• 31.08.2005, 11:20:16
  • /
  • OTS0091 OTW0091

Helmut Oberchristl übergibt die OÖGKK-Führung Obmann Stöger

Linz (OTS) - Mit 1. September 2005 übergibt Helmut Oberchristl
nach 18 erfolgreichen Jahren an der Spitze der OÖGKK die Führung an
Alois Stöger. Der neue Vorsitzende der Selbstverwaltung übernimmt
damit die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung von knapp 1,1
Millionen Versicherten in Oberösterreich, ein Budget von rund 1,4
Milliarden Euro und eine gesunde Finanzlage.

Wichtigstes Anliegen für Alois Stöger ist die Fortsetzung des
Erfolgskurses der OÖGKK. War die OÖGKK noch vor etwas über zehn
Jahren die Kasse mit den höchsten Defiziten, gilt sie heute als
einzige GKK mit ausgeglichenen Finanzergebnissen und der höchsten
Kundenzufriedenheit aller Kassen als Leitunternehmen im
Gesundheitswesen.

"Die guten Ergebnisse der letzten Jahre haben sich nicht von
selbst ergeben - sie waren das Ergebnis von richtigen Zielsetzungen
in der Selbstverwaltung, des Einsatzes und der Innovation der
Mitarbeiter. Als Vertreter der Versicherteninteressen werde ich mich
dafür einsetzen, dass weiterhin laufend an der Verbesserung der
Dienstleistungsqualität, an neuen Wegen zur Qualitätsverbesserung und
Kostenkontrolle in der Gesundheitsversorgung gearbeitet wird."
skizziert Alois Stöger sein Schwerpunktprogramm als neuer Obmann. Die
Versicherten erwarten zu Recht von der OÖGKK, dass diese - bei allen
Schwierigkeiten - gesunde Finanzergebnisse erwirtschaftet, schlank
und kundenorientiert arbeitet und - im Rahmen ihrer
Gestaltungsmöglichkeiten - das beste Leistungsangebot bereitstellt.
Dazu gehört auch die flächendeckende Betreuung durch
OÖGKK-Kundenservicestellen sowie hochwertige Zahn- und
Fachambulatorien im gesamten Bundesland.

60 Jahre Demokratie und Selbstverwaltung in der OÖ Krankenkasse

Ein wertvolles Gut ist für den neuen Obmann die Selbstverwaltung
in der sozialen Krankenversicherung. Und es ist für ihn ein
besonderer Ansporn, dass sein Amtsantritt fast auf den Tag genau 60
Jahre nach der Wiedererrichtung der demokratischen Selbstverwaltung
in der oberösterreichischen Krankenkasse nach dem Zusammenbruch des
NS-Regimes erfolgt. Bereits am 22. August 1945 - also kurz nach
Kriegsende - war die oberösterreichische Arbeiter- und
Angestelltenkrankenkasse die erste Krankenversicherung, in der die
Versicherten gemeinsam mit den Dienstgebern wieder selbst über ihre
Gesundheitsversorgung bestimmen konnten. "Die demokratische
Selbstverwaltung durch die Vertreter der Versicherten hat sich auch
im internationalen Vergleich bewährt. Durch die Mitbestimmung der
Betroffenen wird sicher gestellt, dass die Krankenversicherung einen
leistbaren, sozialen Versicherungsschutz bietet, auf den man sich
verlassen kann. Wer krank wird, dem steht eines der besten
Gesundheitssysteme der Welt zur Verfügung." betont Alois Stöger den
Wert der Selbstverwaltung in den Krankenkassen.

Gesundheitsreform: Stöger fordert Land zur Partnerschaft auf

Als derzeit wichtigste Herausforderung sieht der neue Obmann der
OÖGKK die anstehende Umsetzung der Gesundheitsreform in
Oberösterreich. Bisher hatte die OÖGKK den sogenannten "extramuralen
Bereich", also die Versorgung außerhalb der Spitäler, alleine
finanziert und gesteuert. Im Spitalsbereich ist die OÖGKK zwar mit
Abstand der größte Zahler, war von der Landespolitik aber von allen
Entscheidungen ausgeschlossen worden. "Die Selbstverwaltung in der
Krankenversicherung hat die Pflicht und das Recht, für ihre
Mitglieder, also die Versicherten, mit den Beitragsgeldern die
bestmögliche Gesundheitsversorgung zu organisieren." betont Alois
Stöger. Verbesserungen im Gesundheitswesen seien nur in einer
Zusammenarbeit der wichtigsten "Player" im Gesundheitswesen zu
erzielen. Genau diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit fordert Obmann
Stöger nun auch vom Land Oberösterreich ein.

