Aufnahmeverfahren an Hochschulen - Gute Erfahrungswerte der österreichischen Fachhochschulen

Wien (OTS) - Mit der durch das Urteil des Europäischen
Gerichtshofs erzwungenen Öffnung der österreichischen Hochschulen vor allem für Deutsche sind die unterschiedlichen Aufnahmekriterien für Hochschulen in den Blickpunkt gerückt. An Österreichs Fachhochschulen werden bereits seit deren Gründung in den 90er Jahren Aufnahmeverfahren durchgeführt - mit guten Erfolgen, wie eine Recherche zeigt.

Mit einigem Unverständnis wird etwa am FHWien-Studiengang Unternehmensführung die Diskussion um die gezielte Selektion als Zugang zum Studium verfolgt. "Für unseren Studiengang herrscht seit der Gründung 1996 jedes Jahr ein viel höherer Andrang, als wir an Anfänger-Plätzen zur Verfügung stellen können. Ein intensives Auswahlverfahren ist daher für uns schon immer selbstverständlich -und von den Studenten auch akzeptiert" so Mag. Stefan Rankl, stellvertretender Leiter am Studiengang Unternehmensfführung.

Der FHWien-Studiengang Unternehmensführung ist mit 171 genehmigten Anfängerplätzen und somit knapp 700 Studenten insgesamt der größte betriebswirtschaftliche Fachhochschul-Studiengang in Österreich. Den vom Bildungsministerium genehmigten Anfängerplätzen stehen jedes Jahr mindestens drei Mal so viele Bewerber gegenüber - bis jetzt übrigens nur zu einem geringen Ausmaß aus Deutschland. Um eine möglichst gezielte Auswahl überhaupt durchführen zu können, müssen daher alle Bewerber ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen um einen der begehrten Plätze zu erhalten.

"Die Studienanforderungen sind hoch und die Plätze rar. Natürlich haben wir daher als Studiengang großes Interesse, die Plätze gezielt an jene Studenten zu vergeben, bei denen die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit im Studium und später im Beruf besteht" erklärt Mag. Rankl, warum eine vereinfachte Auswahl etwa nach dem First Come - First Serve Prinzip (wie heuer auf der medizinischen Universität Innsbruck praktiziert) für den Fachhochschulstudiengang Unternehmensführung nie zur Diskussion stand.

Nach einer schriftlichen Bewerbung inklusive einem Motivationsschreiben durchlaufen alle Bewerber für den Studiengang Unternehmensführung einen standardisierten EDV-Test, in denen Ausdrucksfähigkeit, Englisch und Mathematikfähigkeiten erhoben werden. Nach einer ersten Selektion folgt dann rund drei Wochen später eine zweite Testserie, in der etwa Allgemeinwissen oder in speziell entwickelten Lernleistungstests das Leistungspotenzial der angehenden Studenten erhoben wird.

Abgeschlossen wird das Aufnahmeverfahren mit einer Interviewrunde sowohl mit Vertretern des Studienganges als auch einem erfahrenen Psychologen. Erst dann wird das Endranking unter Berücksichtigung aller Testergebnisse, der Bewerbungsunterlagen und der Gespräche erstellt. Die besten Kandidaten erhalten dann die Einladung zur Inskription.

"In den letzten 10 Jahren haben wir viel an Erfahrung gewonnen und das Auswahlverfahren für unser Studium immer weiter verfeinert. Heute können wir damit viel über das Leistungspotenzial unserer Kandidaten schon im Voraus herausfinden". Der mit der Aufnahme verbundene Aufwand rechnet sich so jedenfalls, insbesondere wenn man bedenkt, welche finanziellen Mittel für jeden Studenten gebunden sind.

Über die Jahre wissenschaftlich betreut und mit weiterentwickelt wurde das Auswahlverfahren für das Studium Unternehmensführung von Dr. Hubert Vogl, Psychologe und Personalentwickler sowie Fachmann für Leistungsdiagnostik, der auch auf die Aussagekraft hinweist: "Die jährliche Evaluierung zeigt, dass eine gezielte Aufnahme der besten Kandidaten deutlich bessere Leistungsniveaus im Studium und geringere Drop-out-Raten erzeugt."

Und auch über die viel diskutierte Aussagekraft von Noten finden sich bereits wissenschaftliche Erkenntnisse: "Es hat sich gezeigt, dass die durchschnittlichen Maturanoten mit dem Studienerfolg am FHWien-Studiengang Unternehmensführung schwach, aber doch korrelieren. Ein deutlich stärkerer Zusammenhang konnten wir jedoch zwischen dem speziell adaptierten Allgemeinwissentest und dem Studienerfolg nachweisen" erläutert Hubert Vogl die Erfahrungswerte.

Eines zeigen die Erfahrungswerte an Österreichs Fachhochschulen jedenfalls deutlich, wie Mag. Rankl zum Abschluss ausführt: "Auf unser Aufnahmeverfahren und den selektiven Zugang zu unserem Studium möchten wir heute nicht mehr verzichten."

Nähere Informationen zum FHWien Studiengang Unternehmensführung erhalten Sie unter http://www.fh-wien.ac.at/uf.

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Mag. Stefan Rankl
stv. Studiengangsleiter
Studiengang Unternehmensführung
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