- 26.08.2005, 10:29:37
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Kickl: Afghanistan: Österreichische Soldaten unverzüglich abziehen
Reisewarnung des Außenministeriums bestätigt Gefahren
Den sofortigen Abzug der 93 österreichischen Soldaten aus Afghanistan
forderte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl.
Es sei völlig verantwortungslos gewesen, Bundesheerangehörige in
dieses von Krieg, Bürgerkrieg und Terrorismus zerrüttete Land zu
schicken, warf Kickl dem Bundeskanzler und dem Verteidigungsminister
vor. Österreichisches Militär habe am Hindukusch nichts verloren. Das
Leben dieser Männer sei akut gefährdet.
Kickl verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle
Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums, in der auf die
Gefährlichkeit der Situation in Afghanistan hingewiesen werde.
Wörtlich heißt es in dieser Reisewarnung, die vom 21.2.2005 datiert
und bislang nicht widerrufen oder entschärft wurde:
"Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten warnt dringend
und ausdrücklich vor Reisen nach oder durch Afghanistan, da höchste
Gefahr terroristischer Anschläge besteht. Auch in der Hauptstadt
Kabul kann es trotz Präsenz der internationalen Schutztruppen zu
Attentaten kommen. Während der Tagesstunden besteht die Gefahr von
Überfällen in Vororten und Seitenstrassen, in der Nacht finden häufig
Schießereien und Gewaltverbrechen statt. Im übrigen Land besteht die
Gefahr von Terrorakten, Gewaltverbrechen, Überfällen, Straßenraub und
Mord. Kriegerische Auseinandersetzungen mit den einzelnen
afghanischen Milizen aber auch mit versprengten Anhängern des
ehemaligen Taliban-Regimes und Al Qaida-Kämpfern haben in letzter
Zeit wieder zugenommen. Die Sicherheitskräfte der Übergangsregierung
tragen zwar zur Stabilisierung bei, können aber die Sicherheit in den
meisten Landesteilen nicht gewährleisten. Ausländer können Bewußt zum
Ziel von Entführungen, bewaffneten Angriffen und Gewaltakten werden.
Österreichischen StaatsbürgerInnen, die sich in Afghanistan
aufhalten, wird zu höchster Vorsicht geraten. Dies gilt auch für
Orte, die von Ausländern stark frequentiert werden, so z. B. Hotels,
Restaurants, Geschäfte und Märkte. Es wird dringend angeraten,
Fahrten in und außerhalb Kabuls nur in bewaffneter Begleitung zu
unternehmen. Abseits der Hauptstraßen besteht darüber hinaus ein
beträchtliches Risiko durch Minen und nicht detonierte Munition."
(http://www.bmaa.gv.at/view.php3?f_id=2178&LNG=de&version=)
"Diese Beschreibung sagt nichts anderes aus, als daß in Afghanistan
immer noch Krieg herrscht", betonte Kickl. Es könne somit auch von
keiner friedenssichernden Mission der österreichischen Soldaten die
Rede, da es dort keinen zu sichernden Frieden gebe. Schüssel und
Platter müßten daher die 93 Österreicher sofort nach Hause holen. Es
müsse sofort gehandelt werden.
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