- 22.08.2005, 09:21:48
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AK Bahn-Service-Test: Bahn fahren, Nerven sparen? (1)
EinpendlerInnen nach Wien beklagen unpünktliche Züge, mangelnde Informationen über Verspätungen sowie verschmutzte Züge
Wien (OTS) - Bahn fahren kostet Nerven und Zeit. Eine aktuelle AK
Umfrage bei knapp 300 Bahn-PendlerInnen, die täglich bis zu 100
Kilometer nach Wien in die Arbeit und wieder heim fahren, zeigt:
Jeder dritte Pendlerzug verspätete sich zwischen drei Minuten und
eineinhalb Stunden. Die meisten Verzögerungen waren auf der
Nord-Strecke von Mistelbach, Laa und Stockerau nach Wien. Die
PendlerInnen beklag-ten, dass sie über Verspätungen weder am
Bahngleis (in 61 Prozent der Fälle) noch im Zug (in 85 Prozent der
Fälle) informiert wurden. Und fast jeder Zweite verpasste wegen der
Verspätung seinen Anschluss.
Bahn-PendlerInnen, die im 50-Kilometer-Umkreis von Wien wohnen,
haben im März für die AK das Bahnservice getestet. Insgesamt haben
278 EinpendlerInnen mindestens eine Woche lang auf der Fahrt zum
Arbeitsplatz und nach Hause ein Tagebuch geführt. Die EinpendlerInnen
kamen vom Norden (Mistelbach, Laa an der Thaya, Stockerau),
Nordwesten (Hollabrunn, Retz, Klosterneuburg, Tulln, Waldviertel),
Westen (Wienerwald, St. Pölten), Süden (Baden, Wr. Neustadt),
Südosten (Pottendorf, Ebenfurth), Osten (Bruck, Hainburg) und
Nordosten (Gänserndorf, Marchegg).
Die Befragten bemängelten, dass jeder dritte Pendlerzug eine
Verspätung zwischen drei und 90 Minuten hatte. Die meisten
Verspätungen, und zwar jede zweite Fahrt, waren auf der Nord-Strecke
von Mistelbach, Laa an der Thaya und Stockerau nach Wien. Die größte
Unpünktlichkeit mit 90 Minuten gab es auf der Süd-Route aus Wr.
Neustadt nach Wien. Die PendlerInnen kritisierten obendrein die
spärlichen Informationen über Verspätungen: In 61 Prozent der Fälle
gab es keine Mitteilungen am Bahngleis und in 85 Prozent der Fälle
auch nicht im Zug. Und in zwei Drittel der Fälle (67 Prozent) hörten
die Befragten die Durchsage einer Verspätung nicht, weil sie zu leise
oder undeutlich war.
Fast jeder zweite Befragte hatte Probleme mit der
Anschlussverbindung, weil der Zug unpünktlich war. Vor allem für
PenderInnen aus dem Norden (Mistelbach und Laa) und Westen
(Wienerwald und St. Pölten) war es schwieirig, in ein anderes
öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen: So gaben 68 Prozent der
NordpendlerInnen und jeder zweite Westeinpendler an, die
Anschlussverbindung versäumt zu haben.
Um die Sauberkeit in den Zügen ist es nicht immer bestens
bestellt. Fast 24 Prozent der PendlerInnen sagten, das WC ist nicht
sauber. 13 Prozent antworteten, dass es im Zug schmutzig ist.
Besonders PendlerInnen aus dem Nordosten wie Gänserndorf oder
Marchegg klagten über den Dreck. Acht Prozent beanstandeten das
unzureichende Sitzangebot.
Mehr als die Hälfte erklärte, mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren
und dann in den Zug einzusteigen. 36 Prozent finden das
Parkplatzangebot am Bahnhof ungenügend. Es beschwerten sich
vorwiegend PendlerInnen aus dem Südosten (55 Prozent) und jeder
zweite aus dem Norden, dass zu wenig Abstellplätze vorhanden sind.
(Forts.)
Rückfragehinweis:
Christian Spitaler AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 50 165 - 2152 mobile: (+43) 664 45 43 43 6 mailto:[email protected] http://wien.arbeiterkammer.at
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