• 05.09.2005, 11:24:09
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  • OTS0078 OTW0078

Aufnahmeverfahren an Hochschulen - Gute Erfahrungswerte der österreichischen Fachhochschulen

Wien (OTS) - Mit der durch das Urteil des Europäischen
Gerichtshofs erzwungenen Öffnung der österreichischen Hochschulen vor
allem für Deutsche sind die unterschiedlichen Aufnahmekriterien für
Hochschulen in den Blickpunkt gerückt. An Österreichs Fachhochschulen
werden bereits seit deren Gründung in den 90er Jahren
Aufnahmeverfahren durchgeführt - mit guten Erfolgen, wie eine
Recherche zeigt.

Mit einigem Unverständnis wird etwa am FHWien-Studiengang
Unternehmensführung die Diskussion um die gezielte Selektion als
Zugang zum Studium verfolgt. "Für unseren Studiengang herrscht seit
der Gründung 1996 jedes Jahr ein viel höherer Andrang, als wir an
Anfänger-Plätzen zur Verfügung stellen können. Ein intensives
Auswahlverfahren ist daher für uns schon immer selbstverständlich -
und von den Studenten auch akzeptiert" so Mag. Stefan Rankl,
stellvertretender Leiter am Studiengang Unternehmensfführung.

Der FHWien-Studiengang Unternehmensführung ist mit 171 genehmigten
Anfängerplätzen und somit knapp 700 Studenten insgesamt der größte
betriebswirtschaftliche Fachhochschul-Studiengang in Österreich. Den
vom Bildungsministerium genehmigten Anfängerplätzen stehen jedes Jahr
mindestens drei Mal so viele Bewerber gegenüber - bis jetzt übrigens
nur zu einem geringen Ausmaß aus Deutschland. Um eine möglichst
gezielte Auswahl überhaupt durchführen zu können, müssen daher alle
Bewerber ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen um einen der
begehrten Plätze zu erhalten.

"Die Studienanforderungen sind hoch und die Plätze rar. Natürlich
haben wir daher als Studiengang großes Interesse, die Plätze gezielt
an jene Studenten zu vergeben, bei denen die höchste
Erfolgswahrscheinlichkeit im Studium und später im Beruf besteht"
erklärt Mag. Rankl, warum eine vereinfachte Auswahl etwa nach dem
First Come - First Serve Prinzip (wie heuer auf der medizinischen
Universität Innsbruck praktiziert) für den Fachhochschulstudiengang
Unternehmensführung nie zur Diskussion stand.

Nach einer schriftlichen Bewerbung inklusive einem
Motivationsschreiben durchlaufen alle Bewerber für den Studiengang
Unternehmensführung einen standardisierten EDV-Test, in denen
Ausdrucksfähigkeit, Englisch und Mathematikfähigkeiten erhoben
werden. Nach einer ersten Selektion folgt dann rund drei Wochen
später eine zweite Testserie, in der etwa Allgemeinwissen oder in
speziell entwickelten Lernleistungstests das Leistungspotenzial der
angehenden Studenten erhoben wird.

Abgeschlossen wird das Aufnahmeverfahren mit einer Interviewrunde
sowohl mit Vertretern des Studienganges als auch einem erfahrenen
Psychologen. Erst dann wird das Endranking unter Berücksichtigung
aller Testergebnisse, der Bewerbungsunterlagen und der Gespräche
erstellt. Die besten Kandidaten erhalten dann die Einladung zur
Inskription.

"In den letzten 10 Jahren haben wir viel an Erfahrung gewonnen und
das Auswahlverfahren für unser Studium immer weiter verfeinert. Heute
können wir damit viel über das Leistungspotenzial unserer Kandidaten
schon im Voraus herausfinden". Der mit der Aufnahme verbundene
Aufwand rechnet sich so jedenfalls, insbesondere wenn man bedenkt,
welche finanziellen Mittel für jeden Studenten gebunden sind.

Über die Jahre wissenschaftlich betreut und mit weiterentwickelt
wurde das Auswahlverfahren für das Studium Unternehmensführung von
Dr. Hubert Vogl, Psychologe und Personalentwickler sowie Fachmann für
Leistungsdiagnostik, der auch auf die Aussagekraft hinweist: "Die
jährliche Evaluierung zeigt, dass eine gezielte Aufnahme der besten
Kandidaten deutlich bessere Leistungsniveaus im Studium und geringere
Drop-out-Raten erzeugt."

Und auch über die viel diskutierte Aussagekraft von Noten finden
sich bereits wissenschaftliche Erkenntnisse: "Es hat sich gezeigt,
dass die durchschnittlichen Maturanoten mit dem Studienerfolg am
FHWien-Studiengang Unternehmensführung schwach, aber doch
korrelieren. Ein deutlich stärkerer Zusammenhang konnten wir jedoch
zwischen dem speziell adaptierten Allgemeinwissentest und dem
Studienerfolg nachweisen" erläutert Hubert Vogl die Erfahrungswerte.

Eines zeigen die Erfahrungswerte an Österreichs Fachhochschulen
jedenfalls deutlich, wie Mag. Rankl zum Abschluss ausführt: "Auf
unser Aufnahmeverfahren und den selektiven Zugang zu unserem Studium
möchten wir heute nicht mehr verzichten."

Nähere Informationen zum FHWien Studiengang Unternehmensführung
erhalten Sie unter http://www.fh-wien.ac.at/uf.

Rückfragehinweis:

Mag. Stefan Rankl
   stv. Studiengangsleiter 
   Studiengang Unternehmensführung
   Fachbereichsleiter für Strategie & Organisation
   FHW GmbH
   Gentzgasse 22-24
   Postadresse: Währinger Gürtel 97
   A-1180 Wien
   T:+43 (1) 479 27 81-725
   F:+43 (1) 479 27 81-145
   
   mailto:[email protected]
   www.fh-wien.ac.at

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