• 18.08.2005, 10:45:41
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Tumpel: Mehr gegen die Lehrstellenkrise tun!

Über 19.000 Jugendliche ohne Lehrstelle im Betrieb - so viele wie noch nie

Wien (OTS) - Über 19.000 Jugendliche haben derzeit keine
Lehrstelle im Betrieb - so viele wie noch nie, ergeben die
AK-Berechnungen auf Grundlage der Arbeitsmarktservice-Zahlen: Die
Zahl der Jugendlichen ohne Lehrstelle im Betrieb stieg von Ende Juli
2004 bis Ende Juli 2005 von 16.981 um 2.085 oder 12,3 Prozent auf
genau 19.066 - ihnen bot die Wirtschaft österreichweit nur 2.623
offene Lehrstellen. "In dieser dramatischen Situation müssen
Regierung und Wirtschaft alles tun, um das Recht aller Jugendlichen
auf Ausbildung zu sichern", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Längst
überfällig sei es gewesen, dass jetzt zusätzliche Lehrplätze bei
Bund, Ländern und Gemeinden geschaffen werden sollen und die vom
Regierungsbeauftragten Blum vorgeschlagene Förderung zusätzlicher
Lehrstellen vorgezogen wird. "Ich erwarte mir von der Wirtschaft,
dass sie ihre Verantwortung für die Jugendausbildung wieder
wahrnimmt", sagt Tumpel. Der AK Präsident befürchtet aber, dass die
bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Er verlangt von der
Bundesregierung, dass sie Vorsorge für 10.000 Plätze im Auffangnetz
zur Jugendausbildung trifft. Absolut notwendig ist für Tumpel
gleichzeitig ein Lastenausgleich zwischen nicht ausbildenden und
ausbildenden Betrieben.

Ende Juli hatten österreichweit 19.066 Lehrstellen Suchende keine
Lehrstelle im Betrieb - 10.698 brauchen sofort eine Lehrstelle, 3.900
sind in kurzfristigen Arbeitsmarktservice-Kursen, 4.468 sind in
10-monatigen Auffangnetz-Lehrgängen und haben dabei die Auflage,
rasch eine Lehrstelle im Betrieb zu finden. Die Gesamtzahl der
Lehrstellen Suchenden ohne Lehrstelle im Betrieb stieg damit von
16.981 Ende Juli 2004 um 2.085 oder 12,3 Prozent. "Die Lage auf dem
Lehrstellenmarkt ist dramatisch wie nie", sagt Tumpel, "da darf die
Wirtschaft mit der Aufnahme zusätzlicher Lehrlinge nicht länger
zuzuwarten."

Außerdem muss das Auffangnetz zur Jugendausbildung auf 10.000
Plätze aufgestockt werden, verlangt Tumpel. 4.000 Auffangnetz-Plätze
sollen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten eingerichtet werden, in
denen Jugendliche von vornherein eine qualifizierte Ausbildung bis
zum Abschluss machen können. Absolut notwendig ist für Tumpel
gleichzeitig ein Lastenausgleich zwischen nicht ausbildenden und
ausbildenden Betrieben. Aus den Mitteln des Lastenausgleichs sollen
Betriebe unterstützt werden, die für die gesamte Wirtschaft
ausbilden.

Rückfragehinweis:
Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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