FRÖHLICHES SCHWIMMEN UND BADEN OHNE GEFAHR

Durchschnittlich ertrinken in Österreich jährlich 88 Menschen. Mehr als die Hälfte davon sind Personen ab 50. Aber auch Kleinkinder zählen zur Risikogruppe.

Wien (OTS) - Die beste Abkühlung an einem heißen Sommertag ist immer noch das kühle Nass - in Schwimmbädern wie in Badeseen. Doch Vorsicht ist angebracht, denn nicht immer geht der Spaß gut aus. "Jährlich sterben durchschnittlich 88 Menschen in Österreich durch Ertrinken", berichtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben.

Tod durch Ertrinken - ältere Menschen und Kleinkinder besonders gefährdet

438 Menschen ertranken im Zeitraum von 1999 bis 2003 in Österreich. Besonders gefährdet sind Personen ab 50: Sie machten mehr als die Hälfte aller Ertrunkenen aus (52 %). Aktuelles Beispiel ist der Tod eines 64-jährigen Mannes aus Steyr, der am 28. Juli im Pichlingersee bei Linz ertrank. Aber auch Kleinkinder sind eine Risikogruppe. So ertranken im Zeitraum von 1999 bis 2003 57 Kinder unter 15 Jahre, 70 Prozent davon waren unter fünf Jahre alt. Bei Kleinkindern zählt Ertrinken zu den häufigsten tödlichen Unfallarten.

Rund 3.200 Verletzte allein im Jahr 2004

Verletzte Schwimmer findet man jedes Jahr in Österreichs Spitälern. Im Jahr 2004 waren es rund 3.200 Personen, die sich beim Schwimmen, Springen und Tauchen so schwer verletzten, dass sie im Spital behandelt werden mussten. 1.900 davon (fast 60 %) waren Kinder unter 15 Jahre. Am häufigsten sind Stürze, Zusammenstöße und Schnittverletzungen.

Gefahrloser Spaß für nicht mehr ganz Junge

Menschen ab 50 müssen beim Schwimmen darauf achten, sich nicht zu überfordern. Besonders wichtig ist, dass man nie allein weit vom Ufer wegschwimmt. Liegt das letzte Training schon etwas länger zurück, sollte man besser keine langen Schwimmstrecken planen. Bei ersten Anzeichen von Krämpfen ist es höchste Zeit für die Rückkehr ans Ufer. Um einseitige Belastung und Verspannungen zu vermeiden, ist ein häufiges Wechseln von Schwimmlage und Schwimmstil empfehlenswert.

Augen auf die Kleinsten

Auf die ganz Kleinen muss man am Wasser ein besonderes Auge haben. Schwimmflügel sind ein gewisser Schutz vor dem Ertrinken, ersetzen die Aufsichtspflicht aber nicht. Zu beachten ist, dass die Schwimmflügel der EU-Norm entsprechen (erkennbar am CE-Zeichen) und zwei getrennt voneinander aufblasbare Luftkammern für jeden Arm haben. "Schwimmtiere und Luftmatratzen bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken, sie sind reines Spielzeug", erklärt Kisser.

Spaß beim Springen und Rutschen

Für Kinder sind Springen und Rutschen der größte Spaß. Doch Zusammenstöße mit anderen oder Hindernissen passieren häufig. Gerade bei einem Kopfsprung in unbekanntes Gewässer kann man sich leicht Kopfverletzungen zuziehen oder sich gar die Wirbelsäule verletzen. Auf der Rutsche gilt: Nicht auf dem Bauch, Kopf voran oder gar stehend rutschen. Außerdem sollte man immer einzeln rutschen und nach der Landung gleich aus der Bahn schwimmen.

Sicherheit im eigenen Garten

Wer im Garten ein Biotop oder einen Schwimmteich angelegt hat, muss dafür sorgen, dass Kleinkinder ohne Begleitung keinen Zugang haben. "Ist der Garten offen, umzäunt man das Gewässer am besten oder montiert - im Fall des Biotops - ein Eisengitter knapp unter der Wasserfläche", meint Kisser.

Wien, am 11.8.2005

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Mag. Katharina Kaschel
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