• 31.08.2005, 13:37:11
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VP-Strobl: SPÖ ist unfähig ihren bildungspolitischen Aufgaben in Wien nachzukommen

Bildungspolitik muss auch Teil der Sozialpolitik sein

Wien (VP-Klub) - "In vielen Bereichen der Bildung werden dringende
’Hausaufgaben’ von der SP-Stadtregierung ganz einfach gar nicht oder
nur halbherzig gemacht. Mit Schönrederei versuchen die
Verantwortlichen der SPÖ die offensichtlichen Mängel zu kaschieren
und, wenn das alles nichts mehr nützt, so wird in SPÖ typischer
Manier dem Bund die Schuld dafür in die Schuhe geschoben", so LAbg.
Walter Strobl, Bildungssprecher der ÖVP Wien, in seiner heutigen
Pressekonferenz.

"Eines der wichtigsten Anliegen des gesamt umfassenden 20
Punkte-Bildungskatalogs der ÖVP Wien für die Gemeinderatswahl in Wien
ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen jungen Menschen die
Entscheidung für die Gründung einer Familie erleichtert wird. Dies
bedingt ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Ganztagsschulsystem
aber auch eine entsprechende vorschulische Betreuung und
Schulvorbereitung. Wesentliche Forderungen sind dahingehend
einerseits die vorgezogene Schuleinschreibung um ein Jahr, die in
Wien bis dato nicht umgesetzt wurde und andererseits die Möglichkeit
im letzten Jahr vor Schuleintritt den Kindergarten gratis zu
besuchen. Auch die soziale Chancen-Ungleichheit in der Bildung muss
durch ein effizientes Betreuungs- und Fördersystem bekämpft werden",
fasst Bildungssprecher Strobl das Bildungsprogramm der ÖVP Wien
zusammen.

Ganztagsbetreuung ist in Wien noch mehr als lückenhaft

"Die von der SP-Wien gerne propagierte flächendeckende ganztägige
Schulbetreuung ist mehr als eine Fehldarstellung", so Strobl und
stellt klar: "In Wien bieten von 448 Pflichtschulen lediglich 137
eine ganztägige Betreuung an. Dies ist - ob es die Wiener SPÖ hören
will oder nicht - Landessache und ist sogar schriftlich im
Schulgesetz von 1993 festgeschrieben. Trotz alledem ergeht sich die
rote Wiener Rathausmehrheit immer wieder in Ausreden und in
Schuldzuweisungen an den Bund. Integration und Förderung von
Entwicklungs- und Sprachdefiziten werden in Wien auch nur halbherzig
in Angriff genommen. Lediglich für nicht deutschsprachige Kinder
werden 60 Stunden vor Schuleintritt angeboten, um die Sprache besser
zu erlernen. Dies ist eine reine Alibihandlung. Wir fordern endlich
die Umsetzung unserer langjährigen Forderung nach einem gratis
Kindergartenjahr. Das wäre der richtige Schritt, um die Kinder auf
die Schule vorzubereiten und noch besser in unserer Gesellschaft zu
integrieren."

Strobl abschließend: "Die Schule muss immer mehr die Aufgabe des
'Erziehers' übernehmen. Dies führt auch zu Konflikten zwischen Eltern
und Lehrern. Die Stadt Wien ist dahingehend gefordert die
Schülerklassenzahl zu senken, was angesichts der vielen
Pflichtschullehrer, die anderweitig eingesetzt werden, möglich wäre.
Auch die Jugendwohlfahrt sollte dringend ausgebaut werden und den
Pflichtschullehrern bei ihren immer größer werdenden sozialen
Aufgaben unterstützend zur Seite stehen. Die Stadt Wien muss sich
endlich ihrer Pflichten bewusst werden und soll aufhören, in allem
dem Bund, der schlechten Sternekonstellation oder wem auch immer die
Schuld zuzuweisen - das wird zunehmend unglaubwürdig."

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:presse@oevp.wien.at

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