Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Mut allein ist für JungunternehmerInnen zu wenig

Schinner fordert Maßnahmenpaket für JungunternehmerInnen

Wien (OTS) - Die Reaktionen auf die jüngsten Äußerungen der ÖVP-dominierten "Jungen Wirtschaft" der WKO zum Thema "Von wegen Flaute: Jungunternehmer trotzen Stimmungstief: Die Jungunternehmer sind optimistisch und stemmen sich der schwachen konjunkturellen Lage mit Mut entgegen. Offensichtlich erfolgreich - was zeigt, dass der Aufschwung im Kopf beginnt" bringen unisono nur Kopfschütteln hervor.

"Wenn die Lage für JungunternehmerInnen nicht so ernst wäre, könnte man ja über die teilweise polemischen Äußerungen des Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft hinwegsehen. Bedauerlicherweise ist aber die wirtschaftliche Situation eine so ernste geworden, dass sie bereits für viele JungunternehmerInnen Existenz bedrohend ist. Nicht von ungefähr steigt die Zahl jener, die von Insolvenz betroffen sind ständig", bedauert Katharina Schinner, Vorsitzende der Jungen Generation für Wirtschaft im SWV-Wien.

Der Wirtschaftsaufschwung lässt auf sich warten und es gibt auch kein Indiz für eine Besserung in naher Zukunft. "Schuld daran sind die schlechten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, nicht nur für JungunternehmerInnen sondern insgesamt für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sowie Einpersonenunternehmen. Dies erkennt scheinbar sogar Peter Lehner, Vorsitzender der Jungen Generation. Was er dabei leider verschweigt: Diese missliche Situation für die Wirtschaft hat seine eigene Partei zu verantworten. Die ÖVP-dominierte Bundesregierung hat wirtschaftspolitisch komplett versagt. Da helfen jetzt auch keine Durchhalteparolen der Jungen Wirtschaft".

Die JungunternehmerInnen erkennen die wirtschaftlich schwierige Lage. "Den Motivationsschub, den Lehner einfordert, kann die Bundesregierung nicht leisten. Vielmehr brauchen UnternehmerInnen eine inhaltliche Unterstützung durch

  • die Entlastung der Kosten des Faktors Arbeit,
  • Steuervereinfachungen beziehungsweise Erleichterungen für KMU
  • Hundertprozentige Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall etc.

Auch Peter Lehner scheint schon aufgefallen sein, dass vieles fehlt. Sein "Raus aus dem Jammertal - nicht verzagen" kann ich mir nur damit erklären dass auch er mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung unzufrieden ist und die JungunternehmerInnen mit ein wenig "heißer Luft" hinhalten will, schloss Schinner.

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