PARLAMENTSDIREKTION: ANRUFE BEI CALLGIRL-RING GEKLÄRT

Wien (PK) - Der Vorsitzende der Disziplinarkommission der Parlamentsdirektion, Parlamentsvizedirektor Dr. Sigurd Bauer, teilte heute mit, dass die Parlamentsdirektion eine Sachverhaltsdarstellung an das Bundesministerium für Justiz erhalten habe, mit der ein ehemaliger Mitarbeiter der Parlamentsdirektion das Justizministerium über im Zuge von Recherchen über Kindesmissbrauch getätigte Anrufe bei einem Callgirl-Ring informierte. Der Initiator der Bürgerinitiative „Höhere Strafen bei Kindesmissbrauch", Gerhard Roder, hatte laut Sachverhaltsdarstellung bei diesen Recherchen auch das Diensthandy der Parlamentsdirektion verwendet, womit bei der Telefonüberwachungsaktion der Polizei, über die die Stadtzeitung „Falter" in den letzten Ausgaben berichtete, auch auf eine Telefonnummer der Parlamentsdirektion gestoßen war.

„Herr Roder hatte die klare Anweisung, seine private Bürgerinitiative strikt von seiner Tätigkeit in der Parlamentsdirektion zu trennen, offensichtlich nicht korrekt befolgt. Mittlerweile ist Herr Roder aus dem Diensten der Parlamentsdirektion ausgeschieden, womit keine weiteren Disziplinarmaßnahmen gesetzt werden können. Für die Parlamentsdirektion ist diese Sache damit abgeschlossen." stellte Parlamentsvizedirektor Dr. Sigurd Bauer fest. (Schluss)

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