• 18.08.2005, 11:45:55
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Donaufeld: Neue Entwicklungen in Kagran

Wien (OTS) - Die mittlerweile siebente Tour in eines der 13
Zielgebiete des neuen Wiener Stadtentwicklungsplans führte ins
Zielgebiet "Donaufeld". Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker
präsentierte Mittwoch gemeinsam u.a. mit dem Bezirksvorsteher von
Floridsdorf, Ing. Heinz Lehner sowie der Architektin Elsa Prochazka
die Entwicklungspotenziale und Vorhaben für diesen Bereich. Das ca.
70 ha große Entwicklungsgebiet Donaufeld liegt zwischen den zwei
wichtigen Stadtzentren Floridsdorf und Kagran und umfasst die
großteils erwerbsgärtnerisch genutzten Flächen zwischen Fultonstraße,
Donaufelder Straße, Dückegasse (B3) und Oberer Alter Donau. Im Westen
grenzt es direkt an das Mühlschüttel mit seinen zahlreichen
Infrastruktureinrichtungen.****

Im Rahmen mehrerer Leitprogramme und Expertenverfahren für das
Gebiet Donaufeld-Kagran wurden bereits in den 90er Jahren die Weichen
für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung in diesem Bereich gelegt.
Auf Basis dieser Programme wurden Beispiele für innovative
Stadtentwicklungsprojekte realisiert, wie z.B. die FrauenWerkStadt,
die Autofreie Mustersiedlung oder die Compact City, mit denen jeweils
unterschiedlichen Wohnbedürfnissen der Menschen Rechnung getragen
wird. Ziel ist es generell, einen lebendigen Stadtteil mit hoher
Lebensqualität zu schaffen. Einige Voraussetzungen dafür sind bereits
geben: Das Zielgebiet liegt relativ zentral und die übergeordnete
Verkehrsinfrastruktur ist grundsätzlich vorhanden (B 3,
Straßenbahnlinie 26 mit künftig kürzerer Anbindung an die verlängerte
U 1). Weiters ist mittelfristig die Errichtung einer zusätzlichen,
schnellen Tangentiallinie zwischen Floridsdorf (U 6, S-Bahn) und dem
Donauzentrum (U 1) vorgesehen (Linie 16). Ein Radweg entlang der
neuen B3 bietet auch den RadfahrerInnen eine attraktive Verbindung
zwischen den beiden Bezirken.

Städtebaulicher Wettbewerb "SchauPlatzKagran"

Im Zuge der in Bau befindlichen Verlängerung der U-Bahnlinie U1
nach Leopoldau ergeben sich wesentliche Veränderungen für die
Umgebung der derzeitigen U1 Endstelle Kagran. Daher hat die MA 21B
unter dem Titel "SchauPlatzKagran" 2003 einen städtebaulichen
Wettbewerb durchgeführt, um die städtebaulichen Leitziele für das
Bezirkszentrum Kagran neu zu formulieren. Dabei galt es, sowohl auf
funktionelle Änderungen im direkten Umfeld der derzeitigen Endstelle
als auch auf die zu erwartenden Entwicklungsimpulse an den neuen
Stationen der U1 zu reagieren. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbes
bestand in der Erarbeitung eines städtebaulichen Bebauungs- und
Nutzungskonzeptes. Zur funktionellen Ausgewogenheit fehlt es dem
Zentrum Donaustadt insbesondere noch an komplementären tertiären
Nutzungen (Büros, kulturelle Einrichtungen, Unterhaltung,
Gastronomie, Markt).

Ziel: Verbesserung des städtebaulichen Erscheinungsbildes

Ziel des Wettbewerbes war eine Verbesserung des städtebaulichen
Erscheinungsbildes und eine entsprechende Urbanität des gesamten
Zentrumsbereiches durch eine attraktive Gestaltung des öffentlichen
Raumes und imagebildende Bauten. Vom Preisgericht unter Vorsitz von
Architektin Univ.-Prof. Mag.arch. Elsa Prochazka wurde das Projekt
von Architekt DI Friedrich Priesner und DI Eva Ceska zur weiteren
Bearbeitung empfohlen, das Architektenteam Ceska/Priesner wurde mit
der Erstellung eines städtebaulichen Leitbildes beauftragt. Dieses
dient als Grundlage für zukünftige Planungen und zur Beurteilung von
Projektvorhaben. Vorgesehen sind Wohnbebauung mit der dazugehörigen
Infrastruktur (Schule, Kindertagesheim) sowie ein großer Grünbereich.
Insgesamt sind rund 1.180 Wohnungen und rund 1.500 Arbeitsplätze
geplant, im Rahmen des Hochhauskonzepts für Wien eignet sich der
Standort auch als Hochhausstandort. Mit der Realisierung kann nach
Ende des U-Bahn-Baus begonnen werden. (Schluss) gb

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Lothar Fischmann
Tel.: 4000/81 418
mailto:[email protected]

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