• 27.08.2005, 08:00:00
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"profil": Pröll kritisiert "Gewinnmaximierung unter Ausbeutung aller Ressourcen"

NÖ-Landeshauptmann verteidigt Sendemastengesetz - attackiert Mobilfunk-Manager

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" verteidigt Niederösterreichs
Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) das umstrittene Sendemastengesetz
mit heftigen Worten: "Nicht alles, was technisch möglich ist, ist
moralisch zu rechtfertigen und muss auch nicht sinnvoll und
zukunftsträchtig sein. Man sollte der nächsten Generation keine
negative Hinterlassenschaft aufbürden."

Scharf attackiert der Landeshauptmann die Handynetzbetreiber: "Die
Herren Nemsic & Co. sitzen heute auf dick gepolsterten
Managersesseln, und wenn sie sich ihre Geldtaschen voll gestopft
haben, werden sie absalutieren und sich nicht kümmern, ob sie die
Landschaft verschandelt oder die Leute krank gemacht haben." Jeder
Wirtschaftstreibende habe auch eine moralische Verpflichtung:
"Gewinnmaximierung unter Ausbeutung aller Ressourcen dieser Welt ist
verwerflich", so Pröll im "profil"-Interview.

Von der Aufforderung nach einem Generationenwechsel in der
Politik, auch an der ÖVP-Spitze, welche die ehemaligen
ÖVP-Spitzenpolitiker Erhard Busek und Heinrich Neisser erhoben haben,
hält Pröll wenig: "Wichtig ist eine gute Mischung aus junger Dynamik
und Erfahrung. Das ist der Stoff, aus dem der Erfolg gemacht ist.
Nicht nur in der Politik."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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