• 17.08.2005, 12:29:15
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Thomas Hampson: "Mein Gewissen ist rein" - Privathaus muss bewacht werden

Wien (OTS) - Der weltrenommierte Bariton Thomas Hampson, der
zuletzt auch persönlich in den Sog der Herberstein-Turbulenzen
gebracht werden sollte, weist jede Verstrickung in die Affäre empört
zurück. In der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe sagt Hampson: "Auch
mir werden kriminelle Handlungen unterstellt. Ich stehe für jede
Klärung gern zur Verfügung. Wenn etwas Falsches getan wurde oder in
der Buchhaltung etwas nicht in Ordnung war, werden die dafür
Verantwortlichen geradestehen. Aber nicht vor einem Medientribunal.
Mein Gewissen ist rein. Ich habe keine Ahnung von den Dingen, die mir
vorgeworfen werden. Der Gedanke, dass ich wissentlich und absichtlich
beigetragen hätte, dass Steuergeld hinterzogen wird und dass das
Geld arbeitender Menschen missbraucht wird, um schöner zu wohnen, ist
mir so widerlich, dass ich es nicht sagen kann. Man soll beweisen,
dass diese Unterlagen echt und legitim sind. Meine Unterschrift kann
nirgends drauf sein.

Laut Hampson wurde am Tag nach der Bekanntgabe seiner Wiener
Privatadresse in mehreren Medien ein Einbruchsversuch ihn die Villa
unternommen. Hampson in NEWS: "In den Medien ist meine persönliche
Wiener Wohnadresse veröffentlicht worden. Sie war deutlich in den
Hauptabendnachrichten zu erkennen. Einen Tag später wurde dort der
erste Einbruchsversuch unternommen. Ich musste private Bewachung
anfordern, weil ich um die Sicherheit meiner Kinder fürchte. Auch mir
gegenüber wurde eine Massenhysterie entfesselt. Wir werden ohne
Beweise beschuldigt, man versucht, uns ohne Beweise öffentlich medial
hinzurichten. Vor hundert Jahren wären wir schon an den Bäumen
gebaumelt! So etwas nennt man Demokratie, Rechtsstaatlichkeit,
Menschenrechte? Ich habe es bisher für unvorstellbar gehalten, dass
in Österreich so etwas möglich wäre."

Er stehe weiter zu seiner Familie, sagt Hampson: "Herberstein
wurde bisher nie irgendwelches Beweismaterial vorgelegt. Frau
Herberstein durfte auch den Rohbericht nie ansehen. Jetzt hat das
Ganze eine neue Dimension erreicht: Ein Ex- und Neopolitiker gibt
Pressekonferenzen mit gestohlenen Unterlagen. Wann, warum und mit
welchem Nutzen ein ehemaliger Geschäftsführer diese Unterlagen an
sich genommen hat, was er mit diesen Unterlagen angestellt hat, bevor
er sie im Wahlkampf an Politiker weitergegeben hat, weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dass man am Freitag vor dem verlängerten Wochenende mit
diesen angeblichen Beweisen an die Medien gegangen ist, um ohne
Chance auf Verteidigung Herberstein medial fertig machen zu können.
Ich nehme zur Kenntnis, dass versucht wird, mich in die Sache
hineinzuziehen, und dass die Sache jetzt gerichtliche Dimension
erreicht hat. Ich werde die geeigneten juristischen Maßnahmen treffen
und alles in meiner Macht Stehende tun, um mich und meine Familie zu
schützen."

Rückfragehinweis:

Sekretariat NEWS
    Chefredaktion
   Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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