- 15.09.2005, 09:43:40
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SJÖ: Abtreibungs-Fundis haben in Schulen nichts verloren!
Sozialistische Jugend empört über "Abtreibung tötet"- Inserate von religiösen Fundis im MKV und Schülerunion "Schülerkalender"
Wien (SK) Mit heftigem Protest reagiert die Sozialistische Jugend
Österreich (SJÖ) auf ein Inserat der radikalen AbtreibungsgegnerInnen
von "Jugend für das Leben" im "Schülerkalender" des
Mittelschülerkartellverbandes (MKV) und der Schülerunion (SU). Mit
dem Slogan "Abtreibung tötet" sollen Frauen und junge Mädchen unter
Druck gesetzt und kriminalisiert werden. "Die sogenannte "Jugend für
das Leben" hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht
für das Leben eintreten. Zumindest nicht für ein selbstbestimmtes
Leben von Frauen. Diese Organisation stellt permanent das Recht von
Frauen, über ihren Körper zu verfügen, in Frage. Wie jenseits aller
Realität diese Gruppe steht, wird auch dadurch belegt, dass sie sich
sogar gegen die Verwendung von Verhütungsmittel stark macht. Diese
Positionen über eine Werbefläche in einem an Schulen verteilten
MKV/SU-Kalender unter Jugendliche zu bringen ist verantwortungslos
und schlicht skandalös", kritisiert Stefanie Vasold, Frauensprecherin
der SJÖ. ****
Für SJÖ-Vorsitzenden Ludwig Dvorak ist dies umso besorgniserregender,
als "Jugend für das Leben" auf ihrer Homepage anbietet, ihr
reaktionäres Gedankengut auch in Schulklassen zu verbreiten: "Mit
manipulativen Statements und Horrorbildern sollen Mädchen
eingeschüchtert werden. Das ist absolut inakzeptabel und hat an
Österreichs Schulen nicht das Geringste verloren!"
Die Machenschaften von "Jugend für das Leben" und die immer wieder
zur Schau gestellte Unterstützung durch maßgebliche konservative
Kreise in Österreich würden die Notwendigkeit unterstreichen, die
Fristenregelung auch 30 Jahre nach ihrer Einführung zu verteidigen,
so Vasold. "Die Sozialistische Jugend wird auch weiterhin gegen jeden
Versuch, diese Regelung einzuschränken und für das Recht der Frauen,
über ihren eigenen Körper selbst zu bestimmen, kämpfen", kündigt
Vasold abschließend an. (Schluss) ns/mm
Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19
15 48 04, http://www.sjoe.at
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