• 10.08.2005, 12:52:00
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Kukacka: Investitionen in die Wasserstraße Donau bringen gelebten Interessensausgleich zwischen Ökologie und Verkehr

Wien (OTS) - "Das BMVIT investiert 2005 für reine Ökologieprojekte
an der Donau rund 1 Million Euro, dieselbe Summe investiere das
Ministerium jährlich in die Erhaltung der Treppelwege, die großteils
als Radfahrwege benutzt werden. Besonders für das flussbauliche
Gesamtprojekt östlich von Wien, mit einem Investitionsvolumen von
rund 200 Millionen Euro, fließe über die Hälfte in rein ökologische
Maßnahmen wie die Sohlstabilisierung, Uferrückbauten und
Gewässervernetzungsprojekte zur Verbesserung der Wassersituation in
der Au", betonte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut
Kukacka. Der gelebte Interessensausgleich zwischen Ökologie und
Verkehr auf der Donau werde vom BMVIT auch künftig konsequent und
umfassend realisiert werden, betonte Kukacka. *****

Als wichtigste Projekte an der Donau nannte Kukacka die
Revitalisierung des Altarms Wallsee, wo durch die Erhöhung der
Wasserkubatur und Schaffung von Seichtwasserzonen und Inseln neue
Ruhezone, sowie ein Feizeitbereiche geschaffen wurde. Insgesamt
betrugen die Kosten für das Gesamtprojekt rund 350.000 Euro, da für
den verwertbaren Schotter Förderzins an die Republik Österreich durch
die Firma Brandner in derselben Höhe bezahlt wurde, konnte diese
Renaturierung für den Steuerzahler ohne Kosten durchgeführt werden.
Die Gewässerökologen konnten sich kürzlich von der guten
Wasserqualität und der schon deutlich feststellbaren Erhöhung des
Fischbestandes überzeugen.

Ein weiteres Projekt zum naturnahen Uferrückbau des Donau-Ufers im
Bereich Thurnhaufen gegenüber Hainburg sei derzeit im Gange. Das
alte Steinkorsett werde abgetragen um der Donau die ursprüngliche
Ufergestalt wieder zu geben. Die Kosten betragen insgesamt rund 1,7
Millionen Euro. Im Rahmen des LIFE Natur Projekts Wachau werde die
Altarmanbindung zwischen Melk und Krems und Altarmanbindung im
Bereich der Augebiete in der Wachau durch Mittel der EU und des
BMVIT durchgeführt. Schwerpunkt sei die Anbindung verlandeter
Altarmreste und die Schaffung neuer Kiesufer und Schotterbänke als
Laichplatz für den Fischbestand. Der Kostenpunkt liege insgesamt bei
rund 5 Millionen Euro.

Auch an der March führe das BMVIT eine Reihe von ökologischen
Maßnahmen durch. So werde im Rahmen des bilateralen Gesamtprojekts
March derzeit ein flussbaulicher und gewässerökologischer
Maßnahmenplan erstellt und ein Renaturierungsprojekt zur
Revitalisierung der March im Rahmen eines bilateralen Planungs- und
Umsetzungsprozesses zur Verbesserung des gewässerökologischen
Zustands des Natura 2000 Gebiets March-Thaya-Auen realisiert. Auch
die Umweltverträglichkeitserklärung für die Sanierung der
Hochwasserschutzdämme an der March konnte im August abgeschlossen
werden.

Ökologischer Hochwasserschutz

Kukacka erinnerte daran, dass nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 zur
Hochwasserprävention das Projekt Flood Risk initiiert wurde, das im
Bereich des passiven Hochwasserschutzes vor allem umfangreiche
Umsiedelungsaktionen die wirkungsvollste Maßnahme, zur Vermeidung von
Hochwasserschäden vorsah. Eine raumordnerische Zielsetzung wie
Aussiedlungsgebietsfeststellungen, Bauverbote, Flächenwidmungen im
Einvernehmen zwischen Betroffenen, Gemeinden, Ländern und BMVIT sei
dabei ebenso die Zielsetzung wie die Wiederherstellung ursprünglicher
Aulandschaften und eine Vergrößerung der Abflussflächen. In diesem
Zusammenhang wurden beispielsweise Aussiedlungen in den Gemeinden
Naarn, Baumgartenberg, Mitterkirchen, Saxen, Grein und St. Nikola
von rund 200 Wohn- und Landwirtschaftsobjekten aus dem Machland Nord
mit einem Förderbeitrag von insgesamt rund 53 Millionen Euro
durchgeführt.

Durch diese Raumordnungsmaßnahmen konnten bereits 5 Millionen Hektar
Retentionsvolumen und 260 Hektar Wiesen und Aulandschaft zum Teil
rückgewonnen und nachhaltig gesichert werden. In gleicher Weise
laufen auch Aussiedelungsaktionen in Strengberg Wallsee und Ardagger,
an die sich der Bund mit einem Förderbeitrag von rund 10 Millionen
Euro beteilige. Weitere Aussiedlungen im Bereich Neustadtl in
Niederösterreich seien geplant. Insgesamt investiere das BMVIT
alleine in den Jahren 2005 und 2006 rund 96 Millionen Euro in aktive
und passive Hochwasserschutzmaßnahmen, schloss Kukacka.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT

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