- 07.09.2005, 15:44:34
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Tragwerksverschub bei der Nordbrücke A22
1200 Tonnen werden in sechs Stunden verschoben
Wien (OTS) - Bei der Baustelle Verlängerung Nordbrücke wird in den
nächsten Tagen ein weiterer heikler Bauabschnitt begonnen. Obwohl der
Straßenverkehr von der Baustelle nicht betroffen ist, liegt die
ÖBB-Trasse Hochbahn im Baustellenbereich. Es werden nur kurze
Zeitfenster für die Sperre der Hochbahn zugelassen. Die Bautechniker
der MA29 - Brückenbau und Grundbau haben sich daher entschlossen, das
Tragwerk Hochbahn in fremder Lage herzustellen und anschließend
einzuschieben.
Am 8. September 2005 geht es mit dem Verschub des neuen
Tragwerks Hochbahn los. Das Tragwerk wiegt ca. 1200 Tonnen, ist 37
Meter lang und hat eine Dimension von 9,32 Meter auf 12,32 Meter.
Das Tragwerk wird 15 Meter von Norden nach Süden verschoben. Dies
wird rund sechs Stunden in Anspruch nehmen.
Das Tragwerk wird auf einer Verschubbahn mit gefetteten
Teflonstreifen verschoben und in die Endlage gebracht. Dies erfolgt
mittels zweier Hydraulikpressen die jeweils 185 Par Druck aufbringen.
Dies entspricht ca. einer Kraft von 1500 KN. Der Schubvorgang erfolgt
in Teilschritten von ca. 60 cm. Am Freitag wird dann das Tragwerk um
ca. 80 Zentimeter abgesenkt und auf die elf Auflager versetzt.
Zwei Monate Vorlauf bis zu den letzten 15,01 Meter
Die letzten Meter erforderten aber einen langen Weg dorthin.
Eine genaue Planung und präzise Bauausführung waren schon Wochen
vorher notwendig. In einem Zeitfenster vom 4. Juli 2005, 12.00 Uhr
bis 9. Juli 2005, 24.00 Uhr wurde die Kampfmittelerkundung sowie die
gesamte Fundierung (36 Pfähle) hergestellt. Dies erfolgte mit zwei
Bohrpfahlgeräten in einem sehr beengten Arbeitsbereich im
Schichtbetrieb zwischen den in Betrieb befindlichen Gleisen. Im
Vorlauf dazu wurde in einer Stundenplanung das Gleis abgebaut und im
Nachlauf wieder errichtet und der Bahnbetrieb wieder aufgenommen.
Anschließend wurde seitlich das Tragwerk auf der Trasse zum
Betriebsgelände Farbdruck hergestellt.
Im zweiten Zeitfenster vom 30. August 2005, 6.00 Uhr bis 11.
September 2005, 6.00 wurden die drei Pfahlroste (linkes und rechtes
Widerlager bzw. Mittelpfeiler) in Tag und Nachtarbeit ausgeführt.
Dazu war ein Aushub von ca. 1500 Kubikmeter Dammschüttung, abstemmen
der Pfahlköpfe und betonieren des Pfahlrostes erforderlich.
Das Gesamtbauvorhaben wurde im Jänner 2005 gestartet und die
Verkehrsfreigabe soll im September 2006 erfolgen. Die Gesamtkosten
dieses Projekts betragen insgesamt 100 Mio. Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.bruecken.wien.at/ . (Schluss) wur
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Ing. Kurt Wurscher MA 29-Brückenbau und Grundbau Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 4000/96967 Mobil: 0664/224 89 28 mailto:[email protected]
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