Elektroaltgeräte - Pfand wird rückerstattet

LR Egger: Rückzahlung rasch und unbürokratisch

Bregenz (VLK) - Seit dem 13. August 2005 können Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten kostenlos bei den Sammelstellen der Gemeinden, beim Handel und bei den regionalen Übernahmsstellen der Entsorgungswirtschaft zurückgegeben werden. In der Vergangenheit für bestimmte Lampentypen (z.B. Leuchtstoffröhren) oder für Kühlgeräte bezahlte Pfandbeträge sind an die Haushalte zurückzubezahlen bzw. können von den Bürgerinnen und Bürgern zurückgefordert werden, informiert Abfallwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger. Die Erstattung erfolgt bei den Lampen durch den Handel, bei Kühlgeräten durch die Umweltforum Haushalt GmbH (UFH).

Die unterschiedlichen Rückzahlungsmodalitäten ergeben sich aus den verschiedenen Pfandsystemen. LR Egger: "Es ist gesichert, dass die Verbraucher die früher bezahlten Pfandbeträge refundiert bekommen. Ziel der Regelungen ist es, die Rückzahlung für den Bürger möglichst rasch und unbürokratisch zu gestalten."

Rückerstattung des Lampenpfandes

Wird bei der Rückgabe einer (vormals pfandpflichtigen) Altlampe nachgewiesen, dass für diese beim Kauf ein Pfandbetrag bezahlt wurde, hat die jeweilige Verkaufsstelle den Pfandbetrag in der Höhe von 0,70 Euro zu erstatten. Gleichzeitig ist die Pfandmarke abzugeben.

Zu beachten ist jedoch, dass die Erstattung des Pfandes nur beim ursprünglichen Verkäufer möglich und diesem die Altlampe zu übergeben ist. Wird die Altlampe bei einer Gemeindesammelstelle abgegeben, so ist dies für private Haushalte zwar kostenlos, doch kann keine Pfandrückzahlung begehrt werden.

Rückerstattung des Kühlschrankpfandes

Beim Kauf eines Kühlgerätes in den letzten 12 Jahren musste ein Pfandbetrag zwischen ca. 7 und 56 Euro bezahlt werden. Die Einhebung des Pfandes wurde durch die Aushändigung einer Plakette oder eines Gutscheins nachgewiesen (UFH- bzw PEG Entsorgungsplakette bzw UFH Gutschein).

Die Rückerstattung des Pfandbetrages erfolgt hier ausschließlich über die UFH und kann je nach Art des Nachweises auf drei unterschiedlichen Wegen erfolgen:

1) Am einfachsten ist es, wenn das Kühlgerätepickerl lose vorhanden ist. Dann kann die Plakette auf den vollständig ausgefüllten Antrag geklebt und dieser bis spätestens 31. März 2006 an die Umweltforum Haushalt GmbH & Co KG, Postfach 300,1060 Wien gesandt werden.

2) Wenn die Entsorgungsplakette am noch funktionstüchtigen Gerät klebt, muss die Nummer der Plakette bzw des Gutscheins (22 Stellen bei einer UFH-, 16 Stellen bei einer PEG-Plakette) auf dem Antragsformular eingetragen und dieses bis spätestens 31. März 2006 zusammen mit einer Rechnungskopie an die UFH gesandt werden.

Es sollte nicht versucht werden, die Plakette vom Gerät abzulösen, um sie nach Punkt 1) auf den Antrag zu kleben, da sie dann beschädigt und ungültig werden kann.

3) Wenn die Plakette am Kühlschrank klebt und keine Rechnung mehr vorhanden ist oder wenn das Pfand erst nach dem 1. April 2006 zurückbezahlt werden soll, muss die Übergabe des Alt-Kühlgerätes von der Sammelstelle (bzw. vom Händler, wenn ein neues Gerät gekauft wird) auf dem Antragsformular bestätigt werden. Auch bei dieser Variante muss die Nummer der Plakette eingetragen und das Formular an die UFH geschickt werden.

Weitere Informationen können dem Info-Folder "Geld zurück für Ihr Kühlschrankpickerl" des UFH entnommen werden, der unter www.ufh.at heruntergeladen werden kann. Dort ist auch das Antragsformular erhältlich. Weiters steht ein Info-Telefon zum Ortstarif (0810/144166) zur Verfügung.

Um die Abwicklung bürgerfreundlicher zu gestalten, soll im Laufe der kommenden Wochen jeder Haushalt in Vorarlberg von der UFH per Post ein Antragsformular samt Infoblatt zugeschickt bekommen.

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