AK Analyse Reisebeschwerden: Albtraum statt Traumurlaub? (1)

Fast jeder zweite Konsument kritisierte Unzulänglichkeiten rund um die Hotel-unterbringung

Wien (OTS) - Eigentlich sollte es die schönste Zeit im Jahr sein -aber es gab nur Zoff im Ur-laub. Das Hotel war direkt im Zentrum von Mailand gebucht, tatsächlich wohnten die UrlauberInnen sage und schreibe 150 Kilometer weit entfernt von Mailand. Kla-gen über schlechte oder fehlende Hotelleistungen standen heuer ganz oben auf der Ärgernisliste: Das wurmte fast jeden zweiten Verbraucher. Knapp 23 Prozent reg-ten sich über verspätete, verschobene oder gestrichene Flüge auf und jeder fünfte fragte wegen Umbuchungen oder Stornierungen anlässlich Terror oder Naturkata-strophen. Das zeigt eine aktuelle AK Analyse von über 200 Reisebeschwerden.

Die AK hat die ersten Urlaubsanfragen und -beschwerden von 212 KonsumentInnen ausgewertet, die sich im Juli beim Verein für Konsumenteinformation (VKI) beraten lie-ßen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es weniger Beschwerden, weil der VKI Anfragen rund um die Terroranschläge auf die Homepage verwiesen und nicht persönlich beraten hat. Bei der AK Wien sind bisher rund 870 Reisebeschwerden und -anfragen zum heurigen Urlaub eingelangt.

Die AK Auswertung der 212 Beschwerden zeigt: Rund 48 Prozent beklagten sich rund um die mangelhafte Hotelunterbringung - sie reklamierten falsche und nicht eingehaltene Katalog- oder Vertragsangaben. Fast jeder fünfte davon kritisierte die schlechte Unter-kunft wie Baustellen im oder um das Hotel, schmutzige, abgewohnte, schimmelige, feuchte Zimmer, aber auch Ratten, Insekten und andere Ungeziefer machten das Ur-laubsleben schwer. Es fehlten zugesagte Leistungen wie Klimaanlagen oder ein direkter Blick aufs Meer. So sollte z.B. der Strand 80 Meter vom Hotel entfernt sein, tatsächlich musste ein Fußmarsch von 15 Minuten in praller Sonne zurückgelegt werden. Manche ärgerten sich auch über das schlechte Essen, den Lärm oder die überbuchten Quartiere.

Fast 23 Prozent klagten über Flugprobleme. Es waren nicht nur Charterflüge von Pau-schalreisen, sondern auch reine Flugbuchungen betroffen. Die meisten Beschwerden drehten sich um Verspätungen, Verschiebungen oder völlige Streichungen. Mehrfach traf das Gepäck erst Tage später ein, bei einer Kreuzfahrt einmal sogar gar nicht. Jeder fünfte Verbraucher informierte sich wegen einer kostenlosen Umbuchung oder Stornierung einer Reise auf Grund der Terroranschläge oder Naturkatastrophen. Es ging dabei um die Terroranschläge in England, Ägypten und Türkei, aber auch die Algenplage in Italien und die Hurrikanwarnungen für Mexiko.

Darüber hinaus wollten die VerbraucherInnen noch wegen nachträglicher Preiserhö-hungen und der Pleite eines Reisebüros aufgeklärt werden.

Am häufigsten betroffen waren die Reiseländer Türkei, Griechenland und England. Die meisten Beschwerden betrafen ITS Billa, Gulet Touropa Touristik, Neckermann und TUI. (Forts.)

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