Kickl: Staatsbürgerschaft: "Bodenrecht" öffnet Mißbrauch Tür und Tor

Wartezeit für Staatsbürgerschaft soll 15 Jahre betragen

Als absolut grotesk bezeichnete FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl heute die Forderung der Grünen nach einer Verkürzung der Wartefrist für Einbürgerungen auf fünf Jahre und nach einem "Bodenrecht". Gleichzeitig bekräftigte er, daß eine Wartezeit für die Staatsbürgerschaft von 15 Jahren die Regel werden solle.

Das "Bodenrecht", also die automatische Verleihung der Staatsbürgerschaft an in Österreich geborene Kinder, auch wenn kein Elternteil Österreicher sei, lehnt die FPÖ definitiv ab. Zum einen öffne man damit dem Mißbrauch Tür und Tor, was letztlich dazu führen könne, daß man den Schlepperbanden einen neuen Erwerbszweig eröffne, warnte Kickl. Zum anderen wären etwa amerikanische, italienische oder französische Touristen, deren Kind zufällig in Österreich geboren würde, wohl nicht sehr begeistert, wenn man den Sprößling mit der Staatsbürgerschaft zwangsbeglücke. Auch einer Verkürzung der Wartefrist für Einbürgerungen auf fünf Jahre erteilte Kickl eine klare Absage.

Allerdings müsse man sich bei den Grünen sogar bedanken, daß sie ihr Weltbild vor den Wien-Wahlen so deutlich offenbart hätten, meinte Kickl. "Denn jetzt weiß wirklich jeder, was zu erwarten ist, wenn Häupl und die Grünen in der Bundeshauptstadt schalten und walten können, wie es ihnen beliebt. Dann erhält wahrscheinlich jeder, der Wien zufällig in einem Flugzeug überquert, die Staatsbürgerschaft. Auch das leidige Problem mit den Asylwerbern können sich Häupl und Vassilakou so vom Hals schaffen. Man gibt den Leuten einfach die Staatsbürgerschaft und - Hokuspokus! - hat man sowohl die Asylwerberquote wie auch die Ausländerquote gesenkt. Auf diese Weise spart man sich dann auch die Diskussion über das Ausländerwahlrecht, weil ohnehin jeder sofort eingebürgert wird."

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