Pragmatisierung ein Hindernis gewesen. Ob eine solche Maßnahme allerdings zur positiven Entwicklung der Spanischen Hofreitschule beigetragen hätte mag der geneigte Leser selbst entscheiden.

FSG, 15. September
2005 Nr. 33

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