- 08.09.2005, 13:54:15
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Hahn, Korosec und Vogt bei Lokalaugenschein in Lainz
Zwei Jahre nach dem Pflegeskandal präsentiert sich das GZW fast unverändert
Wien (OTS) - "Vor zwei Jahren kam die Diskussion um die Defizite
in der Wiener Altenpflege durch den Skandal in Lainz endlich
öffentlich in Gang", resümiert LAbg. Ingrid Korosec anlässlich eines
Lokalaugenscheins in Lainz.
"Stadträtin Pittermann kam durch den Lainz-Skandal zu Sturz, aber
ihre Nachfolgerin Stadträtin Brauner beschränkt sich leider darauf,
Arbeits- und Projektgruppen einzusetzen - getan hat sich im
Pflegebereich in Wien nichts".
Die VP-Sozialsprecherin und Stadtrat Johannes Hahn überzeugten sich
vor Ort selbst, was sich seit 2003 wirklich in Lainz veränderte. Das
Ergebnis ist ernüchternd: 1.800 Menschen leben überwiegend in
Sechs-Bettzimmern, Bad und WC meist am Gang, es fehlt an
Aufenthaltsräumen für BewohnerInnen und Personal. Die BewohnerInnen
verbringen ihren Lebensabend wie in einem Krankenhaus: keine
Privatsphäre, keine Rückzugsmöglichkeit, keine
Beschäftigungsmöglichkeit. Das ist auch ein Kritikpunkt, der von
Pflegeombudsmann Werner Vogt immer wieder ins Treffen geführt wird.
"Das Personal ist hoch motiviert und will etwas bewegen, das ist mein
Eindruck und das bestätigen auch die Personalvertreter des FCG vor
Ort, allein das 'Go’ der Stadtregierung und die versprochene
Pflegemilliarde der Frau Stadträtin sind nicht auffindbar", sagt ÖVP
Wien Chef, Stadtrat Johannes Hahn anlässlich seines Besuchs.
"Es ist beschämend für eine Stadt, wenn alte Menschen in solche Heime
gesteckt werden. Es reicht nicht, für Essen, Kleidung und ein Bett zu
sorgen, das sind Minimalanforderungen, die in unserer Gesellschaft
gar nicht zur Diskussion stehen dürfen. BewohnerInnen von
Pflegeheimen haben Anspruch auf Lebensqualität", fährt Korosec fort.
Sie sieht die Wurzeln des Problems darin, dass von Stadträtin Brauner
für Wien noch immer kein umfassender Pflegeplan vorgelegt wurde und
im eklatanten Personalmangel. "De Facto versorgen 14 PflegerInnen 100
BewohnerInnen, es fehlt an Therapeuten und Sozialarbeitern."
Korosec und Hahn verlangen von Brauner ein umfassendes Pflegekonzept,
um endlich das Pflegechaos und den permanenten Notbetrieb, der in
allen städtischen Heimen an der Tagesordnung ist, zu beenden. Sie
fordern neben der Vermenschlichung der Pflegeheime auch den Ausbau
der mobilen Pflege und des betreuten Wohnens.
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 940
FAX (01) 515 43 - 929
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