GR Haas: "Gedenktafel für verunglückte GIs ist Verhöhnung der österreichischen Zivilbevölkerung!"

Überflüssige Fleißaufgabe der Kössener und Walchseer ÖVP-Bürgermeister stellt würdelosen Akt der Anbiederung dar.

Kössen, 2005-09-02 (OTS) - "Einen würdelosen Akt der Anbiederung an die Kriegsnation USA", bezeichnete heute der stellvertretende freiheitliche Bezirksparteiobmann von Kitzbühel, der Kössener Gemeinderat Michael Haas, die Tatsache, daß die Bürgermeister von Kössen und Walchsee, gleichsam im Alleingang, die örtliche Bevölkerung zur Aufstellung einer Gedenktafel für 19 beim Absturz mit ihrem Bombenflugzeug ums Leben gekommene Besatzungsmitglieder einladen.

"Die Amerikaner haben durch einen Bombenterror ohnegleichen einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen unsere Frauen und Kindern geführt, der auch unzählige Einsatzkräfte von Rettung und Feuerwehr das Leben kostete. Daß unsere eigenen Politiker die Amerikaner dafür noch mit Gedenktafeln ehren, löst bei großen Teilen der Bevölkerung tiefes Unverständnis und Unbehagen aus", empörte sich der FP-Politiker. "Dies um so mehr, als es der Bevölkerung nur zu gut in Erinnerung ist, daß nur wenige Tage vor dem Absturz amerikanische Flugheuge über Kössen Brandbomben abwarfen. ", erläutert Haas.

Wenn die Amerikaner für ihre Soldaten Gedenktafeln aufzustellen wünschen, sei dies ihre Sache und es würde dies selbstverständlich niemanden stören. "Es ist jedoch kein Wunder, daß die Mitglieder von Schützenvereinen und des Kameradschaftsbundes über diese unnötige Fleißaufgabe der beiden ÖVP-Bürgermeister alles andere als glücklich sind", kritisierte Haas. "Es ist daher wenig überraschend, daß sich die beiden Bürgermeister nicht getraut haben, ihre Gemeinderäte damit zu befassen. Die beiden können eine solche Einladung daher höchstens im eigenen Namen aussprechen", betonte Haas.

"Das Ehrengrab des österreichischen Fliegerasses Major Walter Nowotny wurde aufgelassen und geschändet, unserer vor dem Feind gebliebenen Väter und Großväter sollen wir nicht gedenken dürfen, aber den Amerikanern, die nach wie vor Kriege führen, sollen wir Denkmäler errichten? ", frägt Haas. "Ich betrachte das ganze als Verhöhnung unserer, damals schwergeprüften, Tiroler Bevölkerung. Deswegen werde ich dieser Veranstaltung auch fernbleiben" erklärte der freiheitliche Politiker abschließend.
(Schluß/mh)

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