Grünewald: Die Gesundheit der Menschen darf der Regierung nicht egal sein

Sinnvolle Investitionen ins Gesundheitssystem bringen hohe Rendite für Staat, Wirtschaft und Betroffene

Wien (OTS) - "Ungleichheiten der Versorgung mit Gesundheitsleistungen werden durch ein föderales System unterschiedlichster Verantwortlichkeiten und Kompetenzen sowie durch verworrenste Finanzierungsströme fortgeschrieben. Kassenbeiträge und Kassenleistungen sind von einer bundeseinheitlichen Harmonisierung weit entfernt", kritisiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die aktuelle Gesundheitsdiskussion. "Rationalisierungsmaßnahmen sind zwar geplant und angedacht, Spareffekte durch die Gesundheitsreform bedürfen aber der Zustimmung der Länder und massiver organisatorischer Maßnahmen und werden daher laut zahlreichen ExpertInnen kaum vor vier bis sechs Jahren spürbar werden. Zwischenzeitlich drücken sinkende Lohn- und Beschäftigungsquoten die Kasseneinnahmen und bescheren von Jahr zu Jahr höhere Defizite. Leistungseinschränkungen und vermehrte Belastung der Kranken durch Selbstbehalte und Eigenfinanzierungen sind die Folge", analysiert Grünewald den gegenwärtigen Zustand.

"Wenn sich alle einig sind, dass der Fortschritt der Medizin und die Zunahme älterer Menschen mit ihren chronischen Krankheiten die Kosten des Gesundheitswesens hinauftreiben wird, kann die Liquidität der Kassen der Politik und damit auch den Regierungsparteien nicht weiterhin egal sein. Hoffen auf Wunder kann man in Maria Zell nicht aber im Ministerrat und im Parlament", so Grünewald weiter.

Daher sei neben der Ausschöpfung aller Sparpotentiale durch Bemühung um rationaleren und optimierten Mitteleinsatz die Handlungsfähigkeit der Kassen nachhaltig zu sichern. Sinnvolle Investitionen ins Gesundheitssystem bringen eine hohe Rendite für Staat, Wirtschaft und Betroffene. Wer dies nicht einsieht verweigert die Realität und handelt unverantwortlich. "Die Grünen wollen und werden darüber tabulos debattieren und warten auf Antworten auf unsere Vorschläge, die über billige Polemik und unbedarfte Phrasen hinaus gehen. Die Entlastung des Kostenfaktors Arbeit ist eines unserer Ziele, die Schonung der Privilegierten und Bestverdiener überlassen wir den anderen" schließt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004