- 26.08.2005, 10:11:07
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Kickl: Staatsbürgerschaft: "Bodenrecht" öffnet Mißbrauch Tür und Tor
Wartezeit für Staatsbürgerschaft soll 15 Jahre betragen
Als absolut grotesk bezeichnete FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl
heute die Forderung der Grünen nach einer Verkürzung der Wartefrist
für Einbürgerungen auf fünf Jahre und nach einem "Bodenrecht".
Gleichzeitig bekräftigte er, daß eine Wartezeit für die
Staatsbürgerschaft von 15 Jahren die Regel werden solle.
Das "Bodenrecht", also die automatische Verleihung der
Staatsbürgerschaft an in Österreich geborene Kinder, auch wenn kein
Elternteil Österreicher sei, lehnt die FPÖ definitiv ab. Zum einen
öffne man damit dem Mißbrauch Tür und Tor, was letztlich dazu führen
könne, daß man den Schlepperbanden einen neuen Erwerbszweig eröffne,
warnte Kickl. Zum anderen wären etwa amerikanische, italienische oder
französische Touristen, deren Kind zufällig in Österreich geboren
würde, wohl nicht sehr begeistert, wenn man den Sprößling mit der
Staatsbürgerschaft zwangsbeglücke. Auch einer Verkürzung der
Wartefrist für Einbürgerungen auf fünf Jahre erteilte Kickl eine
klare Absage.
Allerdings müsse man sich bei den Grünen sogar bedanken, daß sie ihr
Weltbild vor den Wien-Wahlen so deutlich offenbart hätten, meinte
Kickl. "Denn jetzt weiß wirklich jeder, was zu erwarten ist, wenn
Häupl und die Grünen in der Bundeshauptstadt schalten und walten
können, wie es ihnen beliebt. Dann erhält wahrscheinlich jeder, der
Wien zufällig in einem Flugzeug überquert, die Staatsbürgerschaft.
Auch das leidige Problem mit den Asylwerbern können sich Häupl und
Vassilakou so vom Hals schaffen. Man gibt den Leuten einfach die
Staatsbürgerschaft und - Hokuspokus! - hat man sowohl die
Asylwerberquote wie auch die Ausländerquote gesenkt. Auf diese Weise
spart man sich dann auch die Diskussion über das Ausländerwahlrecht,
weil ohnehin jeder sofort eingebürgert wird."
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