- 12.08.2005, 13:12:43
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VB Investmentbank AG: Indexschwergewicht OMV zieht ATX nach oben
Neue Rekordstände beim Ölpreis
Wien (OTS) - Getrieben durch hohe Kursanstiege des Ölwertes und
Indexschwergewichts OMV markierte der Wiener Börsenindex ATX mit
3271,4 Punkten in der vergangenen Woche zwischenzeitlich einen neuen
Rekordstand, berichtet die VB Investmentbank AG (VBIB) in ihrem
wöchentlichen Finanzmarktkommentar. Dies entsprach dem allgemeinen
Trend an den europäischen Aktienmärkten, die unterstützt von
mehrheitlich guten Unternehmensergebnissen zulegen konnten. Indizes
wie DAX oder EuroStoxx50 erreichten im Verlauf der Woche ihre
Höchststände seit Mai bzw. Juni 2002. Das Hauptrisiko für die Märkte
bleibt weiter die Entwicklung der Ölpreise. Da sich hier kurzfristig
keine Entspannung abzeichnet, hält die VBIB das Aufwärtspotential an
den wichtigsten Märkten in der nächsten Woche für begrenzt.
Der Ölpreis jagt von einem Rekordstand zum nächsten: Die Gründe
für den jüngsten Anstieg waren vielfältig: die zuletzt gesunkenen
US-Benzinlagerbestände; die Pläne des Iran, sein Nuklearprogramm
fortzusetzen; Produktionsunterbrechungen wichtiger US-Raffinerien und
eine reduzierte Schätzung der Internationalen Energieagentur zum
Wachstum der Ölförderung der Nicht-Opec-Staaten für das Jahr 2005.
Dieses Umfeld sorgte dafür, dass die wichtigsten Ölsorten Brent und
US Light Crude mit USD 65,85 je Fass bzw. USD 66,00 je Fass
historische Höchststände erreichten.
Während die Vereinigten Staaten kontinuierlich positive
volkswirtschaftliche Signale verzeichnen, bleiben solche in der
Eurozone aus: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft
erhöhte sich in den USA im Juli um 207.000 (Markterwartung: 180.000).
Der Beschäftigungszuwachs im Vormonat wurde vom Arbeitsministerium
von ursprünglich 146.000 auf 166.000 nach oben revidiert. Die
Arbeitslosenquote blieb wie im Vormonat bei 5,0 Prozent und damit auf
dem niedrigsten Niveau seit September 2001. Der Umsatz der
US-Einzelhändler ist im Juli im Monatsvergleich um 1,8 Prozent (Juni:
1,7%) gestiegen. Der Grund für das Wachstum lag wie im Monat davor
neuerlich in einem - induziert durch hohe Preisnachlässe - deutlich
gestiegenen Autoabsatz. Der Einzelhandelsumsatz ohne Autos erhöhte
sich im selben Monat lediglich um 0,3 Prozent (Juni: 0,9%).
Das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich im zweiten Quartal
gemäß einer ersten Schätzung von Eurostat auf 0,3 Prozent (Q1: 0,5%)
abgeschwächt. Die deutsche Wirtschaft stagnierte (Q2: 0,0%; Q1:
0,8%). Für Italien (Q2: 0,7%; Q1: -0,5%) und Holland (Q2: 1,2%; Q1:
-0,8% Q/Q) wird wieder ein Wachstum erwartet. Das japanische BIP ist
nach vorläufigen Berechnungen des Cabinet Office im zweiten Quartal
annualisiert von 1,1 Prozent (Q1: 5,4%) gewachsen.
Die US-Notenbank (Fed) hat den Leitzins in der vergangenen Woche
zum zehnten Mal in Folge um 25 Basispunkte auf zuletzt 3,5 Prozent
angehoben und damit erkennen lassen, dass sie ihre moderate Straffung
der Geldpolitik fortsetzen will. Laut Fed scheinen die Ausgaben von
Unternehmen und Verbrauchern trotz der höheren Energiepreise seit dem
Ende des Winters zugelegt zu haben. Auch die Bedingungen am
Arbeitsmarkt würden sich weiter schrittweise verbessern. Die
langfristigen Inflationserwartungen seien gut eingedämmt. Allerdings
bleibe ein gewisser Druck auf die Preisstabilität bestehen. Insgesamt
blieben die Auf- und Abwärtsrisiken für die Preisstabilität und das
Wirtschaftswachstum in etwa ausgeglichen.
Da die Fed erkennbar auf ein moderates Inflationsrisiko setzt, hat
sich der US-Dollar auch in der vergangenen Woche gegenüber dem Euro
abgeschwächt. Aktuell markiert er gegenüber dem Euro den niedrigsten
Stand seit Mai. Zusammen mit der bevorstehenden Veröffentlichung des
US-Handelsbilanzdefizits, der das Augenmerk des Marktes mehr in
Richtung der strukturellen Probleme der US-Wirtschaft lenken sollte,
dürfte der Druck auf den Dollar auch in den nächsten Tagen anhalten.
USD je Euribor USD Libor Dt. Bund
EUR 3m 3m 10y
12.Aug05 1,247 2,13% 3,79% 3,31%
05.Aug05 1,237 2,13% 3,75% 3,34%
+/- -0,84% 0,00%Pkte 0,04%Pkte -0,03%Pkte
US T-Bond Öl (Brent) ATX DAX DJ Ind.
10y USD/Fass
12.Aug05 4,31% 65,8 3245,2 4946,5 10685,9
05.Aug05 4,32% 60,4 3192,8 4852,4 10610,1
+/- -0,01%Pkte 8,90% 1,64% 1,94% 0,71%
Aug. Land Ereignis Zeitraum
12. USA Handelsbilanz Juni
USA Univ. Michigan Vertrauen (vorl.) August
15. USA NY Empire Manufacturing Index August
USA Netto-Kapitalzuflüsse Juni
16. USA Konsumentenpreisindex Juli
USA ohne Nahrungsmittel und Energie Juli
USA Industrieproduktion Juli
USA Kapazitätsauslastung Juli
JPN Frühindikator (Endwert) Juni
JPN Gegenwartsindikator (Endwert) Juni
17. USA Produzentenpreisindex Juli
USA ohne Nahrungsmittel & Energie Juli
18. USA Wö. Erstantr. Arbeitslosenh. 13. Aug
USA Frühindikator Juli
USA Philadelphia Fed Index August
ERZ Konsumentenpreisindex Juli
ERZ Kernrate Juli
ERZ Industrieproduktion Juni
AUT Konsumentenpreisindex Juli
Quelle: Bloomberg, Reuters, statistische Ämter
Rückfragehinweis:
Research-Team der VB Investmentbank AG Dipl.-Vw. Uta Pock mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7022 Mag. Friedrich Glechner, CFA mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7017 Dana Kharchenko, MIB, MBA mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7006
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