- 30.08.2005, 13:46:46
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Heinisch-Hosek: Realitätsferne Rauch-Kallats führt zu massivem Konflikt um ÖVP-Frauenpolitik
Wien (SK) Auf den "massiven Konflikt um die Frauenpolitik
innerhalb der ÖVP" machte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele
Heinisch-Hosek am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst aufmerksam.
Jüngster Auslöser der seit langem akuten Uneinigkeit ist das Vorhaben
der Frauenministerin, Frauen während der Babypause am Ende des
Kündigungsschutzes brieflich aufzufordern, mit dem Arbeitgeber in
Kontakt zu treten. "Wohl in der weltfremden Annahme, die Frauen,
denen eine Kündigung ins Haus steht, könnten diese durch ein
'Hallo-hier-bin-ich' abwenden", so Heinisch-Hosek. "Die
ÖAAB-Frauenchefin, die den berufstätigen Frauen verpflichtet ist, hat
offensichtlich die an Zynismus grenzende Abgehobenheit Rauch-Kallats
erkannt und sich gegenüber der APA entsprechend geäußert", so
Heinisch-Hosek. ****
"Was wirklich Not tut, ist nicht ein Brieflein der offenbar
weit von den realen Bedürfnissen der Frauen entfernten
Frauenministerin, sondern 100 Millionen Euro für frauenspezifische
AMS-Maßnahmen, Frauen-Arbeitsstiftungen, das Zurückdrängen prekärer
Arbeitsverhältnisse, spezielle AMS-Beratung für
Kindergeld-Bezieherinnen und der Ausbau von
Kinderbetreuungseinrichtungen", betonte Heinisch-Hosek.
Vehement distanzierte sich die SPÖ-Frauensprecherin allerdings von
dem von Brinek benutzten Begriff "Kleinkindsentimentalität". "Das ist
eine abfällige Wortwahl. Ich habe im Gegenteil immer wieder die
Erfahrung gemacht, dass Frauen mit Kindern versuchen, besonders
verantwortungsvoll zu agieren", so Heinisch-Hosek abschließend.
(Schluss) up
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