Kooperation ist für Alois Stöger generell der Schlüssel zu einer
positiven Weiterentwicklung des Gesundheitswesen. Als wichtigstes
Beispiel verweist er auf die sehr gute Zusammenarbeit zwischen OÖGKK
und den oberösterreichischen Ärzten. Durch fairen Umgang miteinander
und die Orientierung an gemeinsamen, messbaren Gesundheitszielen
könne die OÖGKK weiterhin viele Leistungen finanzieren, die in
anderen Bundesländern längst eingeschränkt worden sind.

Oberchristl zieht Bilanz

Eine gemischte Bilanz zieht der scheidende Obmann, Helmut
Oberchristl, über seine 18 Jahre Amtszeit. In der OÖGKK ist es vor
allem seit den frühen Neunziger Jahren gelungen, einen enormen Sprung
nach vorne zu machen. Durch einen völligen Paradigmenwechsel vom
Verwalter zum Gestalter, neue Managementmethoden, die Zusammenarbeit
mit der Wissenschaft, konsequente Kundenorientierung und
wirkungsvolle, selbst entwickelte Steuerungsinstrumente für das
Gesundheitssystem gelang der Kurswechsel. Der besondere Dank
Oberchristls gilt daher auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
"seiner" OÖGKK, die trotz konsequenten Sparkurses seit über zehn
Jahren, immer enger werdenden Personalressourcen und oft bösartigen
Angriffen aus der Parteipolitik Hervorragendes geleistet haben.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist für Helmut Oberchristl auch die
funktionierende Zusammenarbeit mit der oberösterreichischen
Ärztekammer. Wenn Krankenkasse und Ärzte nicht gegeneinander sondern
im Sinne der Versicherten und Patienten fair zusammenarbeiten, nutze
das vor allem der Gesundheit im Bundesland.

Die Zusammenarbeit der Kassen auf allen Ebenen war für Helmut
Oberchristl in seiner gesamten Amtszeit ein wichtiges Anliegen. Das
war auch der Grund für den freiwilligen Zusammenschluss der
Krankenkassen in der Arbeitsgemeinschaft der
Krankenversicherungsträger (ARGE KV), der Oberchristl seit der
Gründung im Jahr 2001 vorstand. In diesem Jahr wurde die - inzwischen
vom Verfassungsgerichtshof wegen schwerer Demokratie- und
Rechtsstaatsverstößen aufgehobene - Hauptverbands-"Reform"
durchgesetzt, welche die Kassen von allen Entscheidungen in "ihrem"
Dachverband ausschloss. Die freiwillige Zusammenarbeit in der ARGE KV
hat maßgebliche Fortschritte für die Sozialversicherung gebracht,
etwa im Bereich der Rechenzentrums-Zusammenschlüsse.

Weniger positiv fällt Helmut Oberchristls Erinnerung an seine Zeit
als Vizepräsident des Hauptverbandes aus. Auch die Gesundheitspolitik
habe gerade in den letzten fünf bis zehn Jahren die Arbeit der
Krankenkassen eher behindert und erschwert. Die Finanzierung des
Gesundheitssystems werde seit Jahren durch Geld-Entzug untergraben,
Bürokratie, wirklichkeitsfremder Zentralismus und von der Politik
erzwungene Leistungsverschlechterungen für die Versicherten hätten
die Krankenkassen in schwere Bedrängnis gebracht.

Der neue OÖGKK-Obmann in Stichworten

Name: Alois Stöger
Wohnort: Gallneukirchen
Geburtsdatum: 3. September 1960 in Linz
Familienstand: geschieden; eine 18-jährige Tochter lebt im
gemeinsamen Haushalt.

Ausbildung:

- Lehrabschluss als Werkzeugmacher und Dreher 
 - Abschluss der Sozialakademie der Arbeiterkammer Wien 1987 
 - Abgeschlossene Supervisionsausbildung des Bundesinstitutes für 
   Erwachsenenbildung (1992)
 - Europäische Gewerkschaftsakademie 1995 bis 1996
 - Studium der sozialen Praxis an der Marc Bloch Universität in 
   Strassbourg und Linz 1997 bis 2000  - Studienabschluss mit dem 
   akademischen Titel des "Diplômé des Hautes Etudes des Pratiques 
   Sociales"

Freizeit: Bergwandern und Laufen

Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel: (0732) 7807-2020

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel