"trend": Sörensen kritisiert Flughafen Wien

Der AUA-Chef hält den Flughafen Schwechat für eine reine Geldmaschine.

Wien (OTS) - "Wir haben ein massives Problem mit dem Flughafen", kritisiert AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen den Vienna International Airport in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "trend". Im Vergleich zu den direkten Konkurrenten wie München, Zürich, Mailand oder Frankfurt seien die Sicherheitsgebühren in Wien "wesentlich höher, obwohl Wien deshalb sicher nicht umso viel sicherer ist als Frankfurt". Österreich hätte sogar die höchste Sicherheitsgebühr Europas. Sörensen: "Der Flughafen Wien ist eine reine Geldmaschine mit einer 36 Prozent EBIT-Marge im Aviation Bereich. Die Bundesländer Wien und Niederösterreich kriegen jedes Jahr Riesenausschüttungen."
Gleichzeitig ist Sörensen mit der Leistung des Wiener Flughafens unzufrieden. "Warum war Wien im Mai der Flughafen Europas mit der dritthöchsten Anzahl von Slot-Verspätungen? Und warum einer der schlechtesten Flughäfen beim Thema verlorene Gepäcksstücke?" Sörensen fordert im "trend"-Interview einen Regulator, so wie in Großbritannien, in Deutschland oder in Skandinavien: "Ein Regulator müsste zum Beispiel fragen: Ist es gerechtfertigt, dass ein infrastrukturelles Monopol wie der Flughafen Wien 36 Prozent EBIT-Marge macht? Ist das im Interesse des Gesamtsystems? Österreich müsste eigentlich ein Interesse daran haben, dass es die AUA weiter in dieser Größe gibt."
Sörensen ärgert sich aber auch über andere heimische Airports:
"Die Regionalflughäfen geben den Billig-Carriern Riesenrabatte und eine Airline wie die AUA, die schon vierzig Jahre dort ist, muss das Ganze bezahlen. Das ist aber kein rein österreichisches Phänomen. Man findet diese Subventionierung von Low-Cost-Carriern in ganz Europa, obwohl es illegal ist. Wir wehren uns auch mit gerichtlichen Schritten dagegen."

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