• 12.08.2005, 11:26:44
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AK Analyse Reisebeschwerden: Albtraum statt Traumurlaub? (1)

Fast jeder zweite Konsument kritisierte Unzulänglichkeiten rund um die Hotel-unterbringung

Wien (OTS) - Eigentlich sollte es die schönste Zeit im Jahr sein -
aber es gab nur Zoff im Ur-laub. Das Hotel war direkt im Zentrum von
Mailand gebucht, tatsächlich wohnten die UrlauberInnen sage und
schreibe 150 Kilometer weit entfernt von Mailand. Kla-gen über
schlechte oder fehlende Hotelleistungen standen heuer ganz oben auf
der Ärgernisliste: Das wurmte fast jeden zweiten Verbraucher. Knapp
23 Prozent reg-ten sich über verspätete, verschobene oder gestrichene
Flüge auf und jeder fünfte fragte wegen Umbuchungen oder
Stornierungen anlässlich Terror oder Naturkata-strophen. Das zeigt
eine aktuelle AK Analyse von über 200 Reisebeschwerden.

Die AK hat die ersten Urlaubsanfragen und -beschwerden von 212
KonsumentInnen ausgewertet, die sich im Juli beim Verein für
Konsumenteinformation (VKI) beraten lie-ßen. Im Vergleich zum Vorjahr
sind es weniger Beschwerden, weil der VKI Anfragen rund um die
Terroranschläge auf die Homepage verwiesen und nicht persönlich
beraten hat. Bei der AK Wien sind bisher rund 870 Reisebeschwerden
und -anfragen zum heurigen Urlaub eingelangt.

Die AK Auswertung der 212 Beschwerden zeigt: Rund 48 Prozent
beklagten sich rund um die mangelhafte Hotelunterbringung - sie
reklamierten falsche und nicht eingehaltene Katalog- oder
Vertragsangaben. Fast jeder fünfte davon kritisierte die schlechte
Unter-kunft wie Baustellen im oder um das Hotel, schmutzige,
abgewohnte, schimmelige, feuchte Zimmer, aber auch Ratten, Insekten
und andere Ungeziefer machten das Ur-laubsleben schwer. Es fehlten
zugesagte Leistungen wie Klimaanlagen oder ein direkter Blick aufs
Meer. So sollte z.B. der Strand 80 Meter vom Hotel entfernt sein,
tatsächlich musste ein Fußmarsch von 15 Minuten in praller Sonne
zurückgelegt werden. Manche ärgerten sich auch über das schlechte
Essen, den Lärm oder die überbuchten Quartiere.

Fast 23 Prozent klagten über Flugprobleme. Es waren nicht nur
Charterflüge von Pau-schalreisen, sondern auch reine Flugbuchungen
betroffen. Die meisten Beschwerden drehten sich um Verspätungen,
Verschiebungen oder völlige Streichungen. Mehrfach traf das Gepäck
erst Tage später ein, bei einer Kreuzfahrt einmal sogar gar nicht.
Jeder fünfte Verbraucher informierte sich wegen einer kostenlosen
Umbuchung oder Stornierung einer Reise auf Grund der Terroranschläge
oder Naturkatastrophen. Es ging dabei um die Terroranschläge in
England, Ägypten und Türkei, aber auch die Algenplage in Italien und
die Hurrikanwarnungen für Mexiko.

Darüber hinaus wollten die VerbraucherInnen noch wegen
nachträglicher Preiserhö-hungen und der Pleite eines Reisebüros
aufgeklärt werden.

Am häufigsten betroffen waren die Reiseländer Türkei,
Griechenland und England. Die meisten Beschwerden betrafen ITS Billa,
Gulet Touropa Touristik, Neckermann und TUI. (Forts.)

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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