Logistikmärkte in den MOE-Staaten profitieren von EU-Osterweiterung: Distributionsleistungen wachsen bis 2007 jährlich um neun Prozent

Bremen (ots) - Volumen steigt auf insgesamt 4,2 Milliarden Euro / Lohnkostenvorteile im Ost-West-Verkehr von bis zu 80 Prozent / BVL-Veranstaltung vom 08.-09.09.2005 in Bratislava

Die EU-Osterweiterung entwickelt sich immer mehr zum Wachstumsmotor der Logistikmärkte in Mittel- und Osteuropa. Nach einer Marktanalyse von Christian Skaret, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands der Bundesvereinigung Logistik Österreich, im Vorfeld des Forums "Logistikmärkte in den MOE-Staaten" in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, wächst der Logistikmarkt in diesen Staaten bis 2007 jährlich um neun Prozent. Haupttreiber dieses Wachstums ist die Distribution hochwertiger Güter für die Automobil- und Maschinenbau-Industrie sowie die Metall- und Kunststoffproduktion. Im Jahr 2007 wird der Logistikmarkt in den MOE-Staaten laut der BVL-Untersuchung insgesamt ein Volumen von rund 4,20 Milliarden Euro bei weiter steigender Tendenz erreicht haben. In 2005 wird es sich auf etwa 3,55 Milliarden Euro belaufen.

Mit diesem Wachstum ist eine zunehmende Arbeitsteilung bei Logistik-Aufgaben zwischen den "alten" EU-Ländern und den MOE-Staaten verbunden. Im Zuge dessen wird Österreich seine historisch gewachsenen Standortvorteile langfristig verlieren, während sich Polen, Ungarn und die Slowakei zu Top-Logistikstandorten entwickeln werden. Diese Länder profitieren dabei von den erheblichen Lohnkostenvorteilen gegenüber Deutschland und Österreich, die sie trotz des relativ schnell steigenden Lohnniveaus noch eine ganze Reihe von Jahren werden halten können. So macht der Lohnkostenanteil an den Transportkosten in den MOE-Staaten im Verhältnis zum Bruttolohn eines deutschen LKW-Fahrers lediglich zwischen 20 und 25 Prozent des deutschen Niveaus aus. Bezogen auf die Gesamttransportkosten beläuft sich der Kostenvorteil im Ost-West-Verkehr für Logistik-Anbieter aus den MOE-Staaten immer noch auf über 50 Prozent. Dies sind unter anderem auch die Gründe, warum beispielsweise Volkswagen-Skoda die Ansiedlung von Zulieferbetrieben in der geographischen Nähe fördert.

Dieter Bock, Mitglied des Vorstands der BVL Deutschland, empfiehlt deutschen Unternehmen, in den osteuropäischen Ländern zu investieren, um so vom dortigen Wachstum profitieren und zukunftsfähige Produktionsnetzwerke aufbauen zu können. "Diese Investitionen tragen gleichzeitig zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung in Deutschland bei", so Bock. Die Verknüpfung der "alten" und "neuen" Standorte sei aber nur mit einer intelligenten Logistik, produktionsnahen Logistik-Ansiedlungen und exzellenten Logistik-Dienstleistern möglich.

Beim Forum der Bundesvereinigung Logistik in Bratislava vom 8. bis 9.September dreht sich alles um Chancen und Trends für die Logistik in Mittel- und Osteuropa. Dort werden Logistik-Entscheider aus Industrie, Handel und Dienstleistung aus den "alten" und "neuen" EU-Staaten mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft zusammenkommen, um sich über die weitere Entwicklung der Logistikmärkte zu informieren und die Rahmenbedingungen für künftige Investitionen in den MOE-Staaten auszuloten. Weitere Informationen über die Veranstaltung sind im Internet unter www.bvl.de abrufbar.

Die Bundesvereinigung Logistik ist eine neutrale Plattform für Manager der Logistik und vereinigt rund 6.900 Mitglieder aus den Führungsebenen von Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft. Sie gibt Anregungen und Impulse für branchenübergreifende und zukunftsweisende logistische Konzepte zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im In- und Ausland.

Rückfragen & Kontakt:

Für weitere Informationen und Rückfragen:

Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.
Ulrike Dautzenberg
Tel.: 0421 - 173 84 21
Mail: dautzenberg@bvl.de

oder

PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Joachim Haack
Tel.: 040 - 39 92 72-0
Mail: jhaack@publikom.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN0002