Kukacka: Investitionen in die Wasserstraße Donau bringen gelebten Interessensausgleich zwischen Ökologie und Verkehr

Wien (OTS) - "Das BMVIT investiert 2005 für reine Ökologieprojekte an der Donau rund 1 Million Euro, dieselbe Summe investiere das Ministerium jährlich in die Erhaltung der Treppelwege, die großteils als Radfahrwege benutzt werden. Besonders für das flussbauliche Gesamtprojekt östlich von Wien, mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro, fließe über die Hälfte in rein ökologische Maßnahmen wie die Sohlstabilisierung, Uferrückbauten und Gewässervernetzungsprojekte zur Verbesserung der Wassersituation in der Au", betonte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Der gelebte Interessensausgleich zwischen Ökologie und Verkehr auf der Donau werde vom BMVIT auch künftig konsequent und umfassend realisiert werden, betonte Kukacka. *****

Als wichtigste Projekte an der Donau nannte Kukacka die Revitalisierung des Altarms Wallsee, wo durch die Erhöhung der Wasserkubatur und Schaffung von Seichtwasserzonen und Inseln neue Ruhezone, sowie ein Feizeitbereiche geschaffen wurde. Insgesamt betrugen die Kosten für das Gesamtprojekt rund 350.000 Euro, da für den verwertbaren Schotter Förderzins an die Republik Österreich durch die Firma Brandner in derselben Höhe bezahlt wurde, konnte diese Renaturierung für den Steuerzahler ohne Kosten durchgeführt werden. Die Gewässerökologen konnten sich kürzlich von der guten Wasserqualität und der schon deutlich feststellbaren Erhöhung des Fischbestandes überzeugen.

Ein weiteres Projekt zum naturnahen Uferrückbau des Donau-Ufers im Bereich Thurnhaufen gegenüber Hainburg sei derzeit im Gange. Das alte Steinkorsett werde abgetragen um der Donau die ursprüngliche Ufergestalt wieder zu geben. Die Kosten betragen insgesamt rund 1,7 Millionen Euro. Im Rahmen des LIFE Natur Projekts Wachau werde die Altarmanbindung zwischen Melk und Krems und Altarmanbindung im Bereich der Augebiete in der Wachau durch Mittel der EU und des BMVIT durchgeführt. Schwerpunkt sei die Anbindung verlandeter Altarmreste und die Schaffung neuer Kiesufer und Schotterbänke als Laichplatz für den Fischbestand. Der Kostenpunkt liege insgesamt bei rund 5 Millionen Euro.

Auch an der March führe das BMVIT eine Reihe von ökologischen Maßnahmen durch. So werde im Rahmen des bilateralen Gesamtprojekts March derzeit ein flussbaulicher und gewässerökologischer Maßnahmenplan erstellt und ein Renaturierungsprojekt zur Revitalisierung der March im Rahmen eines bilateralen Planungs- und Umsetzungsprozesses zur Verbesserung des gewässerökologischen Zustands des Natura 2000 Gebiets March-Thaya-Auen realisiert. Auch die Umweltverträglichkeitserklärung für die Sanierung der Hochwasserschutzdämme an der March konnte im August abgeschlossen werden.

Ökologischer Hochwasserschutz

Kukacka erinnerte daran, dass nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 zur Hochwasserprävention das Projekt Flood Risk initiiert wurde, das im Bereich des passiven Hochwasserschutzes vor allem umfangreiche Umsiedelungsaktionen die wirkungsvollste Maßnahme, zur Vermeidung von Hochwasserschäden vorsah. Eine raumordnerische Zielsetzung wie Aussiedlungsgebietsfeststellungen, Bauverbote, Flächenwidmungen im Einvernehmen zwischen Betroffenen, Gemeinden, Ländern und BMVIT sei dabei ebenso die Zielsetzung wie die Wiederherstellung ursprünglicher Aulandschaften und eine Vergrößerung der Abflussflächen. In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise Aussiedlungen in den Gemeinden Naarn, Baumgartenberg, Mitterkirchen, Saxen, Grein und St. Nikola von rund 200 Wohn- und Landwirtschaftsobjekten aus dem Machland Nord mit einem Förderbeitrag von insgesamt rund 53 Millionen Euro durchgeführt.

Durch diese Raumordnungsmaßnahmen konnten bereits 5 Millionen Hektar Retentionsvolumen und 260 Hektar Wiesen und Aulandschaft zum Teil rückgewonnen und nachhaltig gesichert werden. In gleicher Weise laufen auch Aussiedelungsaktionen in Strengberg Wallsee und Ardagger, an die sich der Bund mit einem Förderbeitrag von rund 10 Millionen Euro beteilige. Weitere Aussiedlungen im Bereich Neustadtl in Niederösterreich seien geplant. Insgesamt investiere das BMVIT alleine in den Jahren 2005 und 2006 rund 96 Millionen Euro in aktive und passive Hochwasserschutzmaßnahmen, schloss Kukacka.

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