- 02.09.2005, 10:21:42
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GR Haas: "Gedenktafel für verunglückte GIs ist Verhöhnung der österreichischen Zivilbevölkerung!"
Überflüssige Fleißaufgabe der Kössener und Walchseer ÖVP-Bürgermeister stellt würdelosen Akt der Anbiederung dar.
Kössen, 2005-09-02 (OTS) - "Einen würdelosen Akt der Anbiederung
an die Kriegsnation USA", bezeichnete heute der stellvertretende
freiheitliche Bezirksparteiobmann von Kitzbühel, der Kössener
Gemeinderat Michael Haas, die Tatsache, daß die Bürgermeister von
Kössen und Walchsee, gleichsam im Alleingang, die örtliche
Bevölkerung zur Aufstellung einer Gedenktafel für 19 beim Absturz mit
ihrem Bombenflugzeug ums Leben gekommene Besatzungsmitglieder
einladen.
"Die Amerikaner haben durch einen Bombenterror ohnegleichen einen
völkerrechtswidrigen Krieg gegen unsere Frauen und Kindern geführt,
der auch unzählige Einsatzkräfte von Rettung und Feuerwehr das Leben
kostete. Daß unsere eigenen Politiker die Amerikaner dafür noch mit
Gedenktafeln ehren, löst bei großen Teilen der Bevölkerung tiefes
Unverständnis und Unbehagen aus", empörte sich der FP-Politiker.
"Dies um so mehr, als es der Bevölkerung nur zu gut in Erinnerung
ist, daß nur wenige Tage vor dem Absturz amerikanische Flugheuge über
Kössen Brandbomben abwarfen. ", erläutert Haas.
Wenn die Amerikaner für ihre Soldaten Gedenktafeln aufzustellen
wünschen, sei dies ihre Sache und es würde dies selbstverständlich
niemanden stören. "Es ist jedoch kein Wunder, daß die Mitglieder von
Schützenvereinen und des Kameradschaftsbundes über diese unnötige
Fleißaufgabe der beiden ÖVP-Bürgermeister alles andere als glücklich
sind", kritisierte Haas. "Es ist daher wenig überraschend, daß sich
die beiden Bürgermeister nicht getraut haben, ihre Gemeinderäte damit
zu befassen. Die beiden können eine solche Einladung daher höchstens
im eigenen Namen aussprechen", betonte Haas.
"Das Ehrengrab des österreichischen Fliegerasses Major Walter
Nowotny wurde aufgelassen und geschändet, unserer vor dem Feind
gebliebenen Väter und Großväter sollen wir nicht gedenken dürfen,
aber den Amerikanern, die nach wie vor Kriege führen, sollen wir
Denkmäler errichten? ", frägt Haas. "Ich betrachte das ganze als
Verhöhnung unserer, damals schwergeprüften, Tiroler Bevölkerung.
Deswegen werde ich dieser Veranstaltung auch fernbleiben" erklärte
der freiheitliche Politiker abschließend.
(Schluß/mh)
Rückfragehinweis:
GR Michael Haas
6345 Kössen, Moserbergweg 6
Funkruf: (0650) 58 01 631
E-Post: m.haas@aon.at
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