Kickl: Afghanistan: Österreichische Soldaten unverzüglich abziehen

Reisewarnung des Außenministeriums bestätigt Gefahren

Den sofortigen Abzug der 93 österreichischen Soldaten aus Afghanistan forderte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl.

Es sei völlig verantwortungslos gewesen, Bundesheerangehörige in dieses von Krieg, Bürgerkrieg und Terrorismus zerrüttete Land zu schicken, warf Kickl dem Bundeskanzler und dem Verteidigungsminister vor. Österreichisches Militär habe am Hindukusch nichts verloren. Das Leben dieser Männer sei akut gefährdet.

Kickl verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums, in der auf die Gefährlichkeit der Situation in Afghanistan hingewiesen werde. Wörtlich heißt es in dieser Reisewarnung, die vom 21.2.2005 datiert und bislang nicht widerrufen oder entschärft wurde:

"Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten warnt dringend und ausdrücklich vor Reisen nach oder durch Afghanistan, da höchste Gefahr terroristischer Anschläge besteht. Auch in der Hauptstadt Kabul kann es trotz Präsenz der internationalen Schutztruppen zu Attentaten kommen. Während der Tagesstunden besteht die Gefahr von Überfällen in Vororten und Seitenstrassen, in der Nacht finden häufig Schießereien und Gewaltverbrechen statt. Im übrigen Land besteht die Gefahr von Terrorakten, Gewaltverbrechen, Überfällen, Straßenraub und Mord. Kriegerische Auseinandersetzungen mit den einzelnen afghanischen Milizen aber auch mit versprengten Anhängern des ehemaligen Taliban-Regimes und Al Qaida-Kämpfern haben in letzter Zeit wieder zugenommen. Die Sicherheitskräfte der Übergangsregierung tragen zwar zur Stabilisierung bei, können aber die Sicherheit in den meisten Landesteilen nicht gewährleisten. Ausländer können Bewußt zum Ziel von Entführungen, bewaffneten Angriffen und Gewaltakten werden. Österreichischen StaatsbürgerInnen, die sich in Afghanistan aufhalten, wird zu höchster Vorsicht geraten. Dies gilt auch für Orte, die von Ausländern stark frequentiert werden, so z. B. Hotels, Restaurants, Geschäfte und Märkte. Es wird dringend angeraten, Fahrten in und außerhalb Kabuls nur in bewaffneter Begleitung zu unternehmen. Abseits der Hauptstraßen besteht darüber hinaus ein beträchtliches Risiko durch Minen und nicht detonierte Munition."
(http://www.bmaa.gv.at/view.php3?f_id=2178&LNG=de&version=)

"Diese Beschreibung sagt nichts anderes aus, als daß in Afghanistan immer noch Krieg herrscht", betonte Kickl. Es könne somit auch von keiner friedenssichernden Mission der österreichischen Soldaten die Rede, da es dort keinen zu sichernden Frieden gebe. Schüssel und Platter müßten daher die 93 Österreicher sofort nach Hause holen. Es müsse sofort gehandelt werden.

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