- 22.08.2005, 12:08:41
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Logistikmärkte in den MOE-Staaten profitieren von EU-Osterweiterung: Distributionsleistungen wachsen bis 2007 jährlich um neun Prozent
Bremen (ots) - Volumen steigt auf insgesamt 4,2 Milliarden Euro /
Lohnkostenvorteile im Ost-West-Verkehr von bis zu 80 Prozent /
BVL-Veranstaltung vom 08.-09.09.2005 in Bratislava
Die EU-Osterweiterung entwickelt sich immer mehr zum
Wachstumsmotor der Logistikmärkte in Mittel- und Osteuropa. Nach
einer Marktanalyse von Christian Skaret, Geschäftsführer und Mitglied
des Vorstands der Bundesvereinigung Logistik Österreich, im Vorfeld
des Forums "Logistikmärkte in den MOE-Staaten" in der slowakischen
Hauptstadt Bratislava, wächst der Logistikmarkt in diesen Staaten bis
2007 jährlich um neun Prozent. Haupttreiber dieses Wachstums ist die
Distribution hochwertiger Güter für die Automobil- und
Maschinenbau-Industrie sowie die Metall- und Kunststoffproduktion. Im
Jahr 2007 wird der Logistikmarkt in den MOE-Staaten laut der
BVL-Untersuchung insgesamt ein Volumen von rund 4,20 Milliarden Euro
bei weiter steigender Tendenz erreicht haben. In 2005 wird es sich
auf etwa 3,55 Milliarden Euro belaufen.
Mit diesem Wachstum ist eine zunehmende Arbeitsteilung bei
Logistik-Aufgaben zwischen den "alten" EU-Ländern und den MOE-Staaten
verbunden. Im Zuge dessen wird Österreich seine historisch
gewachsenen Standortvorteile langfristig verlieren, während sich
Polen, Ungarn und die Slowakei zu Top-Logistikstandorten entwickeln
werden. Diese Länder profitieren dabei von den erheblichen
Lohnkostenvorteilen gegenüber Deutschland und Österreich, die sie
trotz des relativ schnell steigenden Lohnniveaus noch eine ganze
Reihe von Jahren werden halten können. So macht der Lohnkostenanteil
an den Transportkosten in den MOE-Staaten im Verhältnis zum
Bruttolohn eines deutschen LKW-Fahrers lediglich zwischen 20 und 25
Prozent des deutschen Niveaus aus. Bezogen auf die
Gesamttransportkosten beläuft sich der Kostenvorteil im
Ost-West-Verkehr für Logistik-Anbieter aus den MOE-Staaten immer noch
auf über 50 Prozent. Dies sind unter anderem auch die Gründe, warum
beispielsweise Volkswagen-Skoda die Ansiedlung von Zulieferbetrieben
in der geographischen Nähe fördert.
Dieter Bock, Mitglied des Vorstands der BVL Deutschland, empfiehlt
deutschen Unternehmen, in den osteuropäischen Ländern zu investieren,
um so vom dortigen Wachstum profitieren und zukunftsfähige
Produktionsnetzwerke aufbauen zu können. "Diese Investitionen tragen
gleichzeitig zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung in Deutschland
bei", so Bock. Die Verknüpfung der "alten" und "neuen" Standorte sei
aber nur mit einer intelligenten Logistik, produktionsnahen
Logistik-Ansiedlungen und exzellenten Logistik-Dienstleistern
möglich.
Beim Forum der Bundesvereinigung Logistik in Bratislava vom 8. bis
9.September dreht sich alles um Chancen und Trends für die Logistik
in Mittel- und Osteuropa. Dort werden Logistik-Entscheider aus
Industrie, Handel und Dienstleistung aus den "alten" und "neuen"
EU-Staaten mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft
zusammenkommen, um sich über die weitere Entwicklung der
Logistikmärkte zu informieren und die Rahmenbedingungen für künftige
Investitionen in den MOE-Staaten auszuloten. Weitere Informationen
über die Veranstaltung sind im Internet unter www.bvl.de abrufbar.
Die Bundesvereinigung Logistik ist eine neutrale Plattform für
Manager der Logistik und vereinigt rund 6.900 Mitglieder aus den
Führungsebenen von Industrie, Handel, Dienstleistung und
Wissenschaft. Sie gibt Anregungen und Impulse für
branchenübergreifende und zukunftsweisende logistische Konzepte zur
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im In- und
Ausland.
Rückfragehinweis:
Für weitere Informationen und Rückfragen:
Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.
Ulrike Dautzenberg
Tel.: 0421 - 173 84 21
Mail: [email protected]
oder
PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Joachim Haack
Tel.: 040 - 39 92 72-0
Mail: [email protected]
